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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Die Globalisierung meistern: Regionen können von EU-Unterstützung für den Aufbau widerstandsfähiger Volkswirtschaften profitieren

Brüssel, 29. September 2017

Die Regionen sind heute aufgerufen, sich für zwei Pilotprojekte der Kommission zu bewerben. Wenn sie ausgewählt werden, können sie von einer maßgeschneiderten finanziellen und technischen EU-Unterstützung für den Umbau ihrer Volkswirtschaften und die Modernisierung ihrer Industrie profitieren.

Die zwei Pilotprojekte wurden im Juli 2017 von der Kommission vorgestellt. Sie zielen darauf ab, die europäischen Regionen stärker dabei zu unterstützen, in ihre Wettbewerbsnischen zu investieren („intelligente Spezialisierung“) und die erforderliche Innovation und Widerstandsfähigkeit sowie das notwendige Wachstum zu generieren, um die Globalisierung zu meistern.

Die für Regionalpolitik zuständige Kommissarin Corina Crețu äußerte sich wie folgt: „Auf fünf Faktoren kommt es an, wenn eine Region in einer globalisierten Volkswirtschaft in der Wertschöpfungskette aufsteigen will: Innovation, Digitalisierung, Dekarbonisierung, Ausbau von Kompetenzen und Abbau von Investitionshindernissen. Unsere heute eingeleiteten Pilotprojekte zeigen, dass die EU bereit ist, ihre Regionen bei jedem Schritt auf diesem Weg zu begleiten.“

Der Ansatz der intelligenten Spezialisierung wurde 2014 in alle regionalpolitischen Programme aufgenommen und hat durch die enge Einbeziehung lokaler Unternehmen und Forscher die Art und Weise verbessert, wie die Regionen ihre Innovationsstrategien konzipieren. Die Pilotprojekte bauen auf diesen positiven Erfahrungen auf. Die Kommission veröffentlicht heute zwei Aufrufe zur Interessenbekundung:

Aufruf 1: Zielgerichtete Unterstützung für vom industriellen Wandel betroffene Regionen

Einige Regionen tragen die Kosten der Globalisierung, ohne bisher von den mit der Globalisierung verbundenen Vorteilen zu profitieren. Sie sind häufig gekennzeichnet durch einen massiven Arbeitsplatzabbau, verbunden mit dem Fehlen angemessener Kompetenzen, hohen Arbeitskosten und Deindustrialisierung.

Regionen, die vor diesen konkreten Herausforderungen stehen, können folgende Angebote in Anspruch nehmen:

1. Zielgerichtete Unterstützung durch in „regionalen“ Teams organisierte Kommissionsexperten aus verschiedenen Generaldirektionen, die den Regionen bei der Konzeption regionaler Strategien für den wirtschaftlichen Wandel helfen.

Je nach spezifischen Bedürfnissen und Vorteilen der Regionen wird die Kommission externe Experten engagieren, um die Arbeit der Regionen zu unterstützten. Dabei kann es sich beispielsweise um Experten für Finanzierungsinstrumente, Unternehmensberater oder Wissenschaftler aus dem Bereich fortschrittlicher Fertigungsverfahren handeln. Für diese externen Experten stellt die Kommission bis zu 200 000 EUR je Region aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereit.

2. Zusätzliche Unterstützung der Regionen durch die Europäische Beobachtungsstelle für Cluster und den industriellen Wandlungsprozess bei der Entwicklung von Clusterstrategien und dem Aufbau besserer Verbindungen zwischen lokalen Unternehmen, Forschungszentren und der Wissenschaft.

3. Bis zu 300 000 EUR aus dem EFRE für die Unterstützung der zügigen Umsetzung der regionalen Strategien für den wirtschaftlichen Wandel, sofern ausreichende Fortschritte bei deren Entwicklung erzielt werden.

Der Aufruf richtet sich insbesondere an „Übergangsregionen“ und „stärker entwickelte Regionen“[1]. Das Ergebnis wird eine Vorauswahl von fünf Regionen sein. Je nachdem, wie groß das Interesse ist, veröffentlicht die Kommission einen erneuten Aufruf mit einem neuen, vergleichbaren Budget, um weitere fünf Regionen in die Vorauswahl aufzunehmen.

Aufruf 2: Interregionale Partnerschaften zur Entwicklung wettbewerbsfähiger europäischer Wertschöpfungsketten

Dieses Pilotprojekt stellt darauf ab, „bankfähige“ interregionale Projekte in vorrangigen Bereichen wie Big Data, Bioökonomie, Ressourceneffizienz, vernetzte Mobilität, Gesundheit, aktives Altern oder Cybersicherheit zu vermarkten und auszubauen.

Transnationale Partnerschaften regionaler Behörden aus mindestens vier verschiedenen EU-Mitgliedstaaten mit Universitäten, Forschungszentren, Clustern und Unternehmen können sich um die Unterstützung der Kommission für die Entwicklung ihrer Projekte und die Erschließung neuer Märkte bewerben.

Fünf bis zehn ausgewählte Partnerschaften werden zielgerichtete Unterstützung durch spezielle Teams der Kommission erhalten, die Experten aus mehreren Fachabteilungen sowie externe Fachleute umfassen. Der Aufbau dieser Partnerschaften wird mit insgesamt 1 Mio. EUR aus dem EFRE unterstützt.

Nächste Schritte:

Die Regionen können sich bis zum 31. Oktober 2017 bewerben. Die Ergebnisse der Aufrufe werden Anfang Dezember veröffentlicht.

Weitere Informationen

Inforegio – Wie kann man sich bewerben?

Factsheet – Pilotaktionen: Intelligente Spezialisierung

Factsheet – Was ist intelligente Spezialisierung?

Mitteilung vom Juli 2017 – Stärkung der Innovation in Europas Regionen

Juli 2017 MEMO – Anstehende Herausforderungen: Förderung des innovationsgesteuerten Wachstums in EU-Regionen

 

[1] In „Übergangsregionen“ liegt das Pro-Kopf-BIP zwischen 75 % und 90 %, in „stärker entwickelten Regionen“ bei über 90 % des EU-Durchschnitts.

IP/17/3501

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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