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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Eurobarometer-Umfrage ergibt überwältigende Unterstützung der Öffentlichkeit für Rolle der EU in Krisen- und Katastrophenfällen

Brüssel, 3. Mai 2017

Die Europäische Kommission hat heute die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage zur Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber der Rolle der Europäischen Union in Krisen- und Katastrophenfällen veröffentlicht.

88 % der Befragten legen Wert darauf, dass die EU humanitäre Hilfsmaßnahmen finanziert, und 90 % halten es für wichtig, dass die EU im Rahmen ihrer Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes zur Koordinierung der Katastrophenabwehr in der EU beiträgt. Eine Mehrheit der EU-Bürgerinnen und -Bürger (56 %) glaubt nicht, dass ihr Land über ausreichende Mittel verfügt, um größere Katastrophen alleine zu bewältigen.

„Die Ergebnisse für 2017 zeigen, dass das Handeln der EU im Bereich der humanitären Hilfe und des Katastrophenschutzes weiterhin auf überwältigenden Rückhalt in der Öffentlichkeit stößt. Die Europäische Union nimmt weltweit eine führende Rolle bei der humanitären Hilfe ein. In Katastrophenfällen verlieren Grenzen ihre Bedeutung, und die EU kann auf die Unterstützung der Öffentlichkeit zählen, wenn es darum geht, auf Notsituationen zu reagieren, sei es in der EU oder in Drittstaaten. Ich werde entschlossen dafür eintreten, dass die Kommission diesem Vertrauensvotum der europäischen Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft gerecht wird,“ so Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

Wichtigste Ergebnisse

  • Humanitäre Hilfe: 88 % der Befragten legen Wert darauf, dass die EU humanitäre Maßnahmen finanziert. Auch vor dem Hintergrund des Drucks, der gegenwärtig auf den öffentlichen Finanzen Europas lastet, befürworten 84 % die weitere Finanzierung humanitärer Hilfsmaßnahmen durch die EU (ein ähnliches Ergebnis wie 2015), und 66 % der Befragten sind der Ansicht, dass die humanitäre Hilfe der EU wirksamer ist als Hilfeleistungen einzelner Länder. Eine überwältigende Mehrheit (91 %) vertritt zudem die Auffassung, dass die EU Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Krisensituationen finanzieren sollte, und 86 % befürworten, dass freiwillige Helfer aus der EU Einsätze in Drittstaaten absolvieren.
  • Katastrophenschutz: 90 % der befragten Europäerinnen und Europäer halten es für wichtig, dass die EU zur Koordinierung der Katastrophenabwehr in der EU beiträgt (im Rahmen ihrer Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes). 80 % erwarten, dass andere EU-Länder ihrem Land im Falle einer Katastrophe helfen. 86 % sind überdies der Meinung, dass die EU durch die Entsendung von Experten und Ausrüstung weltweit allen Ländern helfen sollte, die von einer Katastrophe heimgesucht wurden. Die große Mehrheit (87 %, ein seit 2015 stabiler Umfragewert) ist zudem der Auffassung, dass die EU über eine Katastrophenschutzpolitik verfügen sollte, da Krisen grenzüberschreitende Auswirkungen haben können. 81 % sind der Ansicht, dass ein koordiniertes Vorgehen der EU im Katastrophenfall wirksamer ist als Maßnahmen einzelner Länder.
  • Katastrophenverhütung und Katastrophenvorsorge: Nahezu die Hälfte der Europäerinnen und Europäer (49 %) ist nicht der Auffassung, dass auf regionaler Ebene oder in ihrem eigenen Land genügend für die Verhütung von Notfällen sowie für entsprechende Vorsorgemaßnahmen getan wird.
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit: Die Bürgerinnen und Bürger der EU sind in hohem Maß (71 %) für die humanitären Maßnahmen der EU sensibilisiert. Immerhin 55 % der Befragten ist bekannt, dass der EU bei der Katastrophenabwehr innerhalb der EU eine Koordinierungsfunktion zukommt.

 

Hintergrund:

Die EU als Ganzes, d. h. die Europäische Kommission gemeinsam mit den Mitgliedstaaten, ist weltweit der größte Geber von humanitärer Hilfe. Die Europäische Kommission stellt lebensrettende Hilfe in der ganzen Welt bereit. Durchführungspartner sind dabei VN-Agenturen, NRO und internationale Organisationen wie das Rote Kreuz.

Außerdem unterstützt die EU die Koordinierung der Katastrophenabwehr. Das EU-Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit von 34 europäischen Staaten (den 28 EU-Mitgliedstaaten und Island, Montenegro, Norwegen, Serbien, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien und der Türkei) bei der Katastrophenabwehr, -vorsorge und -verhütung. Mit Unterstützung der Kommission bündeln die an dem Verfahren teilnehmenden Staaten die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in von Katastrophen heimgesuchten Ländern auf der ganzen Welt. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze koordiniert.

Die Eurobarometer-Spezial-Umfrage über humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (Berichte 453 und 454) wurde in der Zeit vom 26. November bis 5. Dezember 2016 in den 28 EU-Mitgliedstaaten durchgeführt. 27 929 Bürgerinnen und Bürger wurden persönlich befragt.

 

Weitere Informationen:

Report/Summary/Country Factsheets for 2017 Eurobarometer on humanitarian aid

ECHO-Factsheet – humanitäre Hilfe

Report/Summary/Country Factsheets for 2017 Eurobarometer on civil protection

ECHO Factsheet – civil protection

IP/17/1201

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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