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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU sagt auf der Genfer Geberkonferenz für Jemen weitere 116 Mio. EUR zur Deckung des dringendsten Bedarfs der Zivilbevölkerung zu

Brüssel, 25. April 2017

Die Europäische Kommission hat heute vor den Vereinten Nationen in Genf weitere 116 Mio. EUR für die Bedürftigen in Jemen zugesagt.

Davon werden 46 Mio. EUR als humanitäre Soforthilfe und 70 Mio. EUR zur Unterstützung der Resilienz und der Frühphase des Erholungsprozesses im Jahr 2017 bereitgestellt.

Der seit zwei Jahren andauernde Konflikt hat Jemen zum Schauplatz einer der weltweit größten humanitären Krisen gemacht: Mittlerweile sind 18,8 Millionen Menschen, d. h. 70 % der jemenitischen Bevölkerung, auf Unterstützung angewiesen.

Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, der die EU heute auf der Geberkonferenz in Genf vertritt, bekräftigte:„Die EU wird ihre lebensnotwendige humanitäre Hilfe für die vom Konflikt betroffenen Menschen in Jemen in grundlegenden Bereichen wie Ernährungssicherheit, Ernährung, Gesundheitsversorgung und Wasser verstärken.Überall im Land fehlen Nahrungsmittel, Wasser und Treibstoff, die Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch. Die Zivilbevölkerung zahlt in diesem Konflikt den höchsten Preis und ist, wie auch die humanitären Helfer, nach wie vor Opfer von Angriffen. Die EU ist entschlossen, den Menschen in Jemen zur Seite zu stehen und fordert die internationale Gemeinschaft auf, ihre gemeinsamen Hilfeleistungen zu intensivieren. Unsere zusätzlichen Mittel werden dazu beitragen, dass die humanitären Hilfsorganisationen, die unter extrem schwierigen Bedingungen tätig sind, weiterhin lebensrettende Hilfe für Menschen in Not leisten können.“

Auch der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, bekräftigte das Engagement der EU für die Stärkung der Resilienz von Menschen und Gesellschaften in sehr armen und fragilen Konfliktländern wie Jemen: „Es ist wichtig, die schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen in Jemen besser gegen die Folgen der anhaltenden Notlage zu wappnen und eine rasche Erholung von der Krise zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang arbeitet die EU nicht nur mit UN-Organisationen und der Weltbank eng zusammen, sondern bezieht auch regionale Finanz- und Entwicklungsinstitutionen der arabischen Golfstaaten in die Koordinierung ein. Die heute angekündigten Mittel ergänzen die 225 Mio. EUR, die von der Kommission seit Ausbruch der Krise im Jahr 2015 für humanitäre und Entwicklungshilfe sowie für Krisenprävention bereitgestellt wurden.“

 

Hintergrund:

Seit März 2015 tobt in Jemen ein bewaffneter Konflikt. Durch die seid zwei Jahren andauernden Auseinandersetzungen hat sich die ohnehin prekäre humanitäre Lage drastisch verschlechtert. Der anhaltende Konflikt, die Zerstörung der grundlegenden Infrastruktur sowie der Zusammenbruch der Wirtschaft und des Finanzsystems haben dazu geführt, dass kaum noch Nahrungsmittel, Medikamente und Treibstoff nach Jemen gelangen.

Auch das Gesundheitswesen steht vor dem Zusammenbruch. Nach Schätzungen humanitärer Hilfsorganisationen benötigen in Jemen 18,8 Millionen Menschen (fast 70 % der Bevölkerung) humanitäre Hilfe, die Ernährungslage von mehr als 17 Millionen Menschen gilt als unsicher. Hiervon sind 7 Millionen Menschen akut von einer Hungersnot bedroht. Zwei Millionen Kinder leiden an Unterernährung und ohne Behandlung könnten 462 000 von ihnen in den kommenden Monaten sterben. 14,8 Millionen Menschen benötigen medizinische Versorgung, 14,5 Millionen haben keinen Zugang zu Wasserversorgung und Sanitäranlagen. 4,5 Millionen Hilfsbedürftige benötigen Unterkünfte und Haushaltsgegenstände.

 
Weitere Informationen:

Jemen-Factsheet

Redebeitrag von Kommissionsmitglied Christos Stylianides auf der Geberkonferenz für Jemen

IP/17/1044

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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