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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Europäische Union kündigt 400 Mio. EUR an Unterstützung für Guinea an

Brüssel, 16. November 2017

Die Europäische Kommission hat angekündigt, dass sie 400 Mio. EUR zur Unterstützung des Nationalen Plans für wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Guinea bereitstellen will. Der Plan wurde heute in Paris auf der Tagung der Beratenden Gruppe vorgestellt.

Der Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, erklärte hierzu: „Vor drei Jahren wurde Guinea von Ebola heimgesucht. Heute hat sich das Land erholt, aber es ist nach wie vor mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Die Europäische Union wird dem guineischen Volk auch weiterhin zur Seite stehen und den Nationalen Plan für wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Guinea in Höhe von 400 Mio. EUR bis 2020 unterstützen. Dies bedeutet, dass wir zusätzlich zu der Hilfe, die wir insbesondere über den Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika bereits für Guinea bereitstellen, zusätzlich mehr als 100 Mio. EUR mobilisieren werden.“

Die Unterstützung soll dazu dienen, den Rechtsstaat und die demokratische Regierungsführung zu festigen und damit letztlich die Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken. Außerdem wird die Governance im Gesundheitsbereich unterstützt, um dem Staat zu ermöglichen, eine umfassende Basisgesundheitsversorgung für die Bevölkerung zu gewährleisten und seiner Rolle bei der Gesundheitsüberwachung gerecht zu werden. Zudem werden durch den Ausbau der Abwasserentsorgung auch die Potenziale der Hauptstadt Conakry und der mittelgroßen Städte als Innovations- und Wachstumszentren unterstützt.

Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen im Zuge des Ausbaus der wirtschaftlichen Infrastrukturen in den Bereichen Energie, Verkehr und städtische Entwicklung unterstützt die Europäische Union Guinea außerdem bei der Bekämpfung der Ursachen irregulärer Migration.

Kontext

Guinea erhält im Rahmen des 11. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) Unterstützung in Höhe von 244 Mio. Euro für den Zeitraum 2014-2020. Die Finanzierung erstreckt sich auf drei Schwerpunktbereiche: Konsolidierung des Rechtsstaats und der verantwortungsvollen Regierungsführung (92 Mio. EUR), städtische Abwasserentsorgung (84 Mio. EUR) und Gesundheit (40 Mio. EUR). Des Weiteren werden Mittel für den Straßensektor (20 Mio. EUR) und für flankierende Maßnahmen zur Unterstützung der Umsetzung (8 Mio. EUR) bereitgestellt.

Auf regionaler Ebene erhält Guinea auch Unterstützung in den Bereichen Verkehr und Energie, so dass Mischfinanzierungen aus Darlehen und Zuschüssen (rund 90 Mio. EUR) unterstützt werden können.

Guinea gehört zu den Ländern, die für eine Förderung aus dem Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika in Betracht kommen. Daher profitiert das Land von zwei Projekten zur Förderung der sozioökonomischen Integration junger Menschen und der Rückkehr/Rückführung und Wiedereingliederung irregulärer Migranten (70 Mio. Euro).

 

IP/17/4691

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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