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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU-Katastrophenschutzforum 2018: EU und Tunesien wollen stärker zusammenarbeiten

Brüssel, 6. März 2018

Die Europäische Kommission hat heute eine Verwaltungsvereinbarung mit Tunesien geschlossen, um die Beziehungen auf dem Gebiet des Katastrophenschutzes und des Risikomanagements zu stärken.

In dem Dokument, das auf dem diesjährigen Europäischen Katastrophenschutzforum in Brüssel unterzeichnet wurde, werden die vorrangigen Bereiche der Zusammenarbeit bei der Katastrophenprävention, -vorsorge und -bewältigung beispielsweise bei Waldbränden, Überschwemmungen sowie Such- und Rettungsaktionen dargelegt. Das Dokument ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der privilegierten Partnerschaft zwischen der EU und Tunesien.

Der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides erklärte auf der Veranstaltung: „Globale Herausforderungen wie Naturkatastrophen erfordern gemeinsame Bemühungen und starke Partnerschaften. Die Vereinbarung ist ein Gewinn für beide Seiten und wird den Menschen in Notsituationen konkrete Hilfe bringen. Sie ist ein deutliches Zeichen für die starke und weitreichende Zusammenarbeit der EU mit Tunesien. Wir sind bereit, Tunesien als wichtigen Partner auf dem Gebiet des Katastrophenschutzes in unserer südlichen Nachbarschaft zu unterstützen. Das diesjährige EU-Katastrophenschutzforum war ein großer Erfolg, und dies ist eines der konkreten Ergebnisse.“

Im Rahmen der Vereinbarung soll Tunesien von Schulungen für Experten, der Aufstellung gemeinsamer Notfallabwehrpläne und einer engeren Zusammenarbeit mit dem Copernicus-Satellitensystem der EU profitieren. Die Initiative ist Teil der verstärkten Zusammenarbeit zwischen der EU und Tunesien in einer Reihe von Bereichen.

Das diesjährige Katastrophenschutzforum brachte eine große Gemeinschaft von Entscheidungsträgern, Katastrophenschutzexperten und Nothelfern zusammen, um bewährte Verfahren auszutauschen und ihre Zusammenarbeit auf allen Ebenen auszubauen. Die Teilnehmer des Forums diskutierten auch über den im November 2017 vorgelegten rescEU-Vorschlag der Kommission zur weiteren Stärkung der Fähigkeit Europas zur Katastrophenbewältigung.

Hintergrund

Wenn das Ausmaß einer Notlage die Reaktionsfähigkeit eines Landes übersteigt, bietet das EU-Katastrophenschutzverfahren den teilnehmenden Staaten koordinierte Hilfe. Zu den Teilnehmerstaaten gehören alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Norwegen, Serbien und die Türkei. Vereinbarungen über eine Zusammenarbeit mit weiteren Ländern, wie Tunesien, stellen die Zusammenarbeit auf eine förmliche Grundlage und stärken dadurch die gemeinsame Reaktion sowohl auf Naturkatastrophen als auch auf vom Menschen verursachte Katastrophen.

Nach der Vereinbarung mit Algerien vom Dezember 2016 ist dies das zweite Mal, dass eine Verwaltungsvereinbarung mit einem Land der südlichen EU-Nachbarschaft geschlossen wurde.

Weitere Informationen

Europäisches Katastrophenschutzforum 2018

Pressemitteilung „rescEU: ein neues europäisches System zur Bewältigung von Naturkatastrophen“

Katastrophenschutzverfahren der Union

Delegation der EU in Tunesien

IP/18/1522

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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