Navigation path

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission - Pressemitteilung

Für eine gerechtere Lebensmittelversorgungskette: Die Europäische Kommission fordert zur Meinungsäußerung auf

Brüssel, 16. August 2017

Die Europäische Kommission startet heute eine EU-weite öffentliche Konsultation zu der Frage, wie sich die Lebensmittelversorgungskette in der EU fairer gestalten ließe.

Landwirte, Bürger und andere interessierte Kreise werden aufgefordert, sich im Rahmen einer Online-Konsultation bis zum 17. November 2017 zum Funktionieren der Lebensmittelversorgungskette zu äußern.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Wertschöpfung der Lebensmittelversorgungskette nicht gerecht auf alle Stufen der Kette verteilt ist, weil beispielsweise kleinere und somit schwächere Marktteilnehmer wie Landwirte und kleine Unternehmen über eine andere Verhandlungsposition verfügen als ihre wirtschaftlich stärkeren und stark konzentrierten Geschäftspartner.

Der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige Kommissar Phil Hogan sagte: „Die Landwirte sind das erste Glied der Kette. Ohne sie gäbe es keine Lebensmittel zu verarbeiten, zu verkaufen und zu verbrauchen. Dabei stellen wir allerdings fest, dass sie häufig noch immer das schwächste Glied in der Kette sind. Im Einklang mit der langjährigen Praxis der Europäischen Kommission, den europäischen Landwirten zur Seite zu stehen, leiten wir Maßnahmen in die Wege, um die Schwächen der Lebensmittelversorgungskette zu beheben. Ich halte alle EU-Bürger, Landwirte und Interessenträger dazu an, sich im Rahmen dieser Online-Konsultation zu äußern.“

Der Europäischen Kommission ist daran gelegen, Informationen zu erhalten, um prüfen zu können, ob es notwendig und zweckmäßig ist, auf EU-Ebene Maßnahmen zu treffen, um unlautere Handelspraktiken im Zusammenhang mit Erzeugnissen der Agrar- und Ernährungswirtschaft einzudämmen oder zu regeln.

Darüber hinaus möchte die Kommission bewerten, in welchem Maße Markttransparenz entlang der Kette gegeben ist und auf welcher Stufe sie verbessert werden kann. Da ein gewisses Maß an Wettbewerb erforderlich ist, trägt die Konsultation dazu bei zu beurteilen, ob zusätzliche EU-Markttransparenzregeln eingeführt werden müssen.

Schließlich befasst sich der Fragebogen damit, wie hoch das Interesse an einer Zusammenarbeit der Erzeuger und an Vereinbarungen über die Wertteilung (namentlich die Aufteilung von Marktgewinnen und -verlusten infolge der Entwicklung der entsprechenden Marktpreise) ist, die in einigen Sektoren wie dem Zuckersektor bereits angewandt werden.

Die Arbeit der Taskforce „Agrarmärkte“ als Grundlage

Die Konsultation basiert auf den Arbeiten der Taskforce „Agrarmärkte“, die Kommissar Hogan im Januar 2016 eingerichtet hat. Die Taskforce schlug eine Reihe von konkreten Maßnahmen vor, um die Position der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette zu stärken. Die Konsultation baut darauf auf, sodass ihre Ergebnisse in die potenziellen künftigen Arbeiten der Kommission einfließen können.

Parallel dazu wurde zur Einsichtnahme und als Hintergrundinformation eine Eingangsfolgenabschätzung mit einer Reihe möglicher Politikoptionen veröffentlicht; außerdem wird eine umfassende Folgenabschätzung für eine etwaige künftige Initiative zur Verbesserung der Lebensmittelversorgungskette durchgeführt werden.

Etwaige künftige Vorschläge der Kommission werden auch mit dem breiteren Konzept zur Modernisierung und Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik abgestimmt werden.

Weitere Informationen

Öffentliche Konsultation zur Initiative zur Verbesserung der Lebensmittelversorgungskette – demnächst in allen EU-Sprachen

Eingangsfolgenabschätzung zur Lebensmittelversorgungskette

Beitrag zur Rechtsetzung und öffentliche Konsultationen der EU

IP/17/2521

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar