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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Standard-Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2015: Zuwanderung ist nach Meinung der Bürgerinnen und Bürger die größte Herausforderung für die EU

Brüssel, 31 Juli 2015

Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die ein positives Bild von der Europäischen Union haben und ihr vertrauen, hat seit letztem November zugenommen. Die Zuwanderung halten sie für die größte Herausforderung, mit der die EU derzeit konfrontiert ist. Das sind einige der heute veröffentlichten Ergebnisse der letzten Standard-Eurobarometer-Umfrage. Die Umfrage wurde zwischen dem 16. und dem 27. Mai 2015 in 34 Ländern oder Gebieten[1] durchgeführt.

 

Zuwanderung gilt als größte Herausforderung für die EU

Als Thema, das die größten Sorgen bereitet, wird jetzt EU-weit insgesamt am häufigsten die Zuwanderung genannt. Mit 38 % (+14 Punkte) rangiert sie inzwischen weit vor der wirtschaftlichen Lage (27 %, -6 Punkte), der Arbeitslosigkeit (24 %, -5 Punkte) und den öffentlichen Finanzen der Mitgliedstaaten (23 %, -2 Punkte). Bei den am häufigsten genannten Problemen auf EU-Ebene steht sie in 20 Mitgliedstaaten an erster Stelle, wobei in Malta mit 65 % und in Deutschland mit 55 % die höchsten Werte erreicht werden. Auch beim Thema Terrorismus äußern sich die Befragten auf EU-Ebene weitaus besorgter als noch im November 2014 (17 %, +6 Punkte) (siehe Anhang 1).

 

Unterstützung für die politischen Prioritäten der Europäischen Kommission

Wie bei der vorangegangenen Umfrage vom November 2014 ist eine breite Unterstützung für die Prioritäten der Europäischen Kommission unter Präsident Juncker zu verzeichnen (siehe Anhang 2).

  • Beim Thema Investitionen in der EU sprechen sich 59 % der Befragten dafür aus, Investitionen des Privatsektors mit öffentlichen Geldern auf EU-Ebene zu fördern.
  • Beim Thema Energie befürworten 72 % der Europäerinnen und Europäer eine gemeinsame Energiepolitik der EU-Mitgliedstaaten.
  • Die meisten Befragten (57 %) halten den Binnenmarkt (Freizügigkeit, freier Verkehr von Waren und Dienstleistungen innerhalb der EU) für die größte Errungenschaft der EU, knapp dahinter folgt die Sicherung des Friedens unter den Mitgliedstaaten (55 %).
  • Für den Bereich Migration wünschen sich 73 % der Europäerinnen und Europäer eine gemeinsame europäische Politik. Die meisten (51 %) befürworten die Zuwanderung von Menschen aus anderen EU-Mitgliedstaaten. Einer Zuwanderung von Menschen aus Nicht-EU-Ländern stehen dagegen 56 % negativ gegenüber.

Schließlich sehen die Bürgerinnen und Bürger die Zukunft der EU weiterhin zuversichtlich. Nach wie vor zeigen sich 58 % (+2 Punkte) der Befragten optimistisch, 36 % (-1 Punkt) dagegen äußern sich pessimistisch.

 

Das Image der EU verbessert sich zunehmend

Die Zahl der Europäerinnen und Europäer, die ein positives Bild von der EU haben, ist von 39 % im November 2014 auf 41 % im Mai 2015 gestiegen, 38 % haben ein neutrales und lediglich 19 % ein negatives Bild (gegenüber 22 % im November 2014 und 25 % im Juni 2014; siehe Anhang 3).

Zudem ist auch der Anteil derjenigen, die Vertrauen in die Europäische Union haben, auf 40 % gestiegen (3 Prozentpunkte mehr als im November 2014 und 9 Prozentpunkte mehr als nach den Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2014). Im Schnitt hat außerdem das Vertrauen in die nationalen Regierungen leicht zugenommen (31 %, +2 Punkte) (siehe Anhang 4).

Der Anteil der Befragten, die finden, dass ihre Stimme in der EU zählt, beträgt 42 % (+2 Punkte) und hat sich damit auf dem Zehnjahres-Höchstwert gehalten, der nach den Europawahlen 2014 erreicht wurde.

 

Die wirtschaftliche Entwicklung wird zuversichtlicher beurteilt, die Zustimmung zum Euro bleibt unverändert

Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung auf nationaler Ebene sind weitgehend unverändert: Mehr als einer von vier Befragten (26 %, +4 Punkte) sieht den nächsten zwölf Monaten mit Optimismus entgegen, 48 % dagegen erwarten keine Veränderung. Der Anteil der Befragten mit pessimistischer Erwartungshaltung ist erheblich zurückgegangen (-7 Punkte) und liegt bei 21 %. Der Anteil der Europäerinnen und Europäer, die glauben, dass die Beschäftigungskrise ihren Höhepunkt schon erreicht hat, ist mit 48 % (+4 Punkte) nun eindeutig höher als der Anteil der Befragten, die meinen, „das Schlimmste steht noch bevor“ (42 %, -4 Punkte).

Die positive Einstellung zum Euro ist unverändert (57 % in der gesamten EU, 69 % im Euro-Raum). Die Zustimmung zur gemeinsamen Währung hat in 14 Mitgliedstaaten zugenommen, am deutlichsten in Litauen (73 %, +10 Punkte), das dem Euro-Raum am 1. Januar 2015 beigetreten ist, und in Griechenland, wo 69 % (+6 Punkte) sich für den Euro aussprechen (siehe Anhang 7).

 

Hintergrund

Die Standard-Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2015 ist die zweite EU-weite Meinungsbefragung seit dem Amtsantritt der Juncker-Kommission am 1. November 2014.

Sie wurde vom 16. bis zum 27. Mai 2015 in Direktinterviews durchgeführt. Insgesamt wurden 31 868 Personen in allen EU-Mitgliedstaaten sowie den Kandidatenländern befragt.

 

Weitere Informationen

Der heute veröffentlichte Bericht mit den ersten Ergebnissen gibt einen Überblick über die Einstellung der Europäerinnen und Europäer zur EU, zu den politischen Institutionen und zur Politik der Europäischen Union, ferner über ihre größten Sorgen und ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage.

Der Bericht mit den ersten Ergebnissen findet sich unter:

http://ec.europa.eu/COMMFrontOffice/PublicOpinion/index.cfm/Survey/getSurveyDetail/instruments/STANDARD/surveyKy/2099


[1]Die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), fünf Kandidatenländer (Montenegro, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Albanien, Serbien und Türkei) sowie die türkische Gemeinschaft Zyperns im Teil des Landes, der nicht von der Regierung der Republik Zypern kontrolliert wird.


ANHANG

1. Die wichtigsten Probleme, denen sich die EU gegenübersieht



2. Einschätzung der Zukunft der EU



3. Image der EU


4. Vertrauen in die EU


5. „Meine Stimme zählt in der EU“



6. Auswirkungen der Krise auf die Beschäftigung


7. Unterstützung für den Euro



IP/15/5451

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