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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU stockt ihre Unterstützung für die Bekämpfung der Cholera-Epidemie in Jemen auf

Brüssel, 23. Juni 2017

Die EU stellt weitere humanitäre Mittel zur Finanzierung der Bekämpfung der Cholera-Epidemie in Jemen bereit.

Die Europäische Kommission erhöht ihre Hilfe in Anbetracht des beispiellosen Ausmaßes der Cholera-Epidemie in Jemen um zusätzliche 5 Mio. EUR. Damit beläuft sich die Unterstützung der EU für die Bekämpfung der Seuche insgesamt auf 8,8 Mio. EUR.

„Nach der dramatischen Ausbreitung der Cholera-Epidemie in Jemen in den letzten Wochen muss nun dringend gehandelt werden. Die Europäische Union verstärkt ihre Unterstützung, damit die humanitären Partner rasch die entsprechenden Kapazitäten für die medizinische Versorgung der Menschen und die Rettung von Menschenleben in Jemen aufbauen können. Den humanitären Organisationen muss dabei uneingeschränkter Zugang eingeräumt werden, damit sie diese lebensrettende Hilfe leisten können. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um den Bedürftigen zu helfen, aber letzlich kann nur eine politische Lösung diese Katastrophe zu beenden“, erklärte Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

Die Epidemie hat sich rasch in 20 der 22 Provinzen von Jemen ausgebreitet und in den letzten acht Wochen mehr als 1 000 Todesopfer gefordert. Tag für Tag steigt die Zahl der Verdachtsfälle um mehrere Tausend an und fast 170 000 Menschen sind mittlerweile infiziert.

Mit den EU-Mitteln wird der UN-Aktionsplan gegen Cholera unterstützt, der die medizinische Behandlung von an Cholera Erkrankten und Präventionsmaßnahmen, wie die Bereitstellung von sauberem Wasser und einer verbesserten Sanitärversorgung in besonders betroffenen Gebieten vorsieht. Die Europäische Kommission hat 2017 für Jemen insgesamt humanitäre Hilfe in Höhe von 121,7 Mio. EUR bereitgestellt.

Hintergrund:

Seit März 2015 tobt in Jemen ein bewaffneter Konflikt. Das verheerende Ausmaß der Cholera-Epidemie ist ein dramatisches Beispiel für die Verschlechterung der humanitären Lage in Jemen. Durch die seit zwei Jahren andauernden Auseinandersetzungen hat sich die ohnehin prekäre humanitäre Lage drastisch verschlechtert. Der anhaltende Konflikt, die Zerstörung der grundlegenden Infrastruktur sowie der Zusammenbruch der Wirtschaft und des Finanzsystems haben dazu geführt, dass kaum noch Nahrungsmittel, Medikamente und Treibstoff nach Jemen gelangen. Auch das Gesundheitswesen steht vor dem Zusammenbruch.

Nach Schätzungen humanitärer Hilfsorganisationen benötigen in Jemen 18,8 Millionen Menschen (fast 70 % der Bevölkerung) humanitäre Hilfe.

Außerdem werden weiterhin Verstöße der Konfliktparteien gegen das humanitäre Völkerrecht gemeldet, die zahlreiche Menschenleben kosten und zum Zusammenbruch der Infrastruktur geführt haben.

Weitere Informationen:

Jemen-Factsheet

Erklärung von Kommissar Stylianides zum Ausbruch der Cholera in Jemen

IP/17/1766

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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