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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU-Forschungsfinanzierung fördert laut Bericht wissenschaftliche Exzellenz und Wettbewerbsfähigkeit

Brüssel, 25. Januar 2016

Dank der Investitionen in Forschung und Innovation aus dem EU-Haushalt im Zeitraum 2007 bis 2013 konnte die wissenschaftliche Exzellenz in Europa beträchtlich ausgebaut werden, und durch die gesteigerte Innovationsfähigkeit der Industrie wurde Europas Wettbewerbsfähigkeit verbessert.

Dies sind einige der wichtigsten Erkenntnisse aus der Bewertung des 7. Rahmenprogramms der EU (RP7), die heute von der Europäischen Kommission veröffentlicht worden ist.

Die Ex-post-Bewertung des RP7 – des Forschungsförderungsprogramms der EU für den Zeitraum 2007-2013 – wurde von einer unabhängigen hochrangigen Expertengruppe durchgeführt, die die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Programms untersucht hat. Die Kommission hat auf dieser Grundlage Empfehlungen formuliert, die in das aktuelle Förderprogramm der EU für Forschung und Innovation namens „Horizont 2020“ einfließen sollen.

Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, erklärte dazu: „Unabhängige Experten haben uns bestätigt, dass wir mit unseren Investitionen in Forschung und Innovation eine Wissenschaft von Weltrang sowie den Wohlstand unserer Bürgerinnen und Bürger fördern. Die gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir jetzt, um das neue EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation namens „Horizont 2020“ weiter zu verbessern: Wir wollen es einfacher und effizienter gestalten und stärker auf die Ausarbeitung innovativer Lösungen ausrichten, die unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft zugute kommen.“

Aus der Ex-post-Bewertung des 7. Rahmenprogramms geht hervor, dass die 55 Mrd. EUR, die über einen Zeitraum von sieben Jahren in Forschung und Innovation in der EU geflossen sind, in hohem Maße für Teilnehmer aus dem Privatsektor attraktiv waren, darunter eine Rekordzahl an KMU, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gesteigert werden konnte. Mit dem Programm wurden auch fünf gemeinsame Technologie-Initiativen auf den Weg gebracht, z. B. in den Bereichen innovative Medizin sowie Wasserstoff und Brennstoffzellen.

Dank einer Rekordzahl an Teilnehmern und Förderprojekten wurde mit dem Programm auch intensiv die wissenschaftliche Exzellenz gestärkt. Aus Projekten des RP7 sind bislang über 170 000 Veröffentlichungen hervorgegangen, wobei 54 % aller durch Peer-Review überprüften wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die während der Laufzeit des RP7 entstanden sind, frei zugänglich sind.

Weiteres Ergebnis der Ex-post-Bewertung ist, dass sich das RP7 entscheidend auf Wachstum und Beschäftigung in Europa auswirkt. Laut Expertenprognosen beläuft sich das von den RP7-Investitionen generierte Wirtschaftswachstum über einen 25-Jahres-Zeitraum auf rund 20 Mrd. EUR pro Jahr bzw. auf 500 Mrd. EUR insgesamt (direkter und indirekter wirtschaftlicher Nutzen). Ferner wird davon ausgegangen, dass infolge des Programms über einen 10-Jahres-Zeitraum jährlich 130 000 Arbeitsplätze in der Forschung und über einen 25-Jahres-Zeitraum pro Jahr 160 000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

 

Gewonnene Erkenntnisse

Neben den Erfolgen wurden in dem Bericht auch die Punkte herausgearbeitet, die verbessert werden können, um die Wirkung der EU-Investitionen in Forschung und Innovation künftig noch zu erhöhen. Die meisten dieser Aspekte wurden bereits bei der Ausarbeitung von „Horizont 2020“ berücksichtigt, darunter bessere Verwaltungsabläufe und eine flexiblere Förderung, eine bessere Verzahnung der verschiedenen Programmteile und die Schaffung von Synergien mit anderen Förderprogrammen für Forschung und Innovation; die übrigen Empfehlungen werden in nachfolgende Überprüfungsrunden einfließen.

Die Kommission wird die Ergebnisse der Ex-post-Bewertung des RP7 zusammen mit ihrer Reaktion auf die Empfehlungen der hochrangigen Expertengruppe auf der informellen Tagung des Rates (Wettbewerbsfähigkeit) am 27. Januar in Amsterdam den Mitgliedstaaten sowie am 28. Januar dem ITRE-Ausschuss des Europäischen Parlaments vorstellen.

Hintergrund

Das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (RP7) wurde von 2007 bis 2013 durchgeführt. Dieses Programm war in vier spezifische Programme untergliedert, mit denen Folgendes gefördert wurde: länderübergreifende Forschungszusammenarbeit, von Forschern selbst angeregte Forschungsvorhaben, individuelle Karriereförderung bei Forschern, Weiterbildung und Mobilität sowie Ausbau der europäischen Forschungskapazität.

Die Fördermittel in Höhe von 55 Mrd. EUR verteilten sich wie folgt:

  • 82 % (45 Mrd. EUR) wurden im Rahmen öffentlicher Aufforderungen vier spezifischen Programmen zugewiesen („Zusammenarbeit“: 28,7 Mrd. EUR, „Ideen“: 7,7 Mrd. EUR, „Menschen“: 4,8 Mrd. EUR, „Kapazitäten“: 3,8 Mrd. EUR);
  • 18 % entfielen auf Euratom, direkte Maßnahmen der Gemeinsamen Forschungsstelle, den ITER, die Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis und Verwaltungsausgaben.

„Horizont 2020“, das Nachfolgeprogramm des RP7 zur Förderung von Forschung und Innovation, wurde für den Zeitraum 2014 bis 2020 aufgelegt. In diesen sieben Jahren stellt das Programm Mittel in Höhe von 77 Mrd. EUR für Forschung und Innovation zur Verfügung – dies sind 40 % mehr als unter dem RP7 (aktuelle Preise).

Weitere Informationen:

MEMO/16/146

 

IP/16/145

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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