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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU verstärkt humanitäre Unterstützung für Myanmar/Birma, und fordert besseren Zugang für Hilfe

Brüssel, 15. Mai 2017

Der Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, hat seinen offiziellen Besuch in Myanmar/Birma mit der Ankündigung neuer Unterstützung für das Land in Höhe von 12 Mio. EUR im Rahmen eines umfassenden Hilfepakets im Umfang von 27 Mio. EUR für Süd- und Ostasien und den pazifischen Raum abgeschlossen.

Er hat als erster Kommissar dem Norden von Rakhine einen Besuch abgestattet und leichteren Zugang für die in der Region tätigen Hilfsorganisationen gefordert. Er besuchte außerdem mehrere mit EU-Mitteln finanzierte humanitäre Projekte.

Die Europäische Union ist fest entschlossen, die notleidenden Menschen in Myanmar/Birma zu unterstützen. Durch die jüngsten Ausbrüche von Gewalt im Norden von Rakhine ist dort dringender humanitärer Bedarf entstanden. Ich habe bei meinem Besuch festgestellt, dass sich der Anteil der an Unterernährung leidenden Menschen seit der jüngsten Krise deutlich erhöht hat. Unsere humanitären Partner unterstützen die staatlichen Behörden bei der Entwicklung einer Strategie für Ernährungssicherheit und Ernährung in dieser Region, aber wir müssen den Zugang für humanitäre Hilfe noch weiter verbessern, damit alle betroffenen Gemeinschaften rasche und umfassende Hilfe von den Hilfsorganisationen erhalten können. Solche Hilfe sollte vor allem für die Volksgruppe der Rohingya geleistet werden, die Opfer von Vertreibung wurden und deren Lebensgrundlagen gesichert werden müssen“, erklärte Kommissar Stylianides.

Mehr als eine halbe Million Menschen in Birma/Myanmar sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter fast 220 000 Menschen, die aus ihren Heimatorten vertrieben wurden. 9 Mio. EUR des neuen EU-Hilfspakets werden für direkte humanitäre Hilfe für Gemeinschaften in den vom Konflikt betroffenen Gebieten (dazu gehören Rakhine, Shan und Kachin) bereitgestellt, während weitere 3 Mio. EUR in die Katastrophenvorsorge fließen, um die Resilienz der von Naturkatastrophen bedrohten Gemeinschaften zu stärken.

Seit 1994 hat die Europäische Kommission humanitäre Hilfe in Höhe von 229 Mio. EUR für Myanmar/Birma geleistet.

Eine audiovisuelle Berichterstattung (Foto und Video) zu diesem Besuch steht auf der Website Europe by Satellite (EbS) zur Verfügung .

Hintergrund

Der Besuch fand im Anschluss an das Treffen der Hohen Vertreterin/Vizepräsidentin Federica Mogherini und des Kommissionsmitglieds Stylianides mit der Staatsberaterin und Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten Daw Aung San Suu Kyi vom 2. Mai in Brüssel statt.

Anfang Oktober 2016 wurden infolge eines tödlichen Anschlags auf drei Grenzschutzbeamte im Norden von Rakhine Militäroperationen durchgeführt, die zur Aussetzung der humanitären Maßnahmen in der Region führten. Bislang erhalten mehr als 130 000 Menschen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind, keine regelmäßige Unterstützung.

In dieser Region werden etwa 800 000 Angehörigen der Rohingya-Volksgruppe ihre grundlegenden Rechte vorenthalten, sie müssen Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit hinnehmen, die erhebliche Auswirkungen auf ihre Lebensgrundlage und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen haben.. Sowohl in Rakhine als auch in Kachin im Norden des Landes bleibt der Zugang für humanitäre Hilfe weiterhin problematisch.

Seit 1994 hat die für humanitäre Hilfe zuständige Generaldirektion der Europäischen Kommission 145 Mio. EUR für die Leistung von Soforthilfe für die Opfer von Konflikten, Gewalt zwischen Gemeinschaften und Epidemien bereitgestellt, während mit 84 Mio. EUR Unterstützung für die Opfer von Naturkatastrophen sowie Maßnahmen für Katastrophenschutz und -vorsorge im Land finanziert wurden. Die Hilfe wird unparteiisch direkt der betroffenen Bevölkerung zugeleitet, ungeachtet von Rasse, ethnischer Herkunft, Religion, Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit oder politischer Zugehörigkeit.

Weitere Informationen

Factsheet zu Myanmar

Factsheet zur Rohingya-Krise

IP/17/1310

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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