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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Europäische Union verabschiedet neues Hilfsprogramm zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Libyen

Brüssel, 12. Dezember 2017

Die Kommission hat ein neues, mit 10,9 Mio. EUR ausgestattetes Gesundheitsprogramm angenommen, mit dem die libysche Bevölkerung besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten soll.

Die von der EU finanzierte Maßnahme wird direkt der libyschen Bevölkerung zugutekommen und ihre Gesundheitsversorgung verbessern. Sie umfasst Hilfe bei der gesundheitlichen Versorgung von Müttern und Neugeborenen, Schulungen für künftige Krankenschwestern und ‑pfleger sowie Hebammen und die Festlegung einer nationalen Präventionsstrategie auf Ebene der landesweiten medizinischen Grundversorgung.

Die Europäische Union steht der libyschen Bevölkerung in diesen schwierigen Zeiten zur Seite. Dieses neue Hilfsprogramm zeigt, dass wir uns für die Linderung der Not der libyschen Bürgerinnen und Bürger einsetzen, indem wir ihre Gesundheitsversorgung – ein wichtiges öffentliches Gut – verbessern“, erklärte Johannes Hahn, Kommissar für die Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen.

Im Hinblick auf die bessere Bereitstellung und Qualität der Gesundheitsdienstleistungen wird der Schwerpunkt des neuen Programms vor allem auf den folgenden wesentlichen Diensten liegen: 

Gesundheitliche Versorgung von Müttern und Neugeborenen sowie Bluttransfusionsdienste: Die Maßnahmen werden für einen besseren Zugang zu einer hochwertigeren Gesundheitsversorgung von Müttern und Neugeborenen sorgen und die Funktionen der nationalen Bluttransfusionsdienste ausbauen.

Schulung und Ausbildung von Krankenschwestern/-pflegern und Hebammen: Die Maßnahmen werden zur Festlegung eines nationalen Strategieplans für Krankenpflege und Geburtshilfe, zu Vorbereitungskursen für Ausbildungseinsteiger im Einklang mit überarbeiteten Lehrplänen und zu einer verstärkten Aufnahme von angehenden Pflegekräften in ausgewählten Schulen beitragen.

Psychische Gesundheit, Drogenmissbrauch und psychosoziale Unterstützung: Die Maßnahmen sollen den psychosozialen Stress, psychische Probleme und den Drogen- und Medikamentenmissbrauch bei gefährdeten Gruppen wie ehemaligen Kombattanten und ausgegrenzten Jugendlichen verringern, indem der Zugang, die Verfügbarkeit und die Akzeptanz hochwertiger psychosozialer Betreuung und psychischer Gesundheitsfürsorge erhöht und das Personal in psychischen Pflegeeinrichtungen geschult und weiterqualifiziert werden.

Prävention und Bekämpfung nicht übertragbarer Krankheiten: Zu den Maßnahmen gehören die Festlegung einer soliden Präventionsstrategie auf Ebene der landesweiten medizinischen Grundversorgung, die Bestimmung besonders gefährdeter Personen, die frühe Diagnose und Intervention durch die Vermittlung von Gesundheitswissen in Bezug auf Aspekte der Lebensweise, die das Risiko chronischer Erkrankungen erhöhen, die Prävention von Begleiterkrankungen und Komplikationen mithilfe faktengestützter Praxisleitfäden, die Anleitung zur eigenständigen Gesundheitsfürsorge und die regelmäßige Überwachung einer Patientenkohorte.

Hintergrundinformationen

Die Europäische Union unterstützt Libyen dabei, das Land stabil und funktionstüchtig zu machen. Außerdem beteiligt sie sich an den Vermittlungsbemühungen der Vereinten Nationen in dieser Hinsicht. Das vor kurzem angenommene EU-Programm soll den Zugang zu hochwertigen Gesundheitsdiensten in Libyen, das seit einigen Jahren mit schwierigen Herausforderungen zu kämpfen hat, verbessern. Die Europäische Kommission finanziert diese Maßnahme mit dem Europäischen Nachbarschaftsinstrument (ENI), einer der Hauptunterstützungsquellen der EU für das Land.

Die EU hat ein Paket von derzeit fast 120 Mio. EUR im Rahmen der bilateralen Unterstützung für Libyen geschnürt, mit dem 37 Projekte in den folgenden sechs Bereichen gefördert werden: Zivilgesellschaft, Governance, Gesundheit, Jugend und Bildung, Migration und Schutz sowie Unterstützung des politischen Prozesses, der Sicherheit und der Vermittlung.

Weitere Informationen

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EU-Delegation in Libyen

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