Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission - Pressemitteilung

Erasmus+ 2016: Ein weiteres Rekordjahr

Brüssel, 30. November 2017

Die Europäischen Kommission erstattet heute zum Ende der Feierlichkeiten anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Erasmus-Programms Bericht über die Erfolge des Erasmus+-Programms im Jahr 2016.

Aus dem Bericht 2016 zu Erasmus+ geht hervor, welche Schlüsselrolle das Programm für ein robusteres, in gemeinsamen Werten vereintes Europa spielt.

Die Mittelausstattung von Erasmus+ wurde gegenüber dem Vorjahr um 7,5 % aufgestockt, sodass die EU einen Rekordbetrag von 2,27 Mrd. EUR investierte, um 725 000 Europäer mit einem Mobilitätsstipendium zu unterstützen, damit diese im Ausland studieren, ein Praktikum absolvieren, unterrichten, arbeiten oder Freiwilligendienst leisten können. Somit steigt die Zahl der Erasmus+-Teilnehmer auf über 2 Millionen seit Beginn des laufenden Programms im Jahr 2014. 2016 wurden aus den Mitteln des Programms ferner 21 000 Projekte unterstützt, die von 79 000 Organisationen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend durchgeführt wurden. Dies entspricht einem Anstieg von 15 % gegenüber 2015.

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, sagte: "Die Hälfte der siebjährigen Laufzeit von Erasmus+ ist nun vorüber. Es macht mich froh und stolz, dass das Programm zur Einigkeit in Europa beigetragen und die Resilienz sowohl der einzelnen Teilnehmer als auch unserer Gesellschaft insgesamt gestärkt hat. Das Mobilitätsprogramm Erasmus+ hilft den Teilnehmern bei der Entwicklung von Fähigkeiten und Kompetenzen und stärkt eine europäische Identität, die die nationalen und regionalen Identitäten ergänzt und bereichert. Daher haben wir die Staats- und Regierungschefs der EU auf ihrer Tagung in Göteborg am 17. November ermutigt, auf einen europäischen Bildungsraum hinzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass Mobilität bis 2025 für alle Realität wird, indem sie die Anzahl der Teilnehmer an Erasmus+ verdoppeln und es auch für benachteiligte Bevölkerungsgruppen erreichbar machen."

Wie die Ergebnisse zeigen, ist Erasmus+ auf einem guten Weg, um das Ziel, zwischen 2014 und 2020, 3,7 % der jungen Menschen in der EU zu unterstützen, zu verwirklichen. Außerdem wird deutlich, dass das Programm zu einem offenen Europa beitragen kann, in dem die Mobilität von Lernenden die Norm ist, wie von der Kommission in ihrer Mitteilung zur Stärkung der europäischen Identität durch Bildung und Kultur dargelegt, die von den Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Arbeitsessen in Göteborg, Schweden, am 17. November erörtert wurde.

Im akademischen Jahr 2015/2016 konnten Hochschulen im Rahmen von Erasmus+ 330 000 Studierende und Lehrkräfte empfangen und entsenden, davon 26 000 im Austausch mit Partnerländern. Frankreich, Deutschland und Spanien waren die drei Länder, aus denen die meisten Teilnehmer stammten, während Spanien, Deutschland und das Vereinigte Königreich die drei beliebtesten Aufnahmeländer waren.

Aus dem heute veröffentlichten Bericht geht auch hervor, inwieweit Erasmus+ 2016 zur Bewältigung umfassenderer sozialer Herausforderungen beitrug. Hierzu zählen auch Maßnahmen, durch die die soziale Eingliederung gefördert und sichergestellt wird, dass junge Menschen soziale, staatsbürgerliche und interkulturelle Kompetenzen erwerben und ihr kritisches Denken schulen.

  • 2016 wurden mit 200 Mio. EUR aus dem Programm Erasmus+ 1200 Kooperationsprojekte bezuschusst, durch die schwerpunktmäßig Toleranz, Nichtdiskriminierung und soziale Eingliederung gefördert werden.

  • Besonders aktiv war der Bereich Jugend mit Projekten zugunsten von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Migranten.

