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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU unterstützt Erholung und Widerstandsfähigkeit in der Karibik mit 300 Mio. EUR

New York, 21. November 2017

Die Europäische Union bekräftigt auf der hochrangigen Geberkonferenz zur Karibik in New York ihr Engagement für die Karibikregion nach den jüngsten Hurrikanen Irma und Maria und sagt umfangreiche Unterstützung zu.

Der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, hat heute auf der hochrangigen Geberkonferenz in New York ein umfassendes Entwicklungshilfepaket von 300 Mio. EUR angekündigt, um die Karibikregion nach den Wirbelstürmen Irma und Maria zu unterstützen. Etwa ein Drittel des Gesamtbetrags sind neue Zuschussmittel für die Länder der Region.

Kommissar Mimica nahm hierzu wie folgt Stellung: „Die Länder in der Karibik wurden erneut von verheerenden Hurrikanen heimgesucht. Die Europäische Union steht der Region zur Seite und stellt mit ihrem Hilfspaket von 300 Mio. EUR dringend benötigte Unterstützung zur Beschleunigung der Erholung, zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und zur Förderung der Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft bereit. Die EU unterstützt die Region beim Ausbau ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturkatastrophen und dem Klimawandel.“

Ein Teil der Mittel dient der Deckung dringenden humanitären Bedarfs in Dominica, St. Kitts und Nevis sowie Kuba, doch der Großteil ist für die Unterstützung mittelfristiger Wiederaufbau- und Rehabilitationsmaßnahmen auf nationaler Ebene in Antigua und Barbuda, Dominica, St. Kitts und Nevis, Kuba sowie in den überseeischen Ländern und Gebieten (ÜLG) bestimmt. Auf regionaler Ebene wird die Unterstützung der EU zu einer besseren längerfristigen Widerstandsfähigkeit beitragen, indem die Katastrophenvorsorge in der Region sowie die Fähigkeit zur Anpassung an den Klimawandel gestärkt werden.

Am Rande der Konferenz wird Kommissar Mimica mit wichtigen Partnern aus der Karibik zu Gesprächen über den Wiederaufbau, die EU-Unterstützung und die bilateralen Beziehungen zusammentreffen. Letzteres betrifft auch die Aussichten auf die Erneuerung der Partnerschaft nach dem Cotonou-Abkommen, dessen Geltungsdauer 2020 endet. Das Cotonou-Abkommen stellt derzeit den Rechtsrahmen für die Beziehungen zwischen der EU und der Karibik dar.

Schließlich wird der Kommissar mit dem Präsidenten der Karibischen Entwicklungsbank, Dr. Warren Smith, ein neues Programm unterzeichnen, das die Entwicklung geothermischer Energiequellen unterstützen wird. Das Programm wird dazu beitragen, dass die betreffenden Länder ihre Abhängigkeit von Energieimporten verringern können, und so saubere Energiequellen fördern und die Energieversorgungssicherheit in der Region verbessern.

Hintergrund

Nach den Hurrikanen hat die EU unverzüglich reagiert und Soforthilfe für die in Not geratenen Menschen geleistet.

Im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Union haben die EU-Mitgliedstaaten logistische Unterstützung für humanitäre Hilfe, Fachwissen auf dem Gebiet des Katastrophenschutzes und Hilfe in Form von Sachleistungen für die betroffenen Länder und Gebiete der Karibik bereitgestellt. Ergänzt wurde dies durch humanitäre Hilfe in Höhe von 2,9 Mio. EUR für Unterkünfte, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, Nahrungsmittel, Logistik und Gesundheitsversorgung in Antigua und Barbuda, Dominica, St. Kitts und Nevis, Kuba, der Dominikanischen Republik, Haiti, St. Martin sowie auf den Turks- und Caicosinseln.

Darüber hinaus hat die Europäische Kommission innerhalb weniger Wochen nach der Katastrophe 7 Mio. EUR aus laufenden Programmen für die Staatshaushalte Anguillas und der Turks- und Caicosinseln ausgezahlt. Weitere Budgethilfe in Höhe von 3,5 Mio. EUR wird in Kürze an Dominica gezahlt.

Die EU hat außerdem Mittel für die Bedarfsermittlung nach Katastrophen zur Verfügung gestellt, die gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der Weltbank in Antigua und Barbuda sowie in Dominica durchgeführt wurde.

Mit Blick auf die Zukunft hat die EU die Widerstandsfähigkeit in den Mittelpunkt ihrer Entwicklungspolitik gestellt und dabei hervorgehoben, dass ein Übergang von der Kriseneindämmung zu Antizipation, Prävention und Vorsorge stattfinden muss. Daher wird die EU sich gemeinsam mit den karibischen Inseln bemühen, die strukturelle Anfälligkeit zu verringern und die Widerstandsfähigkeit der wirtschaftlichen Infrastruktur und der fragilen Ökosysteme an den Küsten gegenüber wiederholten extremen Naturereignissen zu stärken. Die EU-Mittel sind für Maßnahmen auf nationaler und regionaler Ebene bestimmt und sollen die Suche nach innovativen Finanzierungslösungen und Mechanismen ermöglichen, die die Länder der Karibik bei der Verringerung ihrer Anfälligkeit und beim Aufbau langfristiger Widerstandsfähigkeit unterstützen.

IP/17/4724

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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