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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Die Europäische Kommission verstärkt ihre Führungsebene, um 2018/2019 und darüber hinaus überzeugende Ergebnisse liefern zu können

Brüssel, 21. Februar 2018

Die Europäische Kommission hat heute über mehrere Ernennungen entschieden, die ihr Top Management betreffen. Die besten Personen in den richtigen Positionen werden der Juncker-Kommission dabei helfen, starke Ergebnisse in 2018/2019 und darüber hinaus zu liefern.

Die heutigen Entscheidungen zur oberen Führungsebene betreffen strategische Schlüsselbereiche der Juncker-Kommission, von Klimaschutz, Forschung und Bildung über Jugend und Kultur, soziale Angelegenheiten und Beschäftigung bis hin zu Änderungen im Generalsekretariat der Kommission und dem Kabinett des Präsidenten. Mit den heutigen Ernennungen steigt der Anteil an Frauen in der Position eines Generaldirektors und eines stellvertretenden Generaldirektors erheblich. Während er im November 2014 bei nur 11 Prozent lag, beträgt der Anteil an Frauen in diesen Top-Positionen jetzt 36 Prozent. Das ist das Ergebnis von Präsident Junckers Engagement und Einsatz bis 31. Oktober 2019 einen Frauen-Anteil von mindestens 40 Prozent zu erreichen.

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker sagte dazu: „Es ist ein guter Zeitpunkt, um unser Top Management zu verstärken: So können wir in den verbleibenden 20 Monaten bis zum Ende dieser Kommission starke Ergebnisse liefern, um die strategische Agenda der Europäischen Union umzusetzen. Mit dem Wind in den Segeln setzen wir jetzt auf erfahrene, tatkräftige und hoch motivierte Seefahrer, die uns dabei helfen, das Schiff weiter in die richtige Richtung zu steuern. Ich habe darauf bestanden, dass wir mehr Frauen in den Führungspositionen unserer Institution brauchen. Deshalb ist es gut zu sehen, dass wir mit der heutigen Entscheidung den Anteil an Frauen in der Position eines Generaldirektors oder eines stellvertretenden Generaldirektors auf 36 Prozent angehoben haben. Das ist ein guter Fortschritt, den wir jetzt fortsetzen müssen.“

Das für Haushalt und Personal zuständige Mitglied der EU-Kommission, Günther H. Oettinger, sagte dazu: „Wir setzen die besten Personen auf die richtigen Positionen. Damit demonstrieren wir unsere Entschlossenheit, die aktuelle Gunst der Stunde zu nutzen und Ergebnisse zu liefern, um unsere politische Agenda umzusetzen. Wir bauen auf die Erfahrung dieser führenden Manager und stellen sicher, dass sie diese im bestmöglich Interesse unserer Institution einbringen können. Ich werde weiterhin großen Wert darauf legen, dass wir das von Präsident Juncker gesetzte Ziel erreichen und mindestens 40 Prozent Frauen im Management der Kommission haben.“

 

1. Fünf neue Generaldirektoren für die Juncker-Kommission, darunter zwei Frauen

Die Europäische Kommission hat heute entschieden, fünf neue Generaldirektoren zu ernennen. Damit heben wir einerseits den Anteil an Frauen in leitenden Management-Positionen an. Andererseits verbessern wir so die geographische Ausgeglichenheit, unter anderem mit Ernennungen aus Mitgliedstaaten, die zwischen 2004 und 2007 beigetreten sind. Folgendes wurde beschlossen:

-          Themis Christophidou wird neue Generaldirektorin der Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur: Die zyprische Staatsbürgerin war seit November 2014 Kabinettschefin des für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständigen Kommissars, Christos Stylianides. Themis Christophidou ist die erste zyprische Staatsangehörige, die zur Generaldirektorin der Europäischen Kommission ernannt wird. Dank ihrer mehr als 17-jährigen Arbeit für die Europäische Kommission, unter anderem als stellvertretende Kabinettschefin der ehemaligen Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, Androulla Vassiliou, kann Themis Christophidou nun in ihrer neuen Position auf wertvolle Erfahrungen aufbauen. So kann sie auf ihre Expertise zurückgreifen bei der Umsetzung der Beschlüsse zu Bildung und Kultur, die beim Gipfel in Göteborg gefasst wurden.

