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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kommission diskutiert mit Religionsvertretern über das Thema „Zusammenleben und mit Meinungsverschiedenheiten positiv umgehen“

Brüssel, 16 Juni 2015

Die Kommission war heute Gastgeberin des jährlichen hochrangigen Treffens mit führenden Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften. Der Erste Vizepräsident Frans Timmermans begrüßte den Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments Antonio Tajani sowie fünfzehn Vertreterinnen und Vertretern christlicher, jüdischer, muslimischer, hinduistischer, buddistischer und mormonischer Glaubensgemeinschaften. Das diesjährige Treffen stand unter dem Motto„Zusammenleben und mit Meinungsverschiedenheiten positiv umgehen“.

Frans Timmermans erklärte dazu: „Dieser Dialog war noch nie so wichtig wie heute. Unsere Gesellschaften stehen vor grundlegenden Herausforderungen und Kirchen und Religionsgemeinschaften zählen zu jenen Akteuren, die bei der Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Überbrückung von Unterschieden eine wichtige Rolle spielen können. Die heute hier anwesenden Personen sind Partner der Europäischen Kommission, die ihre Erfahrungen im Kampf gegen Fundamentalismus und Diskriminierung und im Aufbau gegenseitigen Vertrauens und Verständnisses teilen können.“

Antonio Tajani, für die umsetzung des Dialogs verantwortlicher Vizepräsident des Europäischen Parlaments, fügte hinzu: „Wir können Radikalismus und Fundamentalismus nur mit vereinten Kräften besiegen. Der Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften ist für die Wahrung der Werte unserer Gesellschaften von zentraler Bedeutung. Die Europäischen Institutionen sollten diesen Dialog nicht nur auf der Ebene der religiösen Oberhäupter und Theologen fördern. Auch junge Menschen sollten eingebunden werden. Wir müssen mehr investieren – nicht nur in unsere Wirtschaft, sondern auch in die Zukunft unserer Jugend. Wir brauchen eine Politik, die zentrale Werte wie Frieden, Solidarität und Achtung der Menschenwürde bei zukünftigen Generationen und Gesellschaften fördert.“

Die Ergebnisse des hochrangigen Treffens werden in das erste Jährliche Kolloquium über Grundrechte in der EU einfließen, das am 1. und 2. Oktober 2015 stattfindet. Es wird dem zentralen Thema „Toleranz und Respekt: Antisemitismus und Muslimenhass in Europa verhindern“ gewidmet sein.


Hintergrund

Die Kommission lädt seit 2005 regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen und religiösen Vereinigungen sowie weltanschaulichen Gemeinschaften zu hochrangigen Treffen und Arbeitssitzungen ein. Das heutige Treffen ist das elfte dieser Art. Seit 2009 ist der Dialog mit Kirchen, religiösen Vereinigungen und weltanschaulichen Gemeinschaften im Vertrag von Lissabon verankert.

Die Kommission fördert den Dialog im Rahmen solcher Treffen sowie durch finanzielle Unterstützung für Projekte, die der Förderung des Verständnisses zwischen Kulturen, Religionen und Konfessionen dienen. Im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ 2014-2020, dessen Mittelausstattung sich auf insgesamt 185,5 Mio. EUR beläuft, kofinanziert die Kommission Projekte, mit denen eine Sensibilisierung für Europas gemeinsame Werte wie Toleranz und gegenseitigen Respekt sowie die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements angestrebt wird.

Im Rahmen des Programms „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft“ 2014-2020 werden im Jahr 2015 Projekte unterstützt, die auf die Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus sowie von Hass und Intoleranz gegenüber Muslimen abzielen. Ebenso werden Projekte gefördert, die auf die Entwicklung von Instrumenten und Praktiken zur Prävention, Beobachtung und Bekämpfung von Hassparolen im Internet (unter anderem durch die Verbreitung von Gegenbotschaften) ausgerichtet sind.


Weitere Informationen

Der Dialog der Europäischen Kommission mit Kirchen, religiösen Vereinigungen und weltanschaulichen Gemeinschaften auf der Homepage der GD Justiz zu den Grundrechten

Pressemitteilung über das jährliche Treffen mit weltanschaulichen Gemeinschaften am 2. Juni 2015

 

Liste der Teilnehmer

Frau Joelle AFLALO, Jüdische Gemeinschaft Luxemburg

Herr François CLAVAIROLY, Präsident der Föderation der Protestanten Frankreichs

Herr Jamie CRESSWELL, Präsident der Europäischen Buddhistischen Union

Seine Exzellenz Herr Albert GUIGUI, Oberrabbiner von Brüssel und Ständiger Vertreter der Konferenz Europäischer Rabbiner

Herr Khalid HAJJI, Generalsekretär des Europäischen Rats der Marokkanischen Ulama

Frau Svamini HAMSANANDA, Hindu-Forum Europa

Seine Exzellenz The Right Reverend Christopher HILL, Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen

Seine Exzellenz The Right Reverend Robert INNES, Bischof in der Diözese Europa

Elder Patrick KEARON, Erster Ratgeber im Gebiet Europa – Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage

Seine