Navigation path

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission - Pressemitteilung

Millionen europäischer Schulkinder kommen dank EU-Programm in Genuss gesunder Lebensmittel

Brüssel, 15. März 2018

Über 30 Millionen Kinder in der EU erhalten im Rahmen des EU-Schulprogramms Milch, Obst und Gemüse.

Aus den jüngsten Überwachungsberichten geht hervor, dass im Schuljahr 2016/2017 mehr als 12,2 Millionen Kinder an 79 000 Schulen am EU-Programm für Schulobst und ‑gemüse und rund 18 Millionen Kinder am EU-Schulmilchprogramm teilgenommen haben. Dies entspricht mehr als 74 000 Tonnen Obst und Gemüse und über 285 000 Tonnen Milch und Milcherzeugnisse, die hauptsächlich an Kinder zwischen 6 und 10 Jahren verteilt wurden.

Neben der Verteilung dieser Erzeugnisse fördert das EU-Schulprogramm gesunde Ernährungsgewohnheiten bei Kindern und umfasst spezifische pädagogische Maßnahmen dazu, wie wichtig eine gute Ernährung ist und wie Lebensmittel hergestellt werden.

Der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige Kommissar Phil Hogan sagte: „Die europäischen Landwirte versorgen uns mit hochwertigen, sicheren und gesunden Lebensmitteln und durch das Schulprogramm kommen diese Erzeugnisse der Gesundheit unserer jüngsten Bürgerinnen und Bürger zugute. Gleichzeitig lernen sie in einem frühen Alter, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie wichtig Geschmack und Ernährung sind. Die Kommission ist stolz, zu den Schritten auf diesem lehrreichen Weg beizutragen. 250 Mio. EUR aus der gemeinsamen Agrarpolitik werden die Fortführung des EU-Schulprogramms im Schuljahr 2018/2019 gewährleisten.“

Im Rahmen des Programms werden in jedem Schuljahr 150 Mio. EUR für Obst und Gemüse und 100 Mio. EUR für Milch und Milcherzeugnisse bereitgestellt. Gerade wurden die nationalen Zuweisungen für alle 28 Mitgliedstaaten, die im Schuljahr 2018/2019 an dem Programm teilnehmen, genehmigt und sollen bis Ende März von der Europäischen Kommission angenommen werden.

Hintergrund

Länder, die am EU-Schulprogramm teilnehmen möchten, müssen bis Ende Januar bei der Kommission einen Beihilfeantrag stellen. Die vorläufige Mittelzuweisung aus dem EU-Haushalt an die einzelnen Mitgliedstaaten beruht auf der Zahl der Schulkinder in den einzelnen Ländern und – im Falle von Milch und Milcherzeugnissen – auf der Inanspruchnahme des vorherigen Programms. Den nationalen Behörden steht es frei, einen Anteil von 20–25 % der zugeteilten Mittel von einem auf den anderen Sektor zu übertragen. Ferner können sie ihre Bereitschaft bekunden, mehr als die beantragten Mittel zu verwenden, wenn andere Mitgliedstaaten ihre Zuweisung nicht voll in Anspruch nehmen.

Neben der Entscheidung darüber, wie das Programm genau durchgeführt werden soll (z. B. Auswahl der Themen für die pädagogischen Maßnahmen oder der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die die Schulkinder erhalten), können die Mitgliedstaaten die EU-Beihilfe mit nationalen Mitteln zur Finanzierung des Programms aufstocken.

Die Auswahl der zu verteilenden Erzeugnisse beruht auf Erwägungen bezüglich der Gesundheit und Umwelt, der saisonalen und allgemeinen Verfügbarkeit sowie der Vielfalt. Die Mitgliedstaaten können den Schwerpunkt auf lokale oder regionale Ankäufe, ökologische Erzeugnisse, kurze Versorgungsketten, ökologischen Nutzen oder Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse legen.

Im Schuljahr 2016/2017 waren Äpfel die am weitesten verbreitete Frucht, gefolgt von Birnen, Pflaumen, Pfirsichen, Nektarinen, Orangen, Erdbeeren und Bananen. Karotten, Tomaten, Gurken und Paprika waren die beliebtesten Gemüse. Die pädagogischen Maßnahmen umfassten Ausflüge zu Bauernhöfen, Schulgärten, Kochkurse und -wettbewerbe, Unterricht mit Ernährungsberatern, Spiele und mehr. Milch, aromatisierte Milch und fermentierte Milcherzeugnisse wie Joghurt waren die beliebtesten Kategorien des Milchprogramms. Außerdem wurde häufig Käse verteilt.

 

Zuweisung pro Mitgliedstaat für das Schuljahr 2018/2019

Mitgliedstaat

Schulobst und -gemüse (in EUR)

Schulmilch
(in EUR)

Belgien

3 405 459

1 613 200

Bulgarien

2 590 974

1 130 879

Tschechische Republik

3 956 176

1 785 706

Dänemark

2 290 761

1 460 645

Deutschland

24 868 897

10 552 859

Estland

547 336

724 335

Irland

1 757 779

900 398

Griechenland

3 218 885

1 550 685

Spanien

16 529 545

7 101 663

Frankreich

17 990 469

17 123 194

Kroatien

1 664 090

800 354

Italien

20 857 865

8 924 496

Zypern

290 000

500 221

Lettland

785 115

733 945

Litauen

1 099 281

1 076 520

Luxemburg

335 511

200 000

Ungarn

3 747 262

1 916 173

Malta

319 341

199 517

Niederlande

6 782 991

2 401 061

Österreich

2 832 220

1 232 449

Polen

14 532 073

10 846 847

Portugal

3 283 397

2 220 981

Rumänien

6 866 848

10 743 836

Slowenien

703 870

353 423

Slowakei

2 113 724

990 350

Finnland

1 599 047

3 824 689

Schweden

0

9 184 818

Vereinigtes Königreich

0

4 937 840

Insgesamt

144 968 917

105 031 083

 

Weitere Informationen

Überwachungsberichte der Mitgliedstaaten über das Schulobst- und -gemüseprogramm der EU im Zeitraum 2016/2017

Schulobst- und ‑gemüseprogramm sowie Schulmilchprogramm der EU

Vorläufige Mittelzuweisungen je Mitgliedstaat

 

 

 

 

 

IP/18/1823

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar