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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Standard-Eurobarometer Frühjahr 2016: Starke öffentliche Unterstützung für die politischen Prioritäten der Kommission

Brüssel, 29. Juli 2016

Die Europäerinnen und Europäer betrachten Einwanderung und Terrorismus als die wichtigsten Herausforderungen, vor denen die EU derzeit steht, und unterstützen die politischen Prioritäten der Europäischen Kommission. Dies sind zwei der wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Standard-Eurobarometer-Umfrage, die heute veröffentlicht wurde. Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 21. bis zum 31. Mai 2016 in 34 Ländern und Gebieten [1] durchgeführt.

Einwanderung und Terrorismus werden als die größten Herausforderungen für die EU wahrgenommen:

Bei der Frage nach den größten Bedenken der Bürgerinnen und Bürger steht das Thema Einwanderung nach wie vor ganz oben auf der Liste der am häufigsten genannten Probleme, denen sich die EU gegenübersieht (48 %, -10). Das Thema Terrorismus (39 %, + 14) bleibt nach einem steilen Anstieg seit der letzten Umfrage im Herbst 2015 die am zweithäufigsten genannte Problematik. Erst mit großem Abstand folgen die Themen Wirtschaftslage (19 %, -2), öffentliche Finanzen der Mitgliedstaaten (16 %, -1) und Arbeitslosigkeit (15 %, -2). Einwanderung wird in 20 Mitgliedstaaten als das wichtigste und in allen anderen Ländern – mit Ausnahme Portugals – als eines der zwei wichtigsten Anliegen der EU angegeben. Terrorismus wird von den Befragten aus acht Mitgliedstaaten als größter Anlass zur Sorge und in allen anderen Ländern (außer Griechenland) als eine der zwei wichtigsten Herausforderungen genannt.

Auf nationaler Ebene sind die wichtigsten Anliegen Arbeitslosigkeit (33 %, -3) und Einwanderung (28 %, -8). Das Thema Wirtschaftslage nimmt den dritten Platz ein (19 %, unverändert).

Unterstützung für die politischen Prioritäten der Europäischen Kommission:

Wie schon bei der vorangegangenen Umfrage vom November 2015 unterstützen die Befragten auch dieses Mal die Schwerpunktthemen der Europäischen Kommission.

- Für den Bereich Migration wünschen sich 67 % der Europäerinnen und Europäer eine gemeinsame europäische Migrationspolitik. Nahezu sechs von zehn Europäern (58 %) befürworten die Zuwanderung von Menschen aus anderen EU-Mitgliedstaaten. Allerdings stehen ebenso viele Menschen der Einwanderung von Menschen aus Nicht-EU-Ländern ablehnend gegenüber.

- 79 % der Europäerinnen und Europäer befürworten die „Freizügigkeit der EU-Bürgerinnen und -Bürger, die überall in der EU leben, arbeiten, studieren und Geschäfte tätigen können“. Ob im Vereinigten Königreich (63 %) oder in Lettland (95 %), die Mehrheit der Befragten in allen Ländern spricht sich für die Freizügigkeit aus. Darüber hinaus betrachten die meisten Europäerinnen und Europäer (56 %) die Freizügigkeit und den freien Verkehr von Waren und Dienstleistungen innerhalb der EU als eine der größten Leistungen der EU, neben der Friedensstiftung unter den Mitgliedstaaten (55 %).

- Die Europäerinnen und Europäer nehmen die EU als globalen Akteur wahr: 68 % sind der Meinung, dass die Stimme der EU in der Welt zählt.

- Beim Thema Investitionen in der EU sprechen sich 56 % der Befragten dafür aus, Investitionen des Privatsektors mit öffentlichen Geldern auf EU-Ebene zu fördern.

- 56 % der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer unterstützen darüber hinaus einen digitalen Binnenmarkt in der EU.

- Beim Thema Energie befürworten 70 % der Europäerinnen und Europäer eine gemeinsame Energiepolitik der EU-Mitgliedstaaten.

- Die Unterstützung für den Euro ist unverändert (55 % in der EU insgesamt, 68 % im Euro-Raum). Für die gemeinsame Währung besteht in 22 Mitgliedstaaten, darunter all jenen, die dem Euro-Raum angehören, eine mehrheitliche Unterstützung.

- Ein Freihandels- und Investitionsabkommen zwischen der EU und den USA wird nach mehrheitlicher Auffassung in 24 Mitgliedstaaten befürwortet. Dieser Aussage stimmen insgesamt 51 % der Befragten in der EU zu.

Das Vertrauen in die EU ist größer als das Vertrauen in die nationalen Regierungen; unveränderter Zuspruch für die Unionsbürgerschaft

Der Anteil der Befragten, die der Europäischen Union ihr Vertrauen aussprechen, ist auf 33 % gestiegen. Im Durchschnitt liegt das Niveau des Vertrauens in die nationalen Regierungen konstant bei 27 %.

Ein unveränderter Anteil (38 %) der Europäerinnen und Europäer haben ein neutrales Bild von der EU. Ein positives Bild von der EU haben 34 % der Befragten gegenüber 27 % mit einer negativen Einstellung.

Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die der Ansicht sind, dass ihre Stimme in der EU zählt, bleibt fast unverändert bei 38 % (-1 Punkt), was dem positiven Trend seit den Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2014 entspricht.

Zwei Drittel der Europäerinnen und Europäer (66 %, + 2) fühlen sich als Bürgerinnen und Bürger der EU. Diese Ansicht teilt die Mehrheit der Befragten in 26 Mitgliedstaaten.

Hintergrund

Die Standard-Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2016 wurde vom 21. bis zum 31. Mai 2016 in persönlichen Gesprächen durchgeführt. Insgesamt wurden 31 946 Personen in allen EU-Mitgliedstaaten sowie den Kandidatenländern befragt.

Weitere Informationen

Der heute veröffentlichte Bericht mit den ersten Ergebnissen bietet einen Überblick über die Einstellung der Europäerinnen und Europäer zur EU, über ihre größten Sorgen und über ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Der Bericht ist hier abrufbar.

[1]Die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), fünf Bewerberländer (die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, die Türkei, Montenegro, Serbien und Albanien) und die türkische Gemeinschaft Zyperns in dem Teil des Landes, der nicht von der Regierung der Republik Zypern regiert wird.

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Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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