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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU wird auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen weitere humanitäre Hilfe in Höhe von 40 Mio. EUR für Jemen zusagen

Brüssel, 21. September 2016

Die Europäische Kommission wird heute ankündigen, das sie weitere 40 Mio. EUR für humanitäre Hilfe freigeben wird, um lebensnotwendige Hilfe in Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Wasser, Ernährung und Ernährungssicherheit für die vom Konflikt betroffenen Menschen in Jemen zu leisten.

Die Europäische Kommission wird heute auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York die Bereitstellung von weiterer humanitärer Soforthilfe in Höhe von 40 Mio. EUR ankündigen, um lebensrettende Hilfsmaßnahmen für die Not leidende Bevölkerung in Jemen zu finanzieren.

Der seit eineinhalb Jahren andauernde Konflikt hat Jemen zum Schauplatz einer der weltweit größten humanitären Krisen gemacht: Mittlerweile sind 82 % der jemenitischen Bevölkerung auf Unterstützung angewiesen.

Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement Christos Stylianides.erklärte: „Angesichts der verzweifelten Lage in Jemen hat die EU beschlossen, ihre lebenswichtige humanitäre Hilfe weiter auszubauen. Überall im Land fehlen Nahrungsmittel, Wasser und Treibstoff, die Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch. Hauptopfer des Konflikts ist die Zivilbevölkerung, die kaum noch Ressourcen hat. Zivilisten, darunter auch humanitäre Helfer, sind nach wie vor Opfer von Angriffen. Die humanitäre Hilfe muss daher unbedingt ausgebaut werden. Dank der zusätzlichen Mittel können die humanitären Hilfsorganisationen, die unter extrem schwierigen Bedingungen tätig sind, weiterhin lebensrettende Hilfsmaßnahmen in Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Wasser, Abwasser, Ernährung und Ernährungssicherheit durchführen.“

Neben den heute vorgesehenen Mitteln hat die Europäische Kommission seit 2015 bereits humanitäre Hilfsgelder in Höhe von 80 Mio. EUR zur Bewältigung der humanitären Krise in Jemen zur Verfügung gestellt.

Hintergrund:

Seit März 2015 tobt in Jemen ein bewaffneter Konflikt. Durch die seit eineinhalb Jahren andauernden Auseinandersetzungen hat sich die bereits zuvor prekäre humanitäre Lage drastisch verschlechtert. Die De-facto-Blockade des Landes und die Zerstörung der grundlegenden Infrastruktur sowie der Zusammenbruch der Wirtschaft und des Finanzsystems haben dazu geführt, dass kaum noch Nahrungsmittel, Medikamente und Treibstoff nach Jemen gelangen. Auch das Gesundheitswesen steht vor dem Zusammenbruch.

Nach Schätzungen humanitärer Hilfsorganisationen benötigen in Jemen 21,2 Millionen Menschen (82 % der Bevölkerung) humanitäre Hilfe, die Ernährungslage von 14,4 Millionen Menschen gilt als unsicher. 14,1 Millionen Menschen benötigen medizinische Versorgung, 19,3 Millionen haben keinen Zugang zu Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. 2,8 Millionen Hilfsbedürftige benötigen Unterkünfte und Haushaltsgegenstände.

Weitere Informationen:

Jemen-Factsheet:

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/yemen_en.pdf

Gemeinsame Erklärung der Hohen Vertreterin/ Vizepräsidentin der Kommission, Federica Mogherini, und des für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständigen Mitglieds der Kommission, Christos Stylianides, vom 10. Januar 2016 zu dem Angriff auf ein Gesundheitszentrum von Ärzte ohne Grenzen im Jemen

http://europa.eu/rapid/press-release_STATEMENT-16-41_en.htm

Pressemitteilung: Europäische Kommission erhöht humanitäre Hilfe im Zusammenhang mit Jemen-Krise (14. Dezember 2015)

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-15-6311_de.htm

 

IP/16/3115

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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