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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Bericht zu EU-Arbeitsmarktent-wicklungen: Beschäftigung legt zu

Brüssel, 17 Juli 2015

Vor dem Hintergrund einer allmählichen wirtschaftlichen Erholung verbessert sich auch die Arbeitsmarktlage in der EU. Die Arbeitslosenquote ist weiter gesunken und die Neueinstellungsquote hat sich leicht verbessert. Trotzdem ist die Arbeitslosenquote nach wie vor hoch. Im ersten Quartal 2015 gab es 23,6 Millionen Arbeitslose in der EU. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen steigt; im ersten Quartal 2015 lag er bei 4,9 %.

Die für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen erklärte: „Langzeitarbeitslosigkeit ist eines unserer drängendsten Probleme. Je länger Menschen arbeitslos sind, desto schwerer finden sie wieder Arbeit und desto größer ist ihr Risiko zu verarmen, an den Rand der Gesellschaft gedrängt und ausgegrenzt zu werden. Daher werde ich nach dem Sommer eine neue Initiative zur besseren Unterstützung von Menschen vorschlagen, die seit mehr als 18 Monaten arbeitslos sind.“

Der Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit ist einer der zentralen Punkte auf der Agenda für Wachstum und Beschäftigung im Rahmen der politischen Prioritäten der Juncker-Kommission. Wirtschaftsförderung allein wird nicht ausreichen, um alle Langzeitarbeitslosen wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Es braucht Strategien sowohl auf der Nachfrageseite, um die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern, als auch auf der Angebotsseite, indem vor allem diejenigen bei Umschulung und Jobsuche unterstützt werden, die immer wieder längere Zeit arbeitslos waren.

Laut den Ergebnissen des neuen Berichts (2014) „Labour Market and Wage Developments in Europe“ erreichte die Arbeitsplatzbeschaffung 2014 – angesichts der zögerlichen wirtschaftlichen Erholung – einen signifikanten Wert. Nachdem die Beschäftigungsquote fünf Jahre lang fast ununterbrochen rückläufig war, steigt sie seit 2014 jährlich um 1 %. Diese ungewöhnlich prompte Reaktion des Arbeitsmarktes erfolgte u. a. aufgrund der günstigen Entwicklung bei den Arbeitskosten. Um im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit rascher voranzukommen, sind jedoch mehr Investitionen nötig. Die zügige Umsetzung der 315 Mrd. EUR schweren Investitionsoffensive für Europa würde zur Erhöhung der Investitionsquote beitragen – was eine Voraussetzung für einen weiterhin arbeitsplatzintensiven Aufschwung ist.

Die Analyse zeigt, dass die meisten Mitgliedstaaten seit 2008 das Tempo bei ihren Reformen deutlich erhöht haben. Unmittelbar nach der Krise konzentrierte sich das politische Handeln darauf, die kurzfristigen Auswirkungen der Krise auf Beschäftigung und Einkommen abzufedern. In einer zweiten Phase wurden Maßnahmen verabschiedet, um die Anpassungsfähigkeit der Arbeitsmärkte zu erhöhen. Nun beginnt eine dritte Phase mit verstärkten Bemühungen, die sozialen Auswirkungen der Krise durch eine gezieltere aktive Arbeitsmarktpolitik, verbesserte soziale Sicherheitsnetze und den Abbau der Steuer- und Abgabenbelastung in den Griff zu bekommen.

Der Bericht wirft auch ein Schlaglicht auf die Rolle, die die Arbeitskräftemobilität während der Krise gespielt hat, und zwar als Reaktion auf wirtschaftliche Ereignisse in einigen, jedoch nicht in allen Ländern. Die Arbeitskräftemobilität, die schon lange vor der Krise einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnete, hat zur Dämpfung der Unterschiede bei den Arbeitslosenquoten zwischen den Ländern beigetragen. Trotzdem ist das Mobilitätsniveau in Europa weiterhin niedrig: Weniger als 5 % der erwerbstätigen Bürgerinnen und Bürger leben nicht in dem Land, in dem sie geboren wurden; in den USA sind es fast 30 %.

 

Weiterführende Informationen

Bericht „Labour Market and Wage Developments in Europe“

GD Beschäftigung, Soziales und Integration Artikel

Beschäftigung und Sozialanalyse

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