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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Humanitäre Hilfe der EU: mehr Mittel für die Bildung von Kindern in Notsituationen

Brüssel, 20. September 2017

Der Zugang zur Bildung für Kinder in Notsituationen zählt zu den Schwerpunkten der humanitären Hilfe der EU.

Heute hat die Europäische Kommission angekündigt, dass sie die Finanzmittel für die humanitäre Hilfe zur Finanzierung der Bildung von Kindern, die in einem der Krisengebiete der Welt leben, weiter aufstocken wird. Im Jahr 2018 werden 8 % der EU-Mittel für die humanitäre Hilfe für die Bildung in Notsituationen bereitgestellt; dies liegt weit über dem internationalen Durchschnitt, der weniger als 3 % beträgt.

„Die EU ist weltweit führend bei der Förderung von Bildungsmaßnahmen in Notsituationen. Konkret bedeutet dies, dass Kindern, die unter schwierigsten Bedingungen leben, Chancen für die Zukunft eröffnet werden. Bei meinen Besuchen in zahlreichen Krisengebieten, ob in Flüchtlingslagern oder an Schauplätzen von Naturkatastrophen, zeigt sich immer wieder, dass Bildung weit mehr ist als ein Menschenrecht oder ein Grundbedürfnis. Bildung bedeutet Sicherheit, Würde und Schutz vor Radikalisierung. Die Förderung von Bildungsmaßnahmen ist die bestmögliche Investition in die Zukunft der schutzbedürftigsten Personen. Wir investieren in den Frieden“, erklärte Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, bei einer Veranstaltung zu Bildungsfragen mit hochrangigen Teilnehmern am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen 2017 in New York.

Mit dem EU-Beitrag von mehr als 86 Mio. EUR für 2018 wird weltweit der Zugang zur formalen und nicht formalen Bildung, einschließlich lebenspraktischer Kompetenzen und Berufsbildung, Freizeitaktivitäten und psychosozialer Hilfe, für Mädchen und Jungen in Krisengebieten unterstützt. Mehrere EU-Projekte haben Maßnahmen für Mädchen zum Gegenstand, bei denen sie Zugang zu Bildung erhalten sowie lebenspraktische Kompetenzen und berufliche Qualifikationen erwerben können. Außerdem ist die Bereitstellung von Schulmaterial und neuen Unterrichtsräumen für Kinder vorgesehen. Auch Lehrer und Eltern werden unterstützt und profitieren von Bildungsmaßnahmen.

Seit Beginn seines Mandats haben für EU-Kommissar Stylianides Bildungsmaßnahmen in Notsituationen einen hohen Stellenwert: So hat er die EU-Finanzhilfen für Bildungsprojekte zugunsten von Kindern von Jahr zu Jahr erhöht. Der Anteil der EU-Mittel für Bildungsmaßnahmen an der humanitären Hilfe ist von 1 % im Jahr 2015 auf 6 % im Jahr 2017 gestiegen und wird 2018 auf 8 % angehoben. Mit dieser Finanzhilfe konnten im Zeitraum 2012-2016 insgesamt 4 Millionen Kinder und Lehrer in 50 Ländern unterstützt werden.

Die humanitäre Hilfe der EU wird über Nichtregierungsorganisationen, UN-Agenturen und internationale Einrichtungen bereitgestellt, damit die schutzbedürftigsten Personen erreicht werden.

Hintergrund

Gegenwärtig erhalten rund 75 Millionen Kinder, die in Krisengebieten leben oder von Vertreibung betroffen sind, keinen guten Schulunterricht.

Bis Ende 2016 haben beinahe 4 Millionen Jungen und Mädchen in 50 Ländern weltweit von diesen Bildungsmaßnahmen profitiert: Es handelt sich um folgende Länder Afghanistan, Armenien, Bangladesch, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kolumbien, Demokratische Republik Kongo, Dschibuti Ecuador, Ägypten, El Salvador, Äthiopien, Georgien, Griechenland, Guatemala, Guinea, Haiti, Honduras, Indien, Iran, Irak, Jordanien, Kenia, Libanon, Libyen, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Mexiko, Myanmar, Niger, Nigeria, Pakistan, Palästina, Philippinen, Ruanda, Sierra Leone, Somalia, Südsudan, Sudan, Syrien, Tansania, Türkei, Uganda, Ukraine, Venezuela und Jemen.

Die von der EU finanzierten Bildungsmaßnahmen sind auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten, d. h. an Alter, Geschlecht und andere spezifische Gegebenheiten angepasst.

Im März 2017 hat die EU das bisher größte humanitäre Programm für Bildung in Notsituationen auf den Weg gebracht. Durch dieses Programm, das an Bedingungen geknüpfte Bargeldtransfers in Höhe von 34 Mio. EUR vorsieht, erhalten rund 230 000 Flüchtlingskinder die Möglichkeit, in der Türkei eine Schule zu besuchen.

Weitere Informationen

Factsheet zur Bildung in Notsituationen

Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission

IP/17/3273

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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