-          Mariana Kotzeva wird neue Generaldirektorin von Eurostat: Die bulgarische Staatsangehörige arbeitet seit Juli 2012 als stellvertretende Eurostat-Generaldirektorin in Luxemburg. Mariana Kotzeva ist die erste bulgarische Staatsangehörige, die zur Generaldirektorin der Europäischen Kommission ernannt wird. Sie ist auch die erste Frau an der Spitze des statistischen Amtes der Europäischen Union, Eurostat. Mit fast sechs Jahren Erfahrung bei Eurostat und mehr als zehn Jahren als Generalsekretärin und anschließend Präsidentin des bulgarischen Nationalen Statistischen Instituts verfügt Mariana Kotzeva über alle notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen für ihre neue Position.

-          Joost Korte wird neuer Generaldirektor der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration: Der niederländische Staatsbürger ist seit Januar 2017 stellvertretender Generaldirektor der Generaldirektion Handel. Mit seiner mehr als 31-jährigen Erfahrung in der Europäischen Kommission, darunter sechs Jahre als stellvertretender Generaldirektor, bringt Joost Korte die erforderliche und umfangreiche Erfahrung für diese Position mit. So wie er eine Schlüsselrolle bei den erfolgreichen Verhandlungen für die wegweisende Einigung über die Modernisierung der handelspolitischenSchutzmaßnahmen spielte, wird er nun dazu beitragen, die Ergebnisse des Göteborg-Gipfels für Arbeit und Wachstum umzusetzen. Er wird außerdem die Arbeiten der Kommission am Vorschlag für eine Europäische Arbeitsbehörde steuern, die Präsident Juncker in seiner Rede zur Lage der Union 2017 angekündigt hat, sowie den Europäischen Sozialfund auf den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen ausrichten.

-          Jean-Eric Paquet wird neuer Generaldirektor der Generaldirektion Forschung und Innovation: Der französische Staatsbürger ist seit November 2015 einer der drei stellvertretenden Generalsekretäre der Juncker-Kommission. Jean-EricPaquet verfügt über 23 Jahre Erfahrung in der Europäischen Kommission. Zuletzt hat er dazu beigetragen, die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion und zur Industriepolitik-Strategie zu erarbeiten. Sowohl als stellvertretender Kabinettschef des ehemaligen Kommissars für Forschung, Philippe Busquin, als auch in seiner aktuellen Rolle als stellvertretender Generalsekretär, in der er den Prozess des Europäischen Semesters gestärkt hat, konnte er wertvolle Erfahrungen gewinnen. Dank dieser Expertise ist er sehr geeignet für seine neue Position.

-          Mauro Petriccione wird neuer Generaldirektor in der Generaldirektion Klimaschutz: Der italienische Staatbürger ist seit September 2014 stellvertretender Generaldirektor in der Generaldirektion Handel. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet er für die Europäische Kommission, vor allem zu Handelsfragen. Zuletzt war er Chef-Unterhändler der Kommission für die Handelsabkommen der EU mit Kanada und mit Japan. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Abkommen hat Mauro Petriccione bewiesen, dass er über alle notwendigen Fähigkeiten und die Erfahrung verfügt, um mit politisch sensiblen Verhandlungen umzugehen. Er wird daran mitwirken, eine volle Umsetzung des Übereinkommens von Paris durchzusetzen, was eine Top-Priorität der Juncker-Kommission ist.

Die derzeitigen Generaldirektoren Jos Delbeke (Generaldirektion Klimaschutz), Michel Servoz (Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration) und Robert-Jan Smits (Generaldirektion Forschung und Innovation) werden Berater „hors classe“ beim European Political Strategy Centre (EPSC, dem internen Think Tank der Kommission). Sie beraten den Präsidenten und das Kollegium direkt. Michel Servoz wird hochrangiger Berater für Robotik, Künstliche Intelligenz und die Zukunft europäischen Arbeitsrechts; Jos Delbeke wird hochrangiger Berater für die Beziehungen zum Europäischen Hochschulinstitut Florenz; und Robert-Jan Smits wird hochrangiger Berater für einen Aufgabenbereich, der noch festgelegt wird.

