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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU verstärkt Reaktion auf Syrien-Krise mit zusätzlichen Mitteln für UNICEF

New York, 19. September 2017

Die EU stellt im Rahmen des Regionalen Treuhandfonds der Europäischen Union als Reaktion auf die Syrien-Krise zusätzliche Mittel in Höhe von 90 Mio. EUR für UNICEF bereit. Damit kann UNICEF wichtige Hilfsleistungen und Unterstützung für Kinder und Jugendliche aus der syrischen Flüchtlingsgemeinschaft und den Aufnahmegemeinschaften in Jordanien, Libanon und der Türkei leisten.

Die Vereinbarung über das zusätzliche Mittelpaket der EU wurde heute von EU-Kommissar Johannes Hahn und dem Exekutivdirektor von UNICEF, Anthony Lake, unterzeichnet. Mit diesem jüngsten Beitrag erhöht sich die Finanzierung aus dem Treuhandfonds der Europäischen Union für die Arbeit von UNICEF im Zusammenhang mit der Krise in Syrien auf fast 200 Mio. EUR.

Zum Beginn des neuen Schuljahres, auf das sich die Familien in der ganzen Welt derzeit vorbereiten, bekräftigt die Europäische Union ihr Engagement, dafür zu sorgen, dass auch die vom Krieg in Syrien betroffenen Kinder wieder in die Schule gehen können. Das Hilfsprogramm über 90 Mio. EUR wird im Rahmen des Regionalen Treuhandfonds der Europäischen Union als Reaktion auf die Syrien-Krise bereitgestellt und soll UNICEF ermöglichen, wichtige Bildungs- und Schutzleistungen für rund 260 000 Kinder und Jugendliche aus der syrischen Flüchtlingsgemeinschaft und den Aufnahmegemeinschaften in Jordanien, Libanon und der Türkei zu leisten, damit diese die Schule besuchen und wieder lernen können.

Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, den Zugang zu hochwertiger Bildung für Kinder und Jugendliche in allen Ländern zu fördern, die von der Krise in Syrien betroffen sind“, sagte Johannes Hahn, EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, bei der feierlichen Unterzeichnung des Programms. „Es geht darum, Hoffnung zu geben und alles in unserer Macht Stehende zu tun, um zu verhindern, dass eine verlorene Generation von Kindern heranwächst.Dank der Zusammenarbeit zwischen der EU und UNICEF können Kinder in Jordanien, Libanon und in der Türkei wieder zur Schule gehen und haben Zugang zu sicheren Stätten für außerschulische Bildung, zu Schutzleistungen und zu psychosozialer Betreuung“.

Infolge des nun schon seit sieben Jahren währenden Konflikts leben rund zwei Millionen Kinder als Flüchtlinge in Jordanien, Libanon und der Türkei, wodurch die bereits stark beanspruchten Aufnahmegemeinschaften und ihre Verwaltungen noch stärker unter Druck geraten.

Gemäß den im Rahmen der Geberkonferenzen für Syrien in den vergangenen sechs Jahren und zuletzt auf der Brüsseler Konferenz vom April 2017 gemachten Zusagen investieren die EU und UNICEF in die Zukunft Syriens und der Region: die Kinder.

Hintergrund

Ein zunehmender Teil der EU-Hilfe zur Stärkung der Resilienz der Nachbarländer Syriens wird über den im Dezember 2014 eingerichteten Regionalen Treuhandfonds der EU als Reaktion auf die Syrien-Krise bereitgestellt. Der Treuhandfonds ermöglicht integrierte Hilfsmaßnahmen der EU als Reaktion auf die Krise und geht dabei in erster Linie auf den Bedarf der syrischen Flüchtlinge und der überlasteten Aufnahmegemeinschaften und ihrer Verwaltungen in Nachbarländern wie Jordanien, Libanon, Türkei und Irak ein, und dies insbesondere im Hinblick auf die längerfristige Resilienz und die ersten Schritte im Erholungsprozess. Der EU-Treuhandfonds ist ein wichtiges Instrument, mit dem sowohl die Flüchtlinge als auch ihre Aufnahmegemeinschaften angesichts der anhaltenden Krise unterstützt werden.

Das derzeitige Gesamtvolumen des EU-Treuhandfonds beläuft sich inzwischen auf 1,3 Mrd. EUR – mit Beiträgen aus 22 Mitgliedstaaten, der EU und der Türkei. Insgesamt wurden bereits 1 Mrd. EUR für konkrete Hilfsprogramme für Flüchtlinge und deren Aufnahmegemeinschaften in der Region zugewiesen. Diese Programme betreffen folgende Bereiche: Grundbildung und Kinderschutz, Berufsausbildung und Hochschulbildung, Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung, Verbesserung der Wasserversorgungs- und Abwasserinfrastruktur, Stärkung der Resilienz sowie Förderung wirtschaftlicher Chancen und sozialer Inklusion.

Weitere Informationen

Regionaler Treuhandfonds der EU als Reaktion auf die Syrien-Krise

Factsheet: Regionaler Treuhandfonds der EU als Reaktion auf die Syrien-Krise

 

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Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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