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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Sicherheit im Straßenverkehr: Erfreuliche Ergebnisse für 2016: Anstrengungen zur Rettung von Menschenleben auf den Straßen der EU müssen weitergehen

La Valette, 28. März 2017

Die heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Statistiken zur Straßenverkehrssicherheit zeigen, dass im letzten Jahr die Zahl der Verkehrstoten unionsweit um 2 % zurückgegangen ist.

Die heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Statistiken zur Straßenverkehrssicherheit zeigen, dass im letzten Jahr die Zahl der Verkehrstoten unionsweit um 2 % zurückgegangen ist. 2016 kamen in der EU 25 500 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – das waren 600 weniger als 2015 und 6 000 weniger als 2010. Weitere 135 000 Menschen wurden nach Schätzungen der Kommission schwer verletzt.

Nachdem zwei Jahre lang kaum eine Verbesserung zu verzeichnen war, gelang 2016 die Wende und die positive Entwicklung setzte sich weiter fort, sodass insgesamt über die letzten sechs Jahre hinweg die Anzahl der Verkehrstoten um 19 % sank. Dieser Trend ist zwar erfreulich, doch reicht er möglicherweise noch nicht aus, wenn die EU ihr Ziel der Halbierung der Verkehrstoten im Zeitraum 2010 bis 2020 erreichen will. Hier sind alle Akteure aufgefordert, noch mehr zu tun. Dies gilt insbesondere für die nationalen und lokalen Behörden, die etwa im Rahmen der Durchsetzung von Vorschriften und der Sensibilisierung tagtäglich am stärksten gefordert sind.

Violeta Bulc, die für den Bereich Verkehr zuständige Kommissarin hierzu: „Die heute vorgelegten Statistiken zeigen eine Verbesserung und eine positive Entwicklung, auf der sich aufbauen lässt. Es sind aber nicht die Zahlen, die mir die meisten Sorgen bereiten – es geht um die Opfer und deren Familien. Allein heute werden wir weitere 70 Menschenleben auf den Straßen der EU verlieren und fünfmal so viele werden schwer verletzt werden! Ich fordere alle Verantwortlichen auf, ihre Bemühungen zu forcieren, damit wir unser Ziel, die Anzahl der Verkehrstoten zwischen 2010 und 2020 zu halbieren, erreichen können.“

Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, ist jedoch in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich hoch. Die Unterschiede werden zwar jedes Jahr geringer, doch Menschen, die in einem Mitgliedstaat leben, in dem der Anteil an Verkehrstoten mit am höchsten ist, haben ein immer noch dreifach höheres Risiko, Opfer eines Straßenverkehrsunfalls zu werden als diejenigen, die in Ländern leben, deren entsprechender Anteil zu den niedrigsten zählt.

2016 war auch das erste Jahr, in dem die Kommission Daten zur Zahl der Schwerverletzten im Straßenverkehr veröffentlichen konnte, denn 16 Mitgliedstaaten hatten ihre nach einer neuen gemeinsamen Definition erfassten Daten übermittelt. Ausgehend von diesen sich immerhin auf 80 % der EU-Bevölkerung beziehenden Daten schätzt die Kommission, dass im letzten Jahr 135 000 Menschen in der EU schwer verletzt wurden. Ein Großteil der Schwerverletzten entfällt auf besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer.

 

Konferenz zur Straßenverkehrssicherheit und informelle Ratstagung in Malta

Als Reaktion auf den in jüngster Zeit nur geringfügigen Rückgang der Verkehrsunfälle mit Todesfolge organisiert die Kommission vom 28. bis 29. März 2017 in Malta zusammen mit dem maltesischen Ratsvorsitz eine Fach- und Ministerkonferenz.

Die zweitägige Veranstaltung bietet Sachverständigen der Straßenverkehrssicherheit, Interessenvertretern und politischen Entscheidungsträgern Gelegenheit zu einer Bestandsaufnahme und zu Gesprächen darüber, wie sich die Anzahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr weiter reduzieren lässt. Auf der Ministerkonferenz wird eine Erklärung zur Straßenverkehrssicherheit abgegeben,

 

Weitere Informationen

MEMO: Statistik 2016 zur Straßenverkehrssicherheit: Was steckt hinter den Zahlen?

Arbeit der Kommission im Bereich der Straßenverkehrssicherheit und Statistiken zur EU-Straßenverkehrssicherheit

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@Bulc_EU

@Transport_EU

 

Anhang

Verkehrsunfälle mit Todesfolge je Millionen Einwohner

Vorläufige Statistik für 2016 – aufgeschlüsselt nach Ländern[1]

 

2010

2015

2016

20152016[2]

20102016

Belgien

77

65

56

-13 %

-24 %

Bulgarien

105

98

99

0 %

-9 %

Tschechische Republik

77

70

59

-16 %

-23 %

Dänemark

46

31

37

18 %

-18 %

Deutschland

45

43

39

-7 %

-12 %

Estland

59

51

54

6 %

-10 %

Irland

47

36

40

13 %

-11 %

Griechenland

112

73

75

2 %

-35 %

Spanien

53

36

37

2 %

-31 %

Frankreich

64

54

54

0 %

-13 %

Kroatien

99

82

73

-12 %

-28 %

Italien[3]

70

56

54

-5 %

-21 %

Zypern

73

67

54

*

-23 %

Lettland

103

95

80

-16 %

-28 %

Litauen

95

83

65

-22 %

-37 %

Luxemburg

64

64

52

*

-6 %

Ungarn

74

65

62

-6 %

-18 %

Malta

36

26

51

*

69 %

Niederlande[4]

32

31

33

4 %

3 %

Österreich

66

56

49

-11 %

-23 %

Polen

102

77

79

2 %

-23 %

Portugal

80

57

54

-10 %

-40 %

Rumänien

117

95

97

1 %

-19 %

Slowenien

67

58

63

8 %

-6 %

Slowakei

65

57

50

-12 %

-22 %

Finnland

51

49

45

-6 %

-8 %

Schweden

28

27

27

2 %

-1 %

Vereinigtes Königreich[4]

30

28

28

1 %

-4 %

EU

63

51,5

50

-2 %

-19 %

 

[1] Die Zahlen für 2016 basieren auf vorläufigen Daten; bei den endgültigen Daten könnten sich für einzelne Länder geringfügige Änderungen ergeben.

[2] Veränderungen in der Anzahl der Verkehrstoten in Prozent.

[3] Schätzung anhand der Daten von Januar bis Juni.

[4] Schätzung anhand der Daten von Januar bis September.

*Statistisch nicht signifikant.

 

 

IP/17/674

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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