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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Schülerinnen und Schüler in der EU sollen Milch, Obst und Gemüse erhalten

Brüssel, 31. Juli 2017

Das neue Schulobst-, -gemüse- und -milchprogramm der EU startet am 1. August und kann in der gesamten Union ab dem ersten Tag des Schuljahres 2017/2018 umgesetzt werden.

Das Programm zur Förderung eines gesunden Essverhaltens bei Kindern beinhaltet die Verteilung von Obst, Gemüse und Milcherzeugnissen sowie spezielle Bildungsprogramme, um den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung einer gesunden Ernährung zu vermitteln und ihnen zu erläutern, auf welche Weise Nahrungsmittel erzeugt werden.

Die bereits bestehenden Programme, die im vergangenen Jahr über 20 Millionen Kinder erreichten, werden in diesem neuen Programm zusammengeführt und optimiert. Zwar ist die Teilnahme an dem Vorhaben freiwillig, aber alle 28 Mitgliedstaaten haben erklärt, dass sie im Schuljahr 2017/2018 an der Initiative teilnehmen wollen.

Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, hierzu: „Ich freue mich sehr, dass wir das neue Schulprogramm morgen vorstellen können. Dieses Programm ist eine wertvolle Stütze für Millionen europäischer Schülerinnen und Schüler und für Tausende von Landwirtinnen und Landwirten in allen Mitgliedstaaten. In den letzten Jahren hat diese Art der Förderung für die Landwirtinnen und Landwirte an Bedeutung gewonnen, zumal das neue Programm finanziell aufgestockt werden konnte. Hinzu kommt, dass das neue Programm meinem Anspruch auf Verwaltungsvereinfachung gerecht wird, indem die beiden bestehenden Programme – das Schulobst- und -gemüseprogramm sowie das Schulmilchprogramm – in einem einzigen Rechtsrahmen zusammengeführt werden. Zudem freue ich mich, gemeinsam mit Kommissionsmitglied Andriukaitis und Kommissionsmitglied Navracsics bei einer Initiative mitzuwirken, die darauf ausgerichtet ist, für eine gesündere Lebensweise zu werben. Ich bin davon überzeugt, dass dem neuen Programm im Rahmen dieser Initiative eine wichtige Rolle zukommt.“

Vorrangig sollen frisches Obst, Gemüse und Trinkmilch an die Schulkinder verteilt werden. Außerdem können verarbeitete Erzeugnisse wie Suppe oder Obstkompott, Saft, Joghurt und Käse verteilt werden, wenn diese Wahl von den nationalen Gesundheitsbehörden genehmigt wird. Zusätze von Zucker, Salz oder Fett sind nur in begrenzten Mengen erlaubt, sofern die zuständigen nationalen Gesundheitsbehörden diese genehmigen.

Die Mitgliedstaaten können selber entscheiden, wie sie das Programm umsetzen und z. B. begleitende thematische pädagogische Maßnahmen oder andere landwirtschaftliche Erzeugnisse in das Programm einbeziehen. Zudem haben sie die Möglichkeit, den EU-Beitrag durch einzelstaatliche Beihilfen zur Finanzierung des Programms aufzustocken.

Die Auswahl der Produkte beruht auf gesundheitlichen und ökologischen Erwägungen, dem jahreszeitlichen Angebot, der Vielfalt und der Verfügbarkeit der Produkte, wobei Erzeugnissen aus der EU Vorrang eingeräumt wird. Die Mitgliedstaaten können den Schwerpunkt auf lokale oder regionale Ankäufe, ökologische Erzeugnisse, kurze Versorgungsketten, ökologischen Nutzen oder Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse legen.

Von den für das Schuljahr 2017-2018 angesetzten EU-Mitteln in Höhe von 250 Mio. EUR werden rund 150 Mio. EUR für Obst und Gemüse und 100 Mio. EUR für Milch bereitgestellt.

Das neue Programm ist Teil der Vereinfachungsagenda von Kommissar Hogan. Diese Agenda ermöglicht Synergie- und Effizienzgewinne bei der Umsetzung des neuen Programms und ergänzt andere Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit und Bildung.

Ab dem 1. August 2017 werden die beiden bestehenden Programme – das Schulobst- und -gemüseprogramm sowie das Schulmilchprogramm – in einem einzigen Rechtsrahmen zusammengeführt. Die neuen Vorschriften sind auf mehr Effizienz, eine gezieltere Förderung und eine verstärkte pädagogische Dimension ausgerichtet.

Derzeit nehmen 24 Mitgliedstaaten an dem alten Obst- und Gemüseprogramm sowie 28 Mitgliedstaaten an dem alten Milchprogramm teil. Im vergangenen Jahr haben rund 20 Millionen Kinder vom Milchprogramm und etwa 11,7 Millionen Kinder vom Obst- und Gemüseprogramm profitiert.

Anhang: EU-Beitrag für das Schuljahr 2017/2018 

 

Mitgliedstaat

Endgültige Mittelzuweisung für Schulobst und -gemüse

in Euro

Endgültige Mittelzuweisung für Schulmilch

in Euro

Belgien

3 367 930

1 650 729

Bulgarien

2 677 109

1 167 367

Tschechische Republik

4 082 903

1 842 407

Dänemark

2 386 393

1 606 402

Deutschland

25 826 315

10 947 880

Estland

565 888

732 225

Irland

2 007 779

900 398

Griechenland

3 218 885

1 550 685

Spanien

12 932 647

6 302 784

Frankreich

17 990 469

17 123 194

Kroatien

1 720 946

800 354

Italien

21 704 956

9 261 220

Zypern

390 044

400 177

Lettland

813 091

745 497

Litauen

1 134 661

1 091 333

Luxemburg

343 568

193 000

Ungarn

3 885 599

1 972 368

Malta

372 747

144 750

Niederlande

7 063 251

2 401 061

Österreich

2 946 591

1 278 933

Polen

14 985 916

11 047 202

Portugal

3 283 397

2 220 981

Rumänien

6 866 848

10 865 578

Slowenien

727 411

363 811

Slowakei

2 185 291

1 020 425

Finnland

1 599 047

3 824 689

Schweden

0

9 245 859

Vereinigtes Königreich

0

4 219 008

Gesamt

145 079 683

104 920 317

Weitere Informationen

Pressemitteilung zur Annahme des neuen Programms

 

IP/17/2183

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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