Navigation path

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission - Pressemitteilung

Europäische Ausbildungsallianz: Unternehmen und Organisationen verpflichten sich, 140 000 Ausbildungsstellen für junge Menschen zur Verfügung zu stellen

Brüssel, 22 Juni 2015

Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit hat für die Europäische Kommission oberste Priorität. Ausbildungsstellen von hoher Qualität ermöglichen es jungen Menschen, die Fertigkeiten und Schlüsselkompetenzen zu erwerben, die notwendig sind, um auf dem Arbeitsmarkt Erfolg zu haben. Heute sind mehr als 40 Unternehmen und Organisationen der von der Europäischen Kommission koordinierten Europäischen Ausbildungsallianz beigetreten. Sie haben sich verpflichtet, jungen Menschen mehr und bessere Ausbildungsstellen anzubieten. Insgesamt werden die Unternehmen 140 000 Lehrstellen und Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen zur Verfügung stellen. Die Europäische Kommission ist bestrebt, Angebot, Qualität und Image von Ausbildungsstellen zu verbessern.

Die für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen äußerte sich hierzu wie folgt: „Ich begrüße die neuen Partner, die heute zur Europäischen Ausbildungsallianz stoßen, recht herzlich. Für mich hat es oberste Priorität, jungen Menschen in Europa zu hochwertigen Arbeitsplätzen zu verhelfen. Zusammen schaffen wir neue Möglichkeiten für junge Menschen, die Fertigkeiten zu erwerben und die Erfahrungen zu sammeln, die auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden. Ich freue mich auf weitere Unternehmen und Organisationen, die diesem Beispiel folgen.“

Die neuen Zusagen im Rahmen der Europäischen Ausbildungsallianz wurden auf einer vom lettischen Ratsvorsitz organisierten Sitzung in Riga unterzeichnet, an der die für Berufsbildung zuständigen Minister, die europäischen Sozialpartner und die Kommission teilnahmen. Nachstehend einige der wichtigsten Zusagen von Unternehmensseite:

  • Adecco wird bis zum Jahr 2017 5000 jungen Menschen eine berufspraktische Ausbildung anbieten, entweder im Hauptunternehmen oder in einem seiner Partnerunternehmen.
  • AXA wird bis zum Jahr 2018 Beschäftigungsmöglichkeiten für 20 000 junge Menschen schaffen, darunter 10 000 unbefristete und befristete Arbeitsverträge sowie 10 000 bezahlte Ausbildungsstellen und Praktika.
  • BMW wird sein berufliches Ausbildungsangebot auf internationaler Ebene ausdehnen, unter anderem durch ein maßgeschneidertes duales Bildungsprogramm, das eine berufspraktische Ausbildung in Deutschland und eine theoretische Ausbildung in Spanien vorsieht. BMW wird jedes Jahr 1500 neue Auszubildende annehmen.
  • Safran wird Ausbildungsprogramme in seinen europäischen Tochtergesellschaften entwickeln und internationale Mobilitätsprogramme fördern. Safran wird jedes Jahr 2000 bis 3000 Auszubildende annehmen.
  • Capita wird dieses Jahr über 500 Lehrstellen für junge Menschen anbieten. Zudem wird es mit anderen größeren Arbeitgebern zusammenarbeiten, die es ihm gleichtun; so sollen u. a. 400 junge Menschen für den öffentlichen Dienst und über 600 junge Menschen für den Bankensektor eingestellt und ausgebildet werden.
  • CSR Europe wird Unternehmen innerhalb seines Netzwerks dabei helfen, die Qualität ihrer Ausbildungs- und Praktikumsprogramme zu verbessern, so dass 50 000 junge Menschen bis Ende 2017 in den Genuss einer hochwertigen Ausbildung kommen können.

Außerdem haben sich die Unternehmen Bertelsmann, Saica und Verallia Saint-Gobain der Ausbildungsallianz angeschlossen.

Die europäischen Sozialpartner sind neue Zusagen für das Baugewerbe, die Chemiebranche, den Handel und das Bildungswesen eingegangen. Fünf neue Zusagen kommen von nationalen Lehrergewerkschaften und eine von einer französischen Gewerkschaft im Energiesektor. Weitere zentrale Zusagen stammen von der schottischen Regierung, dem Europäischen Verband von Regionen und Kommunen zur Förderung des lebenslangen Lernens und dem Thinktank der Bertelsmann Stiftung.

Diese neuen Mitglieder stoßen zur bestehenden Gruppe von Mitgliedern und Mitgliedsländern der Europäischen Ausbildungsallianz.


Hintergrund

Die Europäische Ausbildungsallianz wurde am 2. Juli 2013 in Leipzig durch eine gemeinsame Erklärung des EU-Ratsvorsitzes, der Kommission und der europäischen Sozialpartner ins Leben gerufen. Es folgten eine Erklärung des Rates und individuelle Verpflichtungen von EU-Ländern zu weiteren Schritten zur Verbesserung von Qualität, Umfang und Angebot von Ausbildungsplätzen.

Die Ausbildungsallianz bringt Behörden, Handels-, Industrie- und Handwerkskammern, Unternehmen, Sozialpartner, Bildungs- und Berufsbildungseinrichtungen, Regionen, Jugendorganisationen und Organisationen ohne Erwerbszweck, Thinktanks und Forschungsinstitute zusammen, um Ausbildungsprogramme und -initiativen in ganz Europa zu fördern.

Italien und die Tschechische Republik haben sich heute ebenfalls der Ausbildungsallianz angeschlossen; damit sind bereits 26 EU-Mitgliedstaaten nationale Verpflichtungen eingegangen. Heute konnte die Allianz zudem die EFTA-Länder Norwegen und Schweiz sowie die Bewerberländer Albanien, Montenegro und die Türkei in ihren Mitgliederkreis aufnehmen.

Seit 2013 haben Unternehmen und andere Partner im Rahmen der Europäischen Ausbildungsallianz 84 Zusagen gemacht.

 

Weitere Informationen

MEMO/15/5241

Website der Konferenz

Folgen Sie der Diskussion online auf Twitter über #ApprenEU

Europäische Ausbildungsallianz

Broschüre über die Europäische Ausbildungsallianz

Liste der neuen Zusagen

Bericht über Online-Umfrage

Informationsblatt auf Drop'pin

Folgen Sie Marianne Thyssen und Social Europe auf Twitter

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Inklusion: http://ec.europa.eu/social/e-newsletter

IP/15/5225

Kontakt für die Medien

Kontakt für die Öffentlichkeit:


Side Bar