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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU unterstützt Niger bis 2020 mit 1 Mrd. EUR

Brüssel, 13. Dezember 2017

Die EU sieht für Niger im Zeitraum 2017-2020 Entwicklungshilfe in Höhe von insgesamt 1 Mrd. EUR vor. Dies gab der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung Neven Mimica anlässlich des Rundtischgesprächs der Geber Nigers in Paris bekannt.

Bei dieser Gelegenheit erklärte EU-Kommissar Mimica: „Niger steht vor zahlreichen Herausforderungen und hat bereits vielfach seinen starken politischen Willen zu deren Bewältigung und die dafür nötige Führungskraft unter Beweis gestellt. Die Europäische Union wird das Land im Zeitraum 2017-2020 mit rund 1 Mrd. EUR unterstützen. Wir werden dabei den Schwerpunkt auf die Bereitstellung grundlegender sozialer Dienste legen und gleichzeitig weiterhin die drängenden Sicherheitsherausforderungen angehen. Beides ist nötig, das eine darf nicht zulasten des anderen gehen.

Die EU-Unterstützung wurde gemeinsam mit der nigrischen Regierung festgelegt und auf die Umsetzung des nationalen Plans 2017-2021 für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Nigers abgestimmt. Die EU-Unterstützung stellt einen weiteren Beitrag zur Stärkung der staatlichen Kapazitäten und zur Bereitstellung soziale Dienste dar. Sie wird die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswachstum anregen, die Ernährungssicherheit und die Resilienz stärken und zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Einen besonderen Schwerpunkt werden die Gleichstellung der Geschlechter, die Stärkung der Rolle von Mädchen und größere Bildungschancen für Mädchen darstellen. Die EU-Unterstützung wird sich auch auf die Bemühungen um eine verantwortungsvolle Staatsführung, die Reform des Sicherheitssystems und des Justizwesens sowie die Bekämpfung der irregulären Migration und des Menschenhandels erstrecken.

Auf der Grundlage des Finanzrahmens von 1 Mrd. EUR haben EU-Kommissar Mimica und der Finanzminister Nigers, Massoudou Hassoumi, eine erste Finanzierungsvereinbarung über einen Betrag von 40 Mio. EUR unterzeichnet, mit dem die EU-Unterstützung für den Bereich Ernährung, Ernährungssicherheit und Resilienz aufgestockt wird. Außerdem wurde eine Vereinbarung über 64 Mio. EUR für den Bau von Hybridkraftwerken in Agadez und Gorou Banda unterzeichnet. Die Maßnahme wird von der französischen Entwicklungsagentur (Agence Française de Développement) kofinanziert; die EU-Zuschüsse belaufen sich auf 21 Mio. EUR.

Hintergrund

Niger steht vor großen Herausforderungen im Entwicklungsbereich. Dringend nötig sind grundlegende Dienstleistungen für die Bevölkerung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Entwicklung des ländlichen Raums und der Zugang zu Energie. Die EU-Unterstützung für Niger im Rahmen des Nationalen Richtprogramms (11. Europäischer Entwicklungsfonds) beläuft sich im Zeitraum 2014-2020 auf 596 Mio. EUR. Die Schwerpunktsektoren sind: 1) Ernährungssicherheit, Nährstoffversorgung und Resilienz, 2) Ausbau der staatlichen Kapazitäten zur Umsetzung sozialer Maßnahmen, 3) Sicherheit, Staatsführung und Friedenskonsolidierung und 4) Verbesserung der Straßenverkehrsverbindungen zu den von Unsicherheit und Konfliktrisiken betroffenen Gebieten.

Eingesetzt wird die gesamte Bandbreite der europäischen Instrumente, um Niger zum Wohle der Bevölkerung bei der Aufrechterhaltung der Stabilität in der Region, bei der Bewältigung der wirtschaftlichen, finanziellen und humanitären Herausforderungen und der Umsetzung seines nationalen Entwicklungsplans zu unterstützen. Niger ist das erste Empfängerland des Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika, dessen Ziel die Beseitigung der Ursachen von Instabilität, irregulärer Migration und Vertreibungen ist.

Die EU unterstützt Niger auch bei der Bewältigung von Instabilität und Unsicherheit, die durch die Zunahme bewaffneter Terrorgruppen und der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität sowie durch bewaffnete Überfälle, irreguläre Migration und Menschenhandel ausgelöst werden. Aus diesem Grund engagiert sich die EU als wichtigster Förderer der gemeinsamen Einsatztruppe der G5 der Sahelzone (Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad), die zur Verbesserung der Sicherheit und der grenzübergreifenden Zusammenarbeit in der Region beitragen soll.

Weitere Informationen

MEMO – Zusammenarbeit der Europäischen Union mit Niger

Pressemitteilung – Europäische Union verstärkt Unterstützung für Niger mit 609,9 Mio. EUR (15/12/2016)

IP/17/5233

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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