Mit der Ernennung von Paraskevi Michou, die zum 1. März die erste Generaldirektorin für Migration und Inneres wird, sowie von Jean-Eric Paquet, der am 1. April als Generaldirektor der Generaldirektion Forschung und Innovation antritt, werden zwei der drei Positionen eines stellvertretenden Generalsekretärs heute ausgeschrieben. Diese sollen so schnell wie möglich besetzt werden, spätestens aber bis April 2018.

 

2. Fünf neue stellvertretende Generaldirektoren, darunter vier Frauen

Die Europäische Kommission hat entschieden, fünf neue stellvertretende Generaldirektoren zu ernennen, davon sind vier Frauen. Das bedeutet, dass sich die Anzahl der Frauen in der Position eines stellvertretenden Generaldirektors vervierfacht. Damit wird für diese Position das Ziel von mindestens 40 Prozent erreicht, im Vergleich zu nur 8 Prozent zu Beginn des Mandates der Juncker-Kommission.

-          Viviane Hoffmann wird die neue stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur: die luxemburgische Staatsbürgerin ist seit Oktober 2014 Direktorin in der Generaldirektion Kommunikation. Sie kann auf 30 Jahre Erfahrung in der Europäischen Kommission zugreifen. So war sie in drei aufeinander folgenden Mandaten stellvertretende Kabinettschefin für die damalige Vize-Präsidentin und Kommissarin Viviane Reding, die während ihres ersten Mandates für Erziehung und Kultur zuständig war. Viviane Hoffmann kann somit in ihrer neuen Position eine breite politische und institutionelle Erfahrung einbringen. Da sie zuletzt für die Bürgerdialoge und die Debatte zur Zukunft Europas zuständig war, wird sie viele neue Ideen beisteuern können für die Entwicklung neuer Kommissionsstrategien für Jugend und Bildung, welche eine prominente Rolle in der Agenda der EU-Führungsspitzen spielen.

-          Andriana Sukova wird neue stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration: die bulgarische Staatsbürgerin ist seit August 2010 Direktorin in der Generaldirektion Beschäftigung. Andriana Sukova arbeitet seit mehr als sieben Jahren in der Generaldirektion Beschäftigung und war dort vor allem mit dem Monitoring und der Umsetzung der Programme des Europäischen Sozialfunds befasst. Damit hat sie Kompetenzen erworben, die auch für die anstehenden Verhandlungen des mehrjährigen Finanzrahmens entscheidend sind, den die Kommission im Mai vorschlägt. Als ehemalige stellvertretende Landwirtschaftsministerin Bulgariens und als Kabinettsmitglied der ehemaligen Kommissarin für Verbraucherschutz, Meglena Kuneva, verfügt Andriana Sukova damit über wichtige politische Erfahrungen für ihre neue Position.

-          Signe Ratso wird neue stellvertretende Generaldirektorin in der Generaldirektion Forschung und Innovation. Die estnische Staatsbürgerin arbeitet seit März 2011 als Direktorin in der Generaldirektion Handel. In den 12 Jahren, in denen Signe Ratso Erfahrung in der Generaldirektion Handel gesammelt hat, beschäftigte sie sich unter anderem mit Fragen des Marktzugangs und der Industrie– zwei Bereiche, die ebenfalls wichtig sind, wenn es darum geht, die EU-Politik für Forschung und Innovation weiterzuentwickeln. Als ehemalige stellvertretende Generalsekretärin für Europäische Integration und Internationale Zusammenarbeit des Estnischen Ministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten und Kommunikation, verfügt Frau Ratso über die politische Erfahrung, die für ihre neue Position von Bedeutung ist, vor allem für den bevorstehenden Vorschlag der Kommission zum neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation.

-          Céline Gauer wird neue stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Die französische Staatsbürgerin ist seit Juli 2014 Direktorin in der Generaldirektion Wettbewerb. Ihre 24 jährige Kommissionserfahrung gewann Céline Gauer insbesondere im Bereich Wettbewerb, wo sie an Fällen zu Energie und Umwelt gearbeitet hat; sie war außerdem zuständig dafür, ein Netzwerk nationaler Wettbewerbsbehörden aufzubauen, und hat in der Generaldirektion zum Verbraucherschutz beigetragen. Dank dieser Erfahrungen ist sie gut geeignet für ihre neue Position.

