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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU stockt Hilfe für die von Hunger und Dürre betroffenen Länder am Horn von Afrika um 165 Mio. EUR auf

Brüssel, 17. März 2017

Anlässlich eines offiziellen Besuchs bei der Afrikanischen Union kündigte der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, heute zusätzliche EU-Unterstützung zur Bewältigung der Krisen in Südsudan, Somalia und den Nachbarländern an.

Anlässlich eines offiziellen Besuchs bei der Afrikanischen Union in Addis Abeba kündigte der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, heute ein Hilfepaket im Wert von 165 Mio. EUR zur Bewältigung der zahlreichen Krisen in der Region am Horn von Afrika an.

EU-Kommissar Mimica erklärte hierzu: „Je schneller wir handeln, desto mehr Leben können wir retten. Dieses Hilfepaket im Wert von 165 Mio. EUR dient nicht nur der Deckung des dringendsten Bedarfs der südsudanesischen Bevölkerung im Land selbst und in der Region, sondern auch der Millionen von Menschen, die am Horn von Afrika von einer Hungersnot bedroht sind. Mit dieser zusätzlichen Unterstützung geht die EU beispielhaft voran, damit auch die anderen Mitglieder der internationalen Gemeinschaft umgehend handeln.“

Der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides sagte: „Die Europäische Union reagiert unverzüglich auf den Bedarf, der durch die schwere Hungersnot in Südsudan und die verheerende Dürre in Somalia, Äthiopien und Kenia entstanden ist. Wir werden im Rahmen dieser neuen Unterstützung unser Möglichstes tun, um die Auswirkungen der äußerst schwierigen Lage in der Region am Horn von Afrika einzudämmen.“

Krise in Südsudan

Im Rahmen des Hilfepakets sind 100 Mio. EUR für die Linderung der humanitären Krise bestimmt, die durch den gewalttätigen Konflikt in Südsudan entstanden ist. Von diesem Betrag werden 30 Mio. EUR für lebensrettende Hilfemaßnahmen zugunsten gefährdeter Bevölkerungsgruppen in Südsudan eingesetzt. Die Unterstützung umfasst zum einen Schutzmaßnahmen für gefährdete Frauen und Kinder sowie für Opfer von Menschenrechtsverletzungen, zum anderen soll auf die alarmierend hohe Zahl der Fälle von Unterernährung, auf Krankheiten und Probleme bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung eingegangen werden. Mit den restlichen 70 Mio. EUR werden die Nachbarländer Südsudans, insbesondere Äthiopien, Uganda, Kenia und Sudan, unterstützt, damit sie Menschen aus Südsudan, die in ihren Hoheitsgebieten vor dem Konflikt Zuflucht suchen, weiterhin Schutz und Hilfe bieten können.

Dürre in Somalia, Äthiopien und Kenia

Mit dem zweiten Teil des Hilfepakets (65 Mio. EUR) sollen die Folgen der schweren Dürre in Somalia, Äthiopien und Kenia bekämpft werden. Die sich ändernden klimatischen Bedingungen und das Ausbleiben der Regenfälle in den vergangenen drei Jahren haben zu einer humanitären Krise von enormem Ausmaß geführt. Die negativen Auswirkungen der Dürre dürften sich im Jahr 2017 noch weiter verschärfen, da die Regenfälle den Prognosen zufolge auch in der nächsten Regenzeit deutlich unter dem Durchschnitt liegen werden. Besonders angespannt ist die Lage in Somalia, wo die Zahl der Hilfebedürftigen drastisch auf 6,2 Millionen angestiegen ist, was der Hälfte der Bevölkerung entspricht, und im Laufe des Jahres 2017 eine echte Hungersnot droht. Eine entsprechende Vorwarnung wurde bereits im Februar dieses Jahres ausgesprochen.

Hintergrund

Das neue Hilfepaket dient der Aufstockung und Stärkung der EU-Hilfe in Höhe von 400 Mio. EUR, die 2016 bereitgestellt wurde, um in der Region die Auswirkungen der humanitären Krisen und des El-Niño-Phänomens zu lindern. Darüber hinaus ergänzt es die Mittelzuweisung in Höhe von 200 Mio. EUR, die die EU im Februar dieses Jahres genehmigt hat, um die neue Regierung Somalias bei der weiteren Überwindung der Fragilität und dem Aufbau einer resilienten Gesellschaft zu unterstützen.

IP/17/671

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