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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kommission schlägt Modernisierung der Zollunion mit der Türkei vor

Brüssel, 21. Dezember 2016

Die Europäische Kommission hat den Rat um ein Mandat ersucht, um Verhandlungen mit der Türkei über die Modernisierung der seit 20 Jahren zwischen der EU und der Türkei bestehenden Zollunion aufzunehmen.

Der Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Türkei ist ein wesentlicher Teil der Anstrengungen beider Seiten zur Vertiefung der Beziehungen in Kernbereichen von gemeinsamem Interesse, die auf dem EU-Türkei-Gipfel am 29. November 2015 sowie in der Erklärung EU-Türkei vom 18. März 2016 festgehalten wurden. Mit diesem Vorschlag hält die Kommission ihre Zusagen auch weiterhin ein.

Die Modernisierung der Zollunion zur Anpassung an den aktuellen Stand der Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Türkei würde beiden Seiten große wirtschaftliche Vorteile bringen.

Angesichts der Weiterentwicklung des wirtschaftlichen Umfelds und der erheblichen Ausweitung des Handels zwischen der EU und der Türkei ist die 1996 in Kraft getretene Zollunion nicht mehr ausreichend gerüstet, um den heutigen Herausforderungen der Handelsintegration zu begegnen. Auf dem ersten Wirtschaftsdialog auf hoher Ebene zwischen der EU und der Türkei im vergangenen April wurde das Potenzial dieser Modernisierung unterstrichen. Die Modernisierung und Vertiefung der Zollunion könnte weitere Möglichkeiten für EU-Unternehmen im Agrar- und Nahrungsmittelsektor, in der Dienstleistungsbranche und auf dem Markt für öffentliche Aufträge schaffen. Die Achtung von Demokratie und Grundrechten wird ein wesentlicher Bestandteil des Abkommens sein. 

Im Warenhandel ist die Türkei der fünftwichtigste Handelspartner der EU. Der bilaterale Warenhandel ist seit 1996 wertmäßig um mehr als das Vierfache gestiegen und beläuft sich derzeit auf 140 Mrd. EUR, wobei die Handelsbilanz einen positiven Saldo von 17 Mrd. EUR zugunsten der EU aufweist. Für die Türkei ist die EU der wichtigste Handelspartner: Auf sie entfallen 41 % des Außenhandels der Türkei. Außerdem stammen derzeit zwei Drittel der ausländischen Direktinvestitionen (ADI) in der Türkei aus der EU.

Weitere Informationen

Handelsbeziehungen EU – Türkei (nur auf Englisch verfügbar)

IP/16/4468

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Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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