-          Koen Doens wird neuer stellvertretender Generaldirektor in der Generaldirektion Entwicklung und Zusammenarbeit: Der belgische Staatsbürger arbeitet seit November 2014 in der Generaldirektion Entwicklung. Koen Doens verfügt über 14 Jahre Erfahrung in der Europäischen Kommission. Darüber hinaus hat er mehr als 10 Jahre an diplomatischer Erfahrung dank seiner Arbeit im belgischen Außenministerium und für drei belgische Minister, die für Auswärtige Angelegenheiten und Handel zuständig waren. Unter dem ehemaligen Präsidenten Barroso stand er außerdem dem Sprecherdienst der Europäischen Kommission vor und ist daher versiert in politischer Kommunikation. Im Rahmen seiner jüngsten Tätigkeit in der Generaldirektion Entwicklung hat er entscheidend dazu beigetragen, den Treuhandfonds für Afrika aufzubauen, der bei den Ursachen der Migration ansetzt.

Im Anschluss an diese Entscheidungen schreibt die Europäische Kommission fünf Positionen eines stellvertretenden Generaldirektor aus (zwei in der Generaldirektion Handel und jeweils eine in der Generaldirektion Klimaschutz, der Generaldirektion Energie und Eurostat). Diese sollen so schnell wie möglich besetzt werden, spätestens bis April 2018.

 

3. Weitere Entscheidungen

Die Europäische Kommission hat heute zur Kenntnis genommen, dass der Präsident und Kommissar Oettinger entschieden haben, die derzeitigen Aufgaben von drei Generaldirektoren über das Rentenalter hinaus zu verlängern.

-          Jean-Luc Demarty bleibt Generaldirektor für die Generaldirektion Handel. Der französische Staatsbürger hat 30 Jahre Erfahrung in der Europäischen Kommission, unter anderem als Mitglied im Kabinett des früheren Kommissionpräsidenten Jacques Delors. Jean-LucDemarty hat in den vergangenen Jahren entscheidend dazu beigetragen, die Handelsagenda während der Juncker-Kommission zu revitalisieren. Dazu gehören Meilensteine, wie die Handelsabkommen mit Kanada und Japan und die noch laufenden Arbeiten für ein Handelsabkommen mit den Mercosur-Ländern sowie Mandate für Handelsabkommen mit Singapur, Neuseeland und Australien.

-          Dominique Ristori bleibt Generaldirektor in der Generaldirektion Energie. Der französische Staatsbürger verfügt über 40 Jahre Erfahrung in der Europäischen Kommission, darunter acht Jahre als Generaldirektor. Dominique Ristori hat entscheidend dazu beigetragen, die Europäische Energieunion zu formen, darunter auch die jüngsten Vorschläge der Kommission für saubere Mobilität und saubere Energie für alle.

-          Irene Souka bleibt Generaldirektorin der Generaldirektion Humanressourcen und Sicherheit. Die griechische Staatsbürgerin hat 38 Jahre Erfahrung in der Europäischen Kommission, darunter fast neun Jahre als Generaldirektorin für Humanressourcen und Sicherheit. Irene Souka ist erfahren und hat sich als vertrauenswürdig in Personalfragen bewiesen. Sie ist damit an der richtigen Stelle, um die Kontinuität und Stabilität im Übergang zur nächsten Europäischen Kommission sicherzustellen in einem Portfolio, bei dem es um viele sensible Fragen zur Karriere und zur persönlichen Zukunft der Mitarbeiter geht.

Die Europäische Kommission hat heute ebenfalls entschieden, zwei neue Direktoren in der Generaldirektion Entwicklung und Zusammenarbeit (DG DEVCO) zu ernennen: Henriette Geiger, eine deutsche Staatsangehörige, die derzeit Referatsleiterin in der DG DEVCO ist, und Felix Fernandez-Shaw, ein spanischer Staatsbürger, der derzeit im Kabinett der Hohen Vertreterin/Vizepräsidentin Mogherini ist.

 

Alle Lebensläufe zu den heutigen Ernennungen können hier aufgerufen werden:

https://ec.europa.eu/commission/publications/reinforcement-senior-management-february-2018_en

IP/18/1005

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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