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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Wege zu mehr Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit: Kommission lässt sich von EXPO 2015 inspirieren

Brüssel, 15. Oktober 2015

Die EU legt heute das Ergebnis ihres wissenschaftlichen Programms auf der EXPO 2015 vor. Dabei handelt es sich um Empfehlungen von Experten zu der Rolle von Wissenschaft und Forschung bei der Verbesserung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit, dem Leitthema der diesjährigen Weltausstellung.

 

Kurz bevor die Weltausstellung EXPO 2015 in Mailand Ende Oktober ihre Tore schließt, hat die Europäische Kommission heute neue Empfehlungen präsentiert, wie europäische Forschung und Innovation zur Verbesserung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit in der ganzen Welt beitragen können. Diese Empfehlungen stellen gewissermaßen das Vermächtnis der Teilnahme der Kommission an der Weltausstellung dar, die dem Thema der globalen Herausforderungen im Bereich Ernährung und Nahrungsmittelversorgung gewidmet war.

Die Empfehlungen wurden von einem unabhängigen wissenschaftlichen Ausschuss der EU unter dem Vorsitz von Franz Fischler erarbeitet und schließen das von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission koordinierte wissenschaftliche Programm der EU auf der EXPO 2015 ab. Die Ergebnisse sind Teil einer umfangreicheren Erhebung wissenschaftlicher Kenntnisse auf dem Gebiet der Nahrungsmittelsicherheit und bieten Ansätze für künftige Forschungs- und Innovationsmaßnahmen auf europäischer und internationaler Ebene.

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, der auch für die Gemeinsame Forschungsstelle zuständig ist, sagte dazu: „Wenn wir sicherstellen wollen, dass es für uns alle weiterhin sichere und nahrhafte Lebensmittel gibt, brauchen wir kontinuierliche wissenschaftliche Fortschritte. Ich begrüße die großen Anstrengungen der Wissenschaftler, Politiker und Wirtschaftsvertreter sowie der Bürgerinnen und Bürger bei der Ermittlung von Herausforderungen im Bereich der Nahrungsmittelsicherheit. Diese Empfehlungen bieten eine wirklich wertvolle Grundlage für die künftige Forschung auf EU-Ebene.“

Franz Fischler, der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses der EU, erklärte: „Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit können wir nur erreichen, wenn sich die Politik entschlossen dafür einsetzt. Ein solches Engagement haben wir in den sechs Monaten der EXPO täglich feststellen können. Die heute vorgelegten Empfehlungen sollten uns eine Mahnung sein, die Forschungs- und Innovationsanstrengungen der EU zu verstärken, um dazu beizutragen, die weltweite Ernährungssicherheit zu gewährleisten und den Hunger in der Welt zu beseitigen.“

Zentraler Punkt der Empfehlungen ist die Aufforderung des Wissenschaftlichen Ausschusses an die EU, gemeinsam mit ihren Partnern eine internationale Sachverständigengruppe für Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit ins Leben zu rufen, um die Forschung zu diesem Thema voranzutreiben. Ein weiteres Ergebnis lautet, dass Politiker und Verbraucher/Bürger stärker für Fragen der Nahrungsmittelsicherheit sensibilisiert werden müssen. Empfohlen werden außerdem eine engere Zusammenarbeit von Landwirten, Forschungseinrichtungen, Behörden und der Wirtschaft sowie Anreize für die Innovation entlang der gesamten Lebensmittelkette – vom Acker bis auf den Teller – mit Hilfe mehrerer Finanzierungsinstrumente, auch auf EU-Ebene.

Die Empfehlungen wurden der Kommission auf einer hochrangig besetzen Konferenz im Vorfeld des Welternährungstages vorgestellt. Die EU-Kommissare Carlos Moedas (Forschung, Wissenschaft und Innovation), Phil Hogan (Landwirtschaft und ländliche Entwicklung), Vytenis Andriukaitis (Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) und Neven Mimica (internationale Zusammenarbeit und Entwicklung), die an den Abschlussveranstaltungen der EXPO 2015 teilnahmen, begrüßten die Ergebnisse.

 

Hintergrund

Die Empfehlungen des Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses der EU beruhen zu einem großen Teil auf einem Diskussionspapier, das der Ausschuss vor Beginn der EXPO 2015 im April veröffentlicht hatte. Sie spiegeln die bei einer Online-Konsultation von mehr als 300 Hochschulen und Forschungseinrichtungen erhobenen Angaben sowie die sechsmonatigen Beratungen und die über 200 Workshops wider, die im Rahmen des wissenschaftlichen Programms der EU auf der EXPO 2015 stattgefunden haben.

Die durch die Gemeinsame Forschungsstelle koordinierte Präsenz der EU auf der Weltausstellung in Mailand sollte einem globalen Publikum verdeutlichen, welche Rolle die EU bei der Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Nahrungsmittelversorgung spielt. Insgesamt haben über 145 Länder an der diesjährigen Weltausstellung teilgenommen.

 

Links

Empfehlungendes Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses der EU im Nachgang zur EXPO 2015

Internationale Konferenz zum Thema „Verbesserung der weltweiten Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit durch Forschung und Innovation – Lehren aus der EXPO 2015“

Wissenschaftlicher Lenkungsausschuss der EU

Diskussionspapier

Factsheet zur EU auf der EXPO 2015

Website „The EU at Expo“

Twitter: #EUExpo2015

IP/15/5842

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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