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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Voraussichtlich 2,7Mrd. EUR für Erasmus+ 2018

Brüssel, 25. Oktober 2017

Die Mittel für Erasmus+ werden 2018 voraussichtlich um mehr als 200 Mio. EUR – d. h. um 8 % gegenüber 2017 – aufgestockt.

Die Europäische Kommission hat heute die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen 2018 für Erasmus+, das Programm der Europäischen Union für Mobilität und Kooperation in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, veröffentlicht. Die jährliche Mittelausstattung des Programms soll um 200 Mio. EUR erhöht werden. Dadurch bietet Erasmus+ noch mehr Möglichkeiten für Menschen und Organisationen in Europa und darüber hinaus.

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, erklärte: „Ich freue mich, dass die Europäische Union bereit ist, im Jahr 2018 2,7 Mrd. EUR in Erasmus+ zu investieren, um äußerst wertvolle Bildungsprojekte zu unterstützen und Hunderttausenden jungen Europäerinnen und Europäern die Möglichkeit für ein Studium oder eine Ausbildung im Ausland zu bieten.Die Feierlichkeiten anlässlich des 30-jährigen Bestehens von Erasmus während des ganzen Jahres 2017 haben gezeigt, welch positive Wirkung diese Erfolgsgeschichte der EU auf das Leben von Menschen in ganz Europa hat. Wie Präsident Juncker im Juni unterstrich, ist jeder Euro, den wir in Erasmus+ investieren, eine Investition in die Zukunft eines jungen Menschen und in die Zukunft unserer europäischen Idee. Ich danke auch den Staats- und Regierungschefs, die die Idee unterstützen, dass Erasmus+ in Zukunft noch ehrgeizigere Ziele verfolgen sollte.“

Auch 2018 wird Erasmus+ seinen Beitrag zur Umsetzung der politischen Prioritäten der Kommission leisten, insbesondere zu den Zielen der jüngsten Initiativen „Eine europäische Erneuerungsagenda für die Hochschulbildung“ und „Ein guter Start ins Leben durch Schulentwicklung und hervorragenden Unterricht“. Das übergeordnete Ziel dieser Initiativen ist es, den Mitgliedstaaten dabei zu helfen, allen jungen Menschen eine hochwertige, inklusive und zukunftsorientierte Bildung zu bieten. Im Einklang mit der neuen europäischen Agenda für Kompetenzen wird Erasmus+ auch weiter eine tragende Rolle bei der Förderung sämtlicher Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen spielen, die die Menschen brauchen, um sich in unserer von schnellem Wandel geprägten Gesellschaft zu entfalten. Dazu gehören beispielsweise Querschnittskompetenzen wie Kreativität, Problemlösungsfähigkeiten und unternehmerisches Denken.

Insgesamt stehen für 2018 über Erasmus+ voraussichtlich 2,7 Mrd. EUR für folgende Zwecke zur Verfügung:

  • Förderung der Mobilität von jungen Menschen, Studierenden, Trainees, Auszubildenden und internationalen Freiwilligen sowie von Lehrkräften, Ausbildern und Jugendbetreuern
  • Gründung bzw. Stärkung von Partnerschaften zwischen Organisationen, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend tätig sind, und der Arbeitswelt
  • Förderung des Dialogs und des Aufbaus einer Wissensbasis, die die Voraussetzung für eine Reform der Bereiche der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie Jugend sind
  • Förderung von Spitzenleistungen in Lehre und Forschung im Zusammenhang mit Europastudien im Rahmen der Jean-Monnet-Aktivitäten
  • Förderung transnationaler Projekte im Bereich Sport mit dem Schwerpunkt Breitensport

Ähnlich wie in den vergangenen Jahren wird Erasmus+-Projekten zur Förderung der sozialen Inklusion durch Bildung, Jugendarbeit und Sport auch im Jahr 2018 Priorität eingeräumt.

Im Einklang mit der Mitteilung „Investieren in Europas Jugend“ der Kommission vom 7. Dezember 2016 soll der Schwerpunkt bei Lernenden im Bereich der Berufsbildung 2018 zunehmend auf die langfristige Mobilität gelegt werden (ErasmusPro).

Um 2018 noch mehr Menschen den Zugang zu Erasmus+ zu ermöglichen, wird die Kommission europaweit ein vereinfachtes Verfahren zur Einreichung von Finanzhilfevorschlägen über Online-Formulare einführen und die Finanzhilfemöglichkeiten für Schulen zur Teilnahme an Mobilitäts- und Austauschprojekten für Schüler und Personal vereinfachen.

Gleichzeitig hat die Kommission heute den Erasmus+-Programmleitfaden in allen Amtssprachen der EU veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die wichtigste Informationsquelle für Antragsteller, die ausführliche Informationen über alle Möglichkeiten im Rahmen der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen 2018 für Erasmus+ bietet.

 

Hintergrund

Erasmus+ ist das Programm der EU für den Zeitraum 2014-2020 für Mobilität und transnationale Zusammenarbeit in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, die von zentraler Bedeutung für die Zukunft der jungen Generationen und die Zukunft Europas sind.

Bildung und Jugendarbeit tragen zur Bewältigung der sozioökonomischen Herausforderungen bei, mit denen Europa derzeit konfrontiert ist, und fördern die Umsetzung der europäischen politischen Agenda für Wachstum und Beschäftigung. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle bei der Förderung der sozialen Inklusion und der europäischen Werte, indem sie soziale Integration, interkulturelle Verständigung und das Bewusstsein für eine europäische Identität stärken.

In diesem Zusammenhang ist eines der Ziele und einer der zentralen Grundsätze von Erasmus+, den Zugang für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erleichtern, besonders für sozial, wirtschaftlich, physisch oder geografisch benachteiligte Personen.

 

Weitere Informationen:

Erasmus+ – Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen und Programmleitfaden

Erasmus+

 

IP/17/4082

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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