Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN IT

Europäische Kommission - Pressemitteilung

Waldbrände in Italien: EU leistet Soforthilfe im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens

Brüssel, 13. Juli 2017

Aufgrund der heftigen Waldbrände in den südlichen Landesteilen hat Italien im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens um Unterstützung durch die Europäische Union gebeten. Die EU ist dieser Bitte umgehend nachgekommen.

Drei französische Löschflugzeuge sind bereits unterwegs, um den italienischen Behörden dabei zu helfen, die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, erklärte dazu: „Das Katastrophenschutzverfahren ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Solidarität praktiziert wird und wie Europa seine Bürgerinnen und Bürger durch die Bündelung von Ressourcen aus verschiedenen Ländern besser schützen kann. Ich bin Frankreich sehr dankbar, dass es in dieser Notlage unverzüglich Hilfe bereitgestellt hat. Unseren italienischen Freunden möchte ich versichern, dass Europa jederzeit weitere Unterstützung leisten wird, sobald es darum gebeten wird.“

Darüber hinaus hat die Europäische Union einen Experten entsandt, der bei der Koordinierung der Notfallmaßnahmen der EU vor Ort hilft. Die EU ist außerdem bereit, Satellitenüberwachung im Rahmen von Copernicus bereitzustellen.

Hintergrund

Am 12. Juli waren im Europäischen Waldbrandinformationssystem 24 Brände in Italien verzeichnet. Waldbrände wüten in großen Gebieten der südlichen Landesteile, d. h. in den Regionen Sizilien, Basilikata, Kampanien, Latium und Kalabrien. Die Waldbrandgefahr wird in den südlichen Regionen des italienischen Festlands und auf Sizilien auch weiterhin extrem hoch bleiben und auf Sardinien sogar zunehmen.

Die drei entsandten Flugzeuge sind Teil der Europäischen Notfallabwehrkapazität. Dies bedeutet, dass zusätzliche Löschflugzeuge zur Verfügung gestellt werden können, wenn die nationalen Kapazitäten nicht ausreichen. Bis zu 85 % der anfallenden Transportkosten können aus EU-Mitteln finanziert werden.

Italien hat nun zum dritten Mal seit der Einführung des Katastrophenschutzverfahrens der EU und zum ersten Mal seit den Waldbränden im Jahr 2009 Unterstützung angefordert. Verantwortlich für dieses Verfahren ist das Zentrum der Kommission für die Koordination von Notfallmaßnahmen. Dieses Zentrum ist sieben Tage pro Woche rund um die Uhr in Betrieb und bildet eine entscheidende Koordinierungsschnittstelle, um zu gewährleisten, dass in Notfallsituationen innerhalb und außerhalb Europas eine abgestimmte europäische Reaktion erfolgt.

Weitere Informationen

Katastrophenschutzverfahren der EU

IP/17/2025

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar