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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Sicherheit im Straßenverkehr: Daten belegen Verbesserungen im Jahr 2017, weitere deutliche Fortschritte erfordern aber erneute Anstrengungen

Brüssel, 10. April 2018

Die heute von der Kommission veröffentlichten vorläufigen Statistiken zur Straßenverkehrssicherheit zeigen, dass 2017 das zweite Jahr in Folge die Anzahl der tödlichen Straßenverkehrsunfälle um etwa 2 % zurückgegangen ist.

2017 kamen in der EU 25 300 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben – das waren 300 weniger als 2016 (ein Rückgang um 2 %) und 6 200 weniger als 2010 (ein Rückgang um 20 %). Diese Entwicklung ist zwar ermutigend, doch dürfte es sehr schwierig sein, das EU-Ziel, die Anzahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten zwischen 2010 und 2020 zu halbieren, noch zu erreichen. Zudem wurden Schätzungen zufolge weitere 135 000 Menschen im letzten Jahr schwer verletzt, darunter viele besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer. Von den tödlichen Unfällen und Verletzten im Straßenverkehr sind nicht nur die Opfer, sondern auch die Gesellschaft insgesamt betroffen, der sozioökonomische Kosten[1] in Höhe von 120 Mrd. EUR pro Jahr entstehen. Daher müssen alle Akteure einen neuen Anlauf unternehmen, um die europäischen Straßen sicherer zu machen. Während die tagtägliche Durchsetzung der Vorschriften und die Sensibilisierung überwiegend von den nationalen und lokalen Stellen erledigt wird, arbeitet die Kommission derzeit an einer Reihe konkreter Maßnahmen, um Anreize für weitere deutliche Fortschritte zu schaffen. Dies wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg zu dem von Präsident Juncker skizzierten „Europa, das schützt“.

Die für den Verkehr zuständige Kommissarin Violeta Bulc hierzu: „Im letzten Jahr verloren 25 300 Menschen auf unseren Straßen ihr Leben, noch mehr erlitten Verletzungen, die ihr ganzes Leben veränderten. Hinter diesen Zahlen verbergen sich viele leid- und schmerzvolle Geschichten. Die Verantwortung für die Straßenverkehrssicherheit wird natürlich gemeinsam mit den Mitgliedstaaten wahrgenommen, doch ich glaube, dass die EU noch mehr tun kann, um die Europäerinnen und Europäer besser zu schützen. Die Kommission arbeitet derzeit an einer Reihe konkreter Maßnahmen, die wir in den nächsten Wochen bekannt geben wollen. Das Ziel ist klar: Die Rettung von Leben auf unseren Straßen.“

Mit durchschnittlich 49 Straßenverkehrstoten je eine Million Einwohner waren Europas Straßen 2017 nach wie vor die weltweit sichersten. Innerhalb der EU stehen im Jahr 2017 Schweden (mit 25 Verkehrstoten je eine Million Einwohner), das Vereinigte Königreich (27) sowie die Niederlande (31) und Dänemark (32) am besten da. Verglichen mit dem Jahr 2016 sind in Estland und Slowenien mit einem Rückgang von 32 % bzw. 20 % die deutlichsten Verbesserungen zu verzeichnen.

Auch haben sich die Mitgliedstaaten in ihrer Bilanz 2017 weiter angenähert. Nur in zwei Mitgliedstaaten lag der Anteil der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten bei über 80 je eine Million Einwohner (Rumänien und Bulgarien).

Blick in die Zukunft

Auf der Grundlage der Ministererklärung zur Straßenverkehrssicherheit vom März 2017 arbeitet die Kommission derzeit einen neuen Rechtsrahmen für die Straßenverkehrssicherheit für die Jahre 2020 bis 2030 aus, der von einer Reihe konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit flankiert wird. So könnten die europäischen Vorschriften für die Fahrzeugsicherheit und das Sicherheitsmanagement von Infrastrukturen überarbeitet und eine Initiative für den sicheren Übergang zu einer kooperativen, vernetzten und autonomen Mobilität vorgelegt werden.

Die Kommission beabsichtigt, diese Maßnahmen im Frühjahr 2018 vorzulegen.

Weitere Informationen

MEMO: Statistik 2017 zur Straßenverkehrssicherheit: Was steckt hinter den Zahlen?

Arbeit der Kommission im Bereich der Straßenverkehrssicherheit und Statistiken zur EU-Straßenverkehrssicherheit

Vademecum zur Straßenverkehrssicherheit

 

Anhang

Straßenverkehrstote je Million Einwohner

Vorläufige Statistik für 2017 – aufgeschlüsselt nach Ländern[2]

 

2010

2016

2017

2016-2017

2010-2017

Belgien

77

56

55

-3 %

-26 %

Bulgarien

105

99

96

-4 %

-12 %

Tschechische Republik

77

58

54

-6 %

-28 %

Dänemark

46

37

32

-13 %

-28 %

Deutschland

45

39

38

-1 %

-13 %

Estland

59

54

36

-32 %

-39 %

Irland

47

39

33

-15 %

-25 %

Griechenland

112

76

69

-10 %

-41 %

Spanien

53

39

40

2 %

-25 %

Frankreich

64

54

53

-1 %

-13 %

Kroatien

99

73

80

8 %

-22 %

Italien

70

54

56

3 %

-18 %

Zypern

73

54

62

15 %

-12 %

Lettland

103

80

70

-14 %

-38 %

Litauen

95

66

67

0 %

-36 %

Luxemburg

64

56

47

-13 %

-25 %

Ungarn

74

62

64

3 %

-16 %

Malta

31

51

43

-17 %

46 %

Niederlande

32

31

31

0 %

-1 %

Österreich

66

50

47

-5 %

-25 %

Polen

102

80

75

-6 %

-28 %

Portugal

80

54

62

14 %

-31 %

Rumänien

117

97

98

1 %

-19 %

Slowenien

67

63

50

-20 %

-25 %

Slowakei

65

51

57

12 %

-13 %

Finnland

51

47

39

-18 %

-22 %

Schweden

28

27

25

-6 %

-5 %

Vereinigtes Königreich

30

28

27

-5 %

-7 %

EU

63

50

49

-2 %

-20 %

 

[1] Rehabilitation, medizinische Versorgung, materielle Schäden, usw.

[2] Die Zahlen für 2017 basieren auf vorläufigen Daten. Bei den endgültigen Daten könnten sich für einzelne Länder geringfügige Änderungen ergeben.

IP/18/2761

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Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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