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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU stockt humanitäre Hilfe für Südsudan um 20 Mio. EUR auf

Brüssel, 21. Dezember 2015

Südsudan steht am Rande einer Hungersnot: Fast 4 Millionen Menschen sind nicht in der Lage, ihren Nahrungsmittelbedarf zu decken.

Da sich die Lage in Südsudan verschlechtert und die Bereitstellung von Hilfe zunehmend schwieriger wird, hat die Europäische Kommission heute neue Mittel für humanitäre Hilfe in Höhe von 20 Mio. EUR bewilligt.

Bei der Nahrungsmittelversorgung herrscht akuter Notstand. Wenn nicht umgehend Hilfe bereitgestellt wird, droht schätzungsweise 40 000 Menschen eine Hungersnot – besonders betroffen ist der südliche Bundesstaat Unity. Angesichts einer Masern-Epidemie und Ausbrüchen von Malaria ist die Lage im Gesundheitsbereich ebenfalls kritisch.

Das Leid der Bevölkerung Südsudans liegt außerhalb jeder Vorstellungskraft. Seit Beginn des Konflikts vor zwei Jahren wird die humanitäre Lage immer katastrophaler. Das Land steht nunmehr am Rande einer Hungersnot und es wird für die Helfer immer schwieriger, die Notleidenden zu erreichen. Ganz entscheidend ist nun, dass der humanitäre Zugang gewährt wird und die Menschen in Südsudan rasch die unentbehrliche Hilfe erhalten. Die mutmaßlichen Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und die Übergriffe auf die Zivilbevölkerung müssen beendet werden. Die Menschen in Südsudan verdienen ein Leben in Frieden," erklärte Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

Die zusätzlichen Gelder werden für die Deckung des dringendsten Bedarfs an Nahrungsmittelhilfe sowie für grundlegende Notfall-Gesundheits- und Ernährungsdienste eingesetzt. Einschließlich der neuen Mittel beläuft sich die humanitäre Hilfe der Kommission für Südsudan und die von der Krise betroffenen Nachbarländer auf nahezu 165 Mio. EUR für 2015.

Hintergrund

Im Südsudan spielt sich eine der dramatischsten humanitären Katastrophen weltweit ab. Der seit Dezember 2013 andauernde Konflikt hat mehr als 2 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen, von denen 600 000 in den Nachbarländern Zuflucht gesucht haben. Über die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder.

Obwohl im August 2015 ein Friedensabkommens unterzeichnet wurde, ist die Sicherheitslage instabil. Insbesondere aus dem Bundesstaat Unity werden weiterhin Zusammenstöße gemeldet. Der Konflikt in Südsudan ist zudem durch Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und massive Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnet. Im Herbst diesen Jahres erreichten die Übergriffe auf Zivilisten ein nie dagewesenes Ausmaß.

Für die humanitären Helfer gestaltet sich der Zugang zu den Bedürftigen nach wie vor schwierig. Mit dem Wiederaufflammen der Gewalt haben sich die humanitären Partner aus zahlreichen betroffenen Gebieten zurückgezogen. Dadurch sind schätzungsweise 250 000 Menschen schutzlos und von der dringend benötigten Hilfe abgeschnitten. Die Kampfhandlungen und die Übergriffe auf humanitäre Helfer gehen weiter. Seit Beginn des Konflikts wurden mindestens 41 humanitäre Helfer getötet.

 

Weitere Informationen:

Factsheet Südsudan

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/south-sudan_en.pdf

Länderseite Südsudan:

http://ec.europa.eu/echo/where/sub-saharan-africa/south-sudan_en

Pressemitteilung – EU stockt humanitäre Hilfe für den Südsudan auf (18. September 2015):

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-15-5671_de.htm

Gemeinsame Erklärung anlässlich der Unterzeichnung des Friedensabkommens für Südsudan durch Präsident Kiir (26. August 2015)

http://europa.eu/rapid/press-release_STATEMENT-15-5531_en.htm

 

 

IP/15/6348

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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