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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Öffentliche Konsultation ermittelt Herausforderungen für die künftige Gemeinsame Agrarpolitik

Brüssel, 7. Juli 2017

Die Agrarpolitik wird am besten auf EU-Ebene gesteuert und sollte schwerpunktmäßig auf Kernfragen der Unterstützung für Landwirte und des Umweltschutzes ausgerichtet sein; dies geht aus den Ergebnissen einer Konsultation hervor.

Die europäischen Bürger sind der Ansicht, dass die Agrarpolitik weiterhin auf EU-Ebene verwaltet werden sollte und dass die Unterstützung für Landwirte und der Umweltschutz die zwei Hauptziele sein sollten.

Dies sind die wichtigsten, heute veröffentlichten Ergebnisse der öffentlichen Konsultation zur Modernisierung und Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), zu der über 322 000 Beiträge eines breiten Spektrums von Interessenträgern eingingen, darunter von Landwirten, Bürgern, Organisationen und anderen interessierten Parteien.

In seiner Rede auf der Konferenz „Die GAP: Ihre Meinung zählt“ heute in Brüssel, auf der die Ergebnisse vorgestellt wurden, sagte der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Phil Hogan: „Heute erreichen wir einen weiteren Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik und die Interessenträger erhalten Gelegenheit, einen weiteren Beitrag zur Debatte zu leisten. Die Resonanz auf die öffentliche Konsultation beweist, wie groß das Interesse an der GAP ist, die weiterhin einen dynamischen Agrarsektor unterstützt, eine Versorgung mit sicheren und hochwertigen Lebensmitteln für 508 Millionen Bürger gewährleistet und erheblich in ländliche Gebiete investiert.“

Die hohe Beteiligung an der Konsultation zeigt, dass die Landwirtschaft und ihre Rolle in der Gesellschaft für viele europäische Bürgerinnen und Bürger an Bedeutung gewonnen hat. Der weitaus größte Teil der Teilnehmer (90 %) stellt außerdem klar fest, dass die Verwaltung der Agrarpolitik auf europäischer Ebene einen echten Mehrwert bringt, da sie für gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb des Binnenmarkts sorgt und gewährleistet, dass die Landwirtschaft gemeinsame Aufgaben wie den Umweltschutz (85 %) und die Bekämpfung des Klimawandels (73 %) wirksamer meistern kann. Ferner wurde häufig genannt, dass der wirtschaftliche, soziale und territoriale Zusammenhalt in der gesamten EU erhalten bleiben muss (86 %) sowie dass ein gemeinsamer Rahmen für den Austausch bewährter Verfahren erforderlich ist (91 %).

Klare Ziele

Auch in Bezug darauf, was die Gemeinsame Agrarpolitik erreichen sollte, waren die Ergebnisse der Konsultation deutlich. Die Sicherung eines angemessenen Lebensstandards für die Landwirte ist eine zentrale Forderung einer Mehrheit der Teilnehmer (88 %), die anerkennen, dass die landwirtschaftlichen Einkommen noch immer unter dem durchschnittlichen EU-Einkommen liegen und dass nur ein kleiner Teil des Endverbraucherpreises für Lebensmittel an die Landwirte geht (97 %). Direkte Einkommensbeihilfen für Landwirte werden als bestes Mittel zu diesem Zweck erachtet (66 % der Teilnehmer).

Das andere Hauptziel der GAP sollte darin bestehen, die Landwirte dazu anzuhalten, ihren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und zum Schutz der Umwelt und der biologischen Vielfalt, zur Verringerung der Bodendegradation und zur nachhaltigeren Verwendung von Pestiziden und Düngemitteln zu leisten.

Ferner zeigen die Ergebnisse eindeutig, dass sich sowohl die Bürger als auch die Landwirte eine einfachere und weniger bürokratische Gestaltung der zukünftigen GAP wünschen, um diesen Aufgaben besser gerecht zu werden.

Die Ergebnisse der Konsultation werden in die fortlaufenden Überlegungen der Kommission zur Zukunft des Nahrungsmittelsektors und der Landwirtschaft einfließen. Auf eine Folgenabschätzung möglicher künftiger Politikvorschläge wird eine Mitteilung zur Modernisierung und Vereinfachung der GAP folgen.

Hintergrund

Die öffentliche Online-Konsultation zur Modernisierung und Vereinfachung der GAP lief vom 2. Februar 2017 bis zum 2. Mai 2017. Die Konsultation in Form eines Fragebogens, der in allen 23 Amtssprachen der EU verfügbar war, stand allen interessierten Bürgern sowie Organisationen offen.

Ziel war es, Meinungen von Landwirten, Organisationen und sonstigen interessierten Kreisen zu den folgenden drei Hauptthemen zu sammeln: Landwirtschaft, ländliche Gebiete und die GAP von heute; Ziele und Steuerung der GAP und Landwirtschaft, ländliche Gebiete und die GAP von morgen. Sie umfasste 28 geschlossene Fragen (mehrere vorgegebene Antwortmöglichkeiten), fünf offene Fragen und die Möglichkeit, Positionspapiere hochzuladen.

Weitere Informationen

Alle Beiträge zur Konsultation sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse werden hier veröffentlicht.

„Die GAP: Ihre Meinung zählt“ – Berichte und Unterlagen von der Konferenz werden hier bereitgestellt.

IP/17/1939

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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