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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Globale Allianz für den Klimaschutz: Beitrag der EU zur Bewältigung des Klimawandels in den Entwicklungsländern

Brüssel, 29. Oktober 2015

EU-Kommissar Neven Mimica lanciert neue Phase der Partnerschaft „Globale Allianz für den Klimaschutz“ zwischen der EU und den am stärksten gefährdeten Entwicklungsländern zur Bewältigung des Klimawandels

Der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, hat heute den Beginn einer neuen Phase der Globalen Allianz für den Klimaschutz (GCCA) lanciert – der Globalen Allianz für den Klimaschutz+ (GCCA+) mit Horizont 2020. Die GCCA+ soll eines der wichtigsten Instrumente Europas zur Unterstützung der weltweit am stärksten gefährdeten Entwicklungsländer bei der Bekämpfung des globalen Klimawandels werden.

 

Bis 2020 sollen rund 350 Mio. EUR an EU-Mitteln für die GCCA+ zur Verfügung gestellt werden, zuzüglich der privaten und nationalen öffentlichen Investitionen, die durch diese finanzielle Unterstützung angestoßen werden sollen.

 

Kommissar Neven Mimica erklärte: „Es zählt zu den obersten Prioritäten der EU, die am stärksten gefährdeten Länder bei ihren Anstrengungen zur Anpassung an den Klimawandel und beim Übergang zu „grünen“ und nachhaltigen Volkswirtschaften zu unterstützen. Es gibt ermutigende Erfolge, die wir in den nächsten Jahren reproduzieren und weiterführen wollen.“

 

Der EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Cañete, fügte hinzu: „Es handelt sich um eine großartige Initiative, die zeigt, dass die EU ihre Finanzmittel für den Klimaschutz aufstockt, um die am stärksten gefährdeten Länder dabei zu unterstützten, Maßnahmen gegen den Klimawandel einzuleiten. Gleichzeitig ist dies ein deutliches Signal im Vorfeld der Konferenz von Paris: Die EU steht zu ihren Verpflichtungen und ist bereit, weiterhin ihren Beitrag zu leisten.“

 

Diese Ankündigung erfolgt kurz vor der 21. UN-Klimakonferenz (COP 21), bei der die weltweit führenden Länder im Dezember 2015 in Paris zusammentreffen werden, um ein Übereinkommen zu erreichen, mit dem eines der dringlichsten Probleme des 21. Jahrhunderts – der Klimawandel – angegangen werden soll.

 

Die GCCA+ ist einer der wichtigsten Beiträge der EU zur bevorstehenden Klimakonferenz (COP 21) und zur Umsetzung des Aktionsplans von Addis Abeba, der fordert, dass dringend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen getroffen werden. Der Aktionsplan von Addis Abeba bildet zusammen mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung – deren Ziel Nr. 13 dem Klimaschutz gewidmet ist – die Grundlage für die internationale Entwicklung und Zusammenarbeit in den nächsten 15 Jahren.

 

Hintergrund

 

In ihrer ersten Phase seit 2007 hat die GCCA 51 Programme in 38 Ländern und 8 Regionen gefördert. Mit dem heutigen Beginn der zweiten Phase der GCCA (der GCCA+) wird die EU ihre technische Zusammenarbeit mit den am wenigsten entwickelten Ländern (LDC) und den kleinen Inselstaaten unter den Entwicklungsländern (SIDS) im Bereich Klimaschutz fortsetzen und ihnen ermöglichen, sich in den internationalen Verhandlungen zum Klimaschutz Gehör zu verschaffen.

 

Die Veranstaltung zur Einleitung der GCCA+ wird von der Europäischen Kommission organisiert. Dabei kommen rund 120 Teilnehmer zusammen, darunter Regierungen und Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit aus den 28 Mitgliedstaaten der EU, Afrika, Asien, dem karibischen Raum und der Pazifikregion sowie Vertreter der EU-Institutionen und EU-Delegationen, zivilgesellschaftlicher Organisationen, lokaler Behörden und des Privatsektors sowie Entscheidungsträger, die für die Umsetzung der Maßnahmen, Programme und Projekte zum Klimaschutz verantwortlich sind.

 

Beispiele für GCCA-Projekte

 

1. GCCA Bhutan – Mit diesem ehrgeizigen Projekt wird Bhutan bei der Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Haushalte gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels und hinsichtlich der Nutzung der erneuerbaren natürlichen Ressourcen unterstützt. Mit Hilfe der GCCA legte Bhutan dem Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) am 30. September 2015 einen beeindruckenden „angestrebten nationalen Beitrag“ (INDC) zum künftigen Abkommen von Paris vor. Gemäß seinem INDC bekräftigt Bhutan sein Ziel, kohlenstoffneutral zu bleiben und daher sicherzustellen, dass die Treibhausgasemissionen des Landes die Senkenkapazität seiner Wälder nicht übersteigen. Im Rahmen der GCCA wird Bhutan außerdem bei der Einhaltung seiner INDC-Verpflichtung unterstützt, eine Waldbedeckung von mindestens 60 Prozent der Landesfläche zu erhalten (derzeit sind 70 % der Landesfläche mit Wald bedeckt).

 

2. Das Projekt Chololo-Ecovillage in Dodoma, Tansania, zielt auf den Ausbau der Kapazitäten der benachteiligten ländlichen Gemeinschaften in den semiariden Gebieten im Zentrum des Landes ab, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels aufzufangen. Insbesondere trug das Projekt dazu bei, dass ein breites Spektrum an innovativen Anpassungstechnologien entwickelt und verbreitet wurde, dass die Dorfgemeinschaft dabei unterstützt wurde, einen soliden Rahmen für Flächennutzungspläne sowie Grundsätze und Praktiken für die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen zu vereinbaren und umzusetzen, dass die Rolle der Frauen gestärkt wurde, damit sie mit mehr Autorität und verringerter Arbeitslast an der Spitze des Wandels mitwirken können, und dass die Ernährungssicherheit und Einkommen der Haushalte erhöht und die Lebensbedingungen verbessert wurden.

 

Weitere Informationen


Website von Neven Mimica

Website von Miguel Arias Cañete

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