  • Eine spezifische Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (13 Mio. EUR) wurde veröffentlicht, um die Entwicklung politischer Maßnahmen und Strategien zur Verhütung von Radikalisierung und Gewaltbereitschaft und zur Förderung der Eingliederung benachteiligter Lernender, darunter Menschen mit Migrationshintergrund, voranzutreiben. Im Rahmen der Ausschreibung wurden 35 Projekte finanziert, an denen 245 Organisationen beteiligt sind. 

30-jähriges Jubiläum Erasmus+: Eine Erfolgsgeschichte

Die Veröffentlichung des Berichts fällt mit dem Ende der Feierlichkeiten anlässlich des 30. Jubiläums des Erasmusprogramms und der Vorlage der Erklärung der Erasmus+-Generation zur Zukunft von Erasmus+) zusammen. Im Laufe des Jahres 2017 nahmen mehr als 750 000 Menschen an über 1900 Veranstaltungen in 44 Ländern teil, um Erasmus+ zu feiern, die Wirkung des Programms zu erörtern und über seine Zukunft zu diskutieren. Es wurden 65 000 Artikel zu dem Programm veröffentlicht, die mehr als zwei Millionen mal in den sozialen Medien geteilt wurden und mehr als 90 Millionen Menschen erreichten. Die neue mobile Applikation Erasmus+ wurde seit Juni 2017 bereits mehr als 22 000 Mal heruntergeladen.

In Göteborg forderte Präsident Juncker die Staats- und Regierungschefs der EU auf, die Anzahl der jungen Menschen in der EU, die an Erasmus+ teilnehmen, bis 2025 von 3,7 % auf 7,5 % zu verdoppeln, was für den Zeitraum 2021-2027 Mittel in Höhe von 29,4 Mrd. EUR erforderlich macht. Auf der Tagung einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU darauf, Mobilität und Austausch unter anderem durch ein deutlich gestärktes, inklusives und erweitertes Erasmus+-Programm für Lernende aller Art voranzutreiben.

Die Kommission forderte die Erasmus+-Generation ferner auf, sich an der Debatte zu beteiligen, und hat einen Online-Treffpunkt für die Erasmus+-Generation eingerichtet. Aus der Diskussion gingen 30 Empfehlungen hervor, wie Erasmus+ "noch größer" werden und "noch größere Wirkung" auf die Zukunft Europas entfalten kann. Die Erklärung der Erasmus+-Generation wird heute offiziell vorgelegt und auf der Abschlussveranstaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten erörtert.

Hintergrund

Erasmus+ und seine Vorläuferprogramme gehören zu den erfolgreichsten Programmen der Europäischen Union. Seit drei Jahrzehnten bieten sie jungen Menschen insbesondere die Möglichkeit, im Ausland neue Erfahrungen zu sammeln und ihren Horizont zu erweitern. Was im Jahr 1987 als bescheidenes Austauschprogramm begann, an dem sich im ersten Jahr nur 3200 Studierende beteiligten, entwickelte sich zu einem richtungsweisenden Programm mit mittlerweile rund 300 000 teilnehmenden Hochschulstudierenden pro Jahr.

Das aktuelle Erasmus+-Programm verfügt in seiner Laufzeit von 2014 bis 2020 über Mittel in Höhe von 14,7 Mrd. EUR und wird 3,7 % aller jungen Menschen in der EU die Möglichkeit verschaffen, im Ausland zu studieren, ein Praktikum zu absolvieren, Arbeitserfahrungen zu sammeln und Freiwilligendienst zu leisten; das heißt das Programm wird in dem Zeitraum rund 3,3 Millionen jungen Menschen zugutekommen. Auch das geografische Zielgebiet des Programms ist erheblich gewachsen: von 11 Ländern im Jahr 1987 auf mittlerweile 33 (alle 28 EU-Mitgliedstaaten sowie die Türkei, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Norwegen, Island und Liechtenstein). Außerdem besteht die Möglichkeit von Partnerschaften mit Ländern in aller Welt.

Weitere Informationen unter:

Memo

Erasmus+-Jahresbericht 2016

Erasmus+-Informationsblatt

Länderspezifische Informationsblätter

Informationsblatt zum 30-jährigen Jubiläum von Erasmus

Informationsblätter zum europäischen Bildungsraum

 

IP/17/4964

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar