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Europäische Kommission - Pressemitteilung

EU-Initiative „Kinder des Friedens“: 1 Mio. EUR zur Unterstützung von Ebola betroffener Kinder

Brüssel, 7. September 2015

Durch Ebola verwaiste und betroffene Kinder in Guinea und Sierra Leone erhalten Schulunterricht und psychosoziale Betreuung im Rahmen humanitärer Projekte von UNICEF und Save the Children.

Die Europäische Kommission gewährt zusätzliche Mittel in Höhe von 1 Mio. EUR, damit durch Ebola verwaiste oder betroffene Kinder Schulunterricht und psychosoziale Betreuung erhalten. Der Betrag ist Teil der insgesamt 11 Mio. EUR, die dieses Jahr über die EU-Initiative Kinder des Friedens für Bildungsprojekte in Konfliktgebieten bereitgestellt werden.

„Wir müssen den Kindern, die unter den verheerenden Folgen der Ebola-Epidemie leiden, neue Hoffnung geben. Rund 6 Millionen Mädchen und Jungen konnten nicht zur Schule gehen. Durch Investitionen in ihre Bildung investieren wir in ihre Zukunft, um ihnen die Bausteine für ein Leben nach Ebola an die Hand zu geben", erklärte Christos Stylianides, der Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

Mit diesen zusätzlichen EU-Mitteln wird die Wiedereröffnung von Schulen unterstützt, die derzeit wegen der Epidemie noch geschlossen sind. Die Hilfe wird über UNICEF und Save the Children weitergeleitet, wobei beide Organisation je 500 000 EUR erhalten, um in Guinea und Sierra Leone Bildungsprojekte zu verwirklichen.

Darüber hinaus wird die Europäische Union Kinder und Lehrer in Ebola-Präventionsmaßnahmen schulen, Maßnahmen zur Verbesserung von Hygiene und Gesundheitspflege in Schulen unterstützen, psychosoziale Betreuung bieten, bei der Wiedereingliederung von Kindern in ihre Gemeinschaften helfen und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber künftigen Gesundheitskrisen beitragen.


Hintergrund

Insgesamt beläuft sich der Finanzbeitrag der EU zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie auf über 1,8 Mrd. EUR. Er umfasst die Mittel der Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission.

Die Ebola-Epidemie droht, die jahrelangen Fortschritte im Bildungsbereich zunichte zu machen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben mehr als 9,4 Millionen Kinder in den betroffenen Gebieten Westafrikas. Davon waren rund 6 Millionen gezwungen, wegen der Krise die Schule zu verlassen. Viele Kinder sind durch die Folgen der Krankheit traumatisiert, und manche werden stigmatisiert, diskriminiert oder sogar von ihren Gemeinschaften bedroht. Mehr als 16 000 Kinder haben durch die Krise einen oder beide Elternteile oder ihre Betreuer verloren.

Die EU-Initiative „Kinder des Friedens“ unterstützt einen massiv unterfinanzierten humanitären Bereich, nämlich Bildungsmaßnahmen in Notsituationen. Seit 2012, als die Initiative dank der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU verliehen wurde, werden jedes Jahr humanitäre Projekte für Kinder in Konfliktgebieten unterstützt, die ihnen den Zugang zu Schulen ermöglichen, wo sie in einer sicheren Umgebung lernen können und psychosoziale Betreuung bei der Bewältigung traumatischer Erfahrungen erhalten.

Nachdem 2012 ursprünglich 2 Mio. EUR bereitgestellt wurden, hat die Europäische Union ihre Mittel jedes Jahr aufgestockt. Bisher hat sie mehr als 23 712 500 EUR für Projekte im Rahmen von „Kinder des Friedens“ zur Verfügung gestellt, darunter Beiträge Luxemburgs (500 000 EUR) und Österreichs (250 000 EUR) aus dem Jahr 2014. Mit der Initiative wurde bisher rund 263 000 Jungen und Mädchen in 19 Ländern geholfen. Die dieses Jahr zusätzlich gewährten Mittel von 11 Mio. EUR werden voraussichtlich mehr als 1,25 Millionen Kindern zugutekommen. Bis Ende 2015 werden über 1,5 Millionen Kinder in 26 Ländern Unterstützung erhalten haben. Ziel ist eine weitere Steigerung der Hilfe, indem während der laufenden Amtszeit der Kommission 4 % des gesamten humanitären Budgets der EU für Bildungsmaßnahmen in Notsituationen bereitgestellt werden.


Weitere Informationen

Q&A - EU Children of Peace: EU supports education projects for children in emergencies

Website der EU-Initiative „Kinder des Friedens“:

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission

IP/15/5584

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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