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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Europäische Union übernimmt Vorreiterrolle bei globalen Maßnahmen für einen verantwortungsbewussteren Umgang mit den Weltmeeren

Malta, 6. Oktober 2017

Öffentliche und private Akteure sagen auf von Europäischer Union in Malta veranstalteter Konferenz über 6 Milliarden EUR für eine bessere Bewirtschaftung unserer Ozeane zu.

Anlässlich der von der Hohen Vertreterin/Vizepräsidentin, Federica Mogherini, und dem Kommissar für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei, Karmenu Vella, gemeinsam organisierten Konferenz „Unser Ozean“ 2017 in Malta kündigte die Europäische Kommission die Bereitstellung von über 550 Mio. EUR für EU-Initiativen an, mit denen die globalen Herausforderungen in Bezug auf die Ozeane bewältigt werden sollen.

Die in Malta von der Kommission und anderen öffentlichen und privaten Akteuren aus 112 Ländern zugesagten Mittel belaufen sich auf über 6 Mrd. EUR. Die Mittel werden dazu dienen, im Einklang mit dem Übereinkommen von Paris und den Zielen für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Agenda 2030 die Meeresverschmutzung zu bekämpfen und Schutzgebiete auszuweiten, die Sicherheit der Weltmeere zu erhöhen, Initiativen der „Blauen Wirtschaft“ und die nachhaltige Fischerei zu fördern sowie die Anstrengungen der EU zur Bekämpfung des Klimawandels zu verstärken. Darüber hinaus haben die Teilnehmer angekündigt, neue Meeresschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von über 2,5 Mio. km², das ist mehr als die Hälfte der gesamten Europäischen Union, einzurichten.

Die vollständige Liste der mehr als 400 Verpflichtungen (36 von der EU, über 200 von Drittländern, mehr als 100 von Unternehmen und einige weitere von NRO, Forschungsinstituten und internationalen Organisationen) ist online verfügbar.

Dazu Frans Timmermans, Erster Vizepräsident der Kommission: „Die Europäische Kommission hat mit konkreten Verpflichtungen ihr starkes Engagement für Nachhaltigkeit, Sicherheit und Reichtum unserer Ozeane unter Beweis gestellt. Wenn nämlich die Ozeane in Gefahr sind, sind wir es auch, denn sie ernähren unseren Planeten und unsere Bevölkerung und sie verbinden uns mit unseren Partnern in aller Welt.“

Die Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin Federica Mogherini ergänzte: „Das Meer ist ein globales Allgemeingut. Es ist unser Ozean, denn er gehört der Menschheit und damit jedem einzelnen Menschen. Wir alle sind dafür verantwortlich, ein Allgemeingut zu erhalten – es wie einen Schatz zu hegen und zu verhindern, dass es zu einer Bedrohung wird. Die Europäische Union ist der Überzeugung, dass eine globalisierte Welt kooperativ, global und verantwortungsvoll verwaltet werden muss. Wir glauben an die Macht der Diplomatie und wir investieren in sie, und wir glauben an und investieren in die Macht gemeinsamer Regeln und internationaler Einrichtungen. Eine globale verantwortungsvolle Verwaltung ohne kooperative Verwaltung der Ozeane ist kaum vorstellbar, ja eigentlich undenkbar.

Kommissar Karmenu Vella erklärte: „Vor drei Jahren hat mich Präsident Juncker gebeten, die globale Rolle der EU in Bezug auf den Umgang mit den Weltmeeren zu definieren. Ich denke, unsere gemeinsam erzielten Ergebnisse können sich sehen lassen: Unsere Politik an Land, wie das Engagement für die Kreislaufwirtschaft und die Verringerung von Plastikmüll, und auf See zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung, zur Ausweitung von Schutzgebieten sowie zur Nutzung der sauberen Energie der Ozeane führt dies glaubhaft vor Augen. Durch ihr Engagement hat sich die Europäische Union weltweit Respekt verschafft und spornt andere an.“

Kommissar Neven Mimica merkte an: „In diesen beiden Tagen sind wir unseren im Rahmen der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung bestehenden Verpflichtungen in Bezug auf die Ozeane gerecht geworden. Handwerkliche Fischer überall in der Welt haben bessere Chancen, sicher, legal und nachhaltig zu fischen. Die Nahrungsketten sind sicherer. Küstengebiete werden besser geschützt. Wir stellen uns der Herausforderung des Klimawandels. Für viele unserer Partner in Entwicklungsländern ist eine nachhaltige Meerespolitik eine Frage des Überlebens. Vor uns liegt noch ein langer Weg, aber die Richtung stimmt.“

Bei der Konferenz „Unsere Ozeane“ trafen öffentliche und private Akteure aus sechs Kontinenten zusammen, die sich gemeinsam einer besseren Meerespolitik und der nachhaltigen Nutzung der Ozeane verpflichtet haben. Die Verpflichtungen der EU reichen weit über ihre geografische Region hinaus und dienen der Unterstützung der nachhaltigen weltweiten Nutzung der Ozeane, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf den Entwicklungsländern liegt.

Bei der Konferenz ging zudem der private Sektor, unter anderem Airbus, Unilever, Procter & Gamble, PepsiCo, Marks & Spencer, Carrefour, Royal Caribbean Cruises, AXA und Sky, erstmals wesentliche Verpflichtungen ein.

Sie werden weiterverfolgt, damit auf der nächsten Konferenz „Unser Ozean“ 2018 in Indonesien über ihre Einhaltung Bericht erstattet werden kann.

Hintergrund

Anlässlich früherer, von der Regierung der Vereinigten Staaten (2014, 2016) und der Regierung Chiles (2015) veranstalteter Konferenzen, wurden weitreichende Verpflichtungen eingegangen und Milliarden von Euro zugesagt.

Bei der Konferenz „Unser Ozean“ 2017 ging es um Meeresschutzgebiete, nachhaltige Fischerei, Meeresverschmutzung und Klimawandel. In diesem Jahr hat die Europäische Kommission die Themen „blaue Wirtschaft“ und „maritime Sicherheit“ neu auf die Tagesordnung gesetzt. Die aus aller Welt angereisten Teilnehmer der Konferenz „Unser Ozean“ gingen wesentliche Verpflichtungen ein. Die EU treibt weiterhin andere internationale Anstrengungen voran, beispielsweise das Erreichen der Ziele für die nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Agenda 2030, wobei der Schwerpunkt auf Kontakten auf hoher Ebene, Partnerschaft und Maßnahmen liegt. Die Konferenz ergänzt ferner die EU-Initiative zur internationalen Meerespolitik, in der der Beitrag der EU zum verantwortungsvollen Umgang mit den Weltmeeren dargelegt und 50 konkrete Maßnahmen vorgeschlagen werden.

Weitere Informationen

Website „Unser Ozean“ 2017

Factsheet: EU weist den Weg mit ambitionierten Maßnahmen für sauberere und sicherere Meere

MEMO: Europäische Union bewirkt globale Maßnahmen für unseren Ozean

IP/17/3603

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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