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Europäische Kommission - Pressemitteilung

700 Mio. EUR zur Unterstützung von Flüchtlingen in der Türkei im Rahmen von Flaggschiffprogrammen für humanitäre Hilfe

Brüssel, 11. Dezember 2017

Die Kommission hat heute zusätzliche humanitäre Hilfe für zwei große Projekte im Rahmen der EU-Fazilität für Flüchtlinge in der Türkei angekündigt, die beide monatliche Überweisungen auf besondere Debitkarten vorsehen.

650 Mio. EUR fließen in das „Emergency Social Safety Net“ (ESSN; soziales Sicherheitsnetz für Notsituationen), das vom Welternährungsprogramm (WEP) verwaltet wird. Mit weiteren 50 Mio. EUR wird das von UNICEF durchgeführte Projekt „Conditional Cash Transfer for Education“ (CCTE; an bestimmte Bedingungen geknüpfte Bargeldzuweisungen für Bildungsleistungen) gefördert.

„Die EU, die im Bereich der humanitären Hilfe innovative Ansätze verfolgt, erhöht nun die Mittel für Programme, die konkrete Ergebnisse für mehr als eine Million Menschen erbringen. Mit einem Budget von 1 Mrd. EUR unterstützt das Sicherheitsnetz ESSN Flüchtlinge und Aufnahmegemeinschaften in der Türkei und trägt so zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bei. Ergänzt wird dies durch ein Programm, das den Schulbesuch von Kindern fördert, indem zusätzliche Gelder auf dieselbe Debitkarte überwiesen werden. Ich möchte die Großzügigkeit der türkischen Bevölkerung loben, die so viele Flüchtlinge beherbergt“, sagte der Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides.

Über das ESSN-Programm erhalten besonders bedürftige Flüchtlinge monatliche Überweisungen auf eine besondere Debitkarte, mit der sie wichtige Bedarfsgüter erwerben können. Diese Unterstützung kommt bereits mehr als 1,1 Millionen Flüchtlingen zugute und kann dank der zusätzlichen Finanzierung bis Ende Januar 2019 fortgesetzt werden. Mit den heute zugesagten Mitteln erreicht die Gesamtdotierung des ESSN 1 Mrd. EUR.

Das bereits Anfang dieses Jahres angekündigte CCTE-Projekt unterstützt Flüchtlingsfamilien, die ihre Kinder in der Schule anmelden und für ihren regelmäßigen Schulbesuch sorgen. Das von UNICEF durchgeführte Programm trägt zur Deckung der Bildungskosten bei und ermöglicht Familien, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Durch das Projekt werden inzwischen die Familien von mehr als 167 000 Kindern unterstützt; diese Zahl soll noch im ersten Durchführungsjahr auf 250 000 steigen.

Beide Programme werden in enger Partnerschaft mit dem Türkischen Roten Halbmond und den türkischen Behörden durchgeführt.

Hintergrund

Die Türkei ist das Land mit der größten Flüchtlingsbevölkerung der Welt – sie hat mehr als 3,4 Millionen Menschen aufgenommen. Die EU hat im Zeitraum 2016-2017 ihre Solidarität und Unterstützung für die Flüchtlinge und die Aufnahmegemeinschaften in der Türkei gezeigt, indem sie 3 Mrd. EUR über die Fazilität für Flüchtlinge in der Türkei bereitgestellt hat.

Von den Mitteln der Fazilität sind 1,378 Mrd. EUR für humanitäre Projekte bestimmt. 2016 und 2017 hat die EU in der Türkei 45 humanitäre Projekte mit 19 UN-Einrichtungen und NRO als Partnerorganisationen finanziert. Sie hat gemeinsam mit ihren Partnern und den türkischen Behörden unter anderem Projekte in den Bereichen Gesundheit und Bildung durchgeführt, um Flüchtlingen Zugang zu den Dienstleistungen zu erleichtern, die sie am dringendsten benötigen. Mit den EU-Mitteln wird dazu beigetragen, dass die Flüchtlinge ihren täglichen Grundbedarf decken können und Schutz erhalten.

Die EU hat bei den Programmen ESSN und CCTE – in Partnerschaft mit dem WEP und UNICEF – eng mit der türkischen Katastrophenschutz- und Notfallverwaltung (AFAD), den dem Innenministerium unterstellten Generaldirektionen für Migrationssteuerung sowie für Personenstandsregister und Staatsangehörigkeit, dem Ministerium für Familien- und Sozialpolitik und dem Ministerium für nationale Bildung zusammengearbeitet.

Weitere Informationen

Factsheet: Türkei: Flüchtlingskrise

Factsheet: EU-Fazilität für Flüchtlinge in der Türkei

Website: Soziales Sicherheitsnetz für Notsituationen (Emergency Social Safety Net – ESSN)

IP/17/5204

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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