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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU will Armutsbekämpfung in Eritrea unterstützen

Brüssel, 11. Dezember 2015

Die Europäische Union hat heute eine neue, langfristig angelegte Unterstützung in Höhe von 200 Mio. EUR angekündigt, die aus dem 11. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) finanziert und für die Armutsbekämpfung und die sozioökonomische Entwicklung Eritreas eingesetzt wird.

Die Europäische Union hat heute eine neue, langfristig angelegte Unterstützung in Höhe von 200 Mio. EUR angekündigt, die aus dem 11. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) finanziert und für die Armutsbekämpfung und die sozioökonomische Entwicklung Eritreas eingesetzt wird.

Die Europäische Union wird im Rahmen des Nationalen Richtprogramms (NRP) bis 2020 im Wesentlichen zwei Bereiche unterstützen: Energie und Regierungsführung. Das Programm wird von den 28 EU-Mitgliedstaaten uneingeschränkt unterstützt.

Anlässlich der Ankündigung des neuen Programms erklärte der für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung zuständige EU-Kommissar Neven Mimica im Namen der Europäischen Union: „Die EU leistet Entwicklungshilfe dort, wo sie am dringendsten für die Armutsbekämpfung benötigt wird und der Bevölkerung hilft. Im Falle Eritreas sind wir übereingekommen, Maßnahmen zu fördern, die konkrete Ergebnisse für die Bevölkerung bringen, wie die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Verbesserung der Lebensbedingungen. Gleichzeitig beharren wir im Rahmen des laufenden politischen Dialogs mit Eritrea darauf, dass die Menschenrechte uneingeschränkt geachtet werden müssen. Nach diesem Prinzip unterhält die EU enge Kontakte mit Regierungen in der ganzen Welt, um die Menschenrechte, die Demokratie und eine am Menschen ausgerichtete Entwicklung zu fördern.“

 

Unterstützung des Energiesektors

Eritrea gehört zu den Ländern, in denen die Zugangsraten zur Stromversorgung besonders niedrig sind. Daher ist die Unterstützung für den Energiesektor von entscheidender Bedeutung, denn nur so lassen sich soziale Dienste wie Schulen, Krankenhäuser und Gesundheitszentren verbessern. Zudem wird die Hilfe die Bewässerungslandwirtschaft und die Entwicklung des großen Fischereipotenzials des Landes fördern. Insgesamt wird ein effizienteres Energienetz eine positive Breitenwirkung für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung Eritreas haben.

 

Unterstützung der Regierungsführung

Mit der Unterstützung einer verantwortungsvolle Regierungsführung verfolgt die EU zwei Ziele: Stärkung der Kapazitäten für eine bessere Verwaltung der öffentlichen Finanzen und Hilfestellung bei der Umsetzung der Empfehlungen, die das Ergebnis der allgemeinen regelmäßigen Überprüfung der Vereinten Nationen (Verfahren zur Überprüfung der Menschenrechtslage in den 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen) sind. In wirtschaftspolitischer Hinsicht sollen die Erstellung zuverlässiger Statistiken und die Schaffung eines günstigen Umfelds für den Privatsektor unterstützt werden.

 

 

Hintergrund:

 

Die Nationalen Richtprogramme stellen eine wichtige Phase in der Programmplanung der EU-Entwicklungshilfe dar. Im Jahr 2013 einigten sich die EU-Mitgliedstaaten auf den Gesamtbetrag für die Entwicklungszusammenarbeit, der im Rahmen des 11. EEF für 78 Staaten in Afrika, im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean im Finanzierungszeitraum 2014-2020 bereitgestellt wird (insgesamt 30,5 Mrd. EUR).

Beim Nationalen Richtprogramm für Eritrea haben sich die Europäische Union und die Regierung Eritreas darauf geeinigt, die gemeinsame Anstrengungen in den Jahren bis 2020 auf die für die lokale sozioökonomische Entwicklung wichtigen Fragen zu konzentrieren, d. h. insbesondere auf die Themen Energieeffizienz und nachhaltige Energieversorgung und eine verbesserte Regierungsführung.

 


 

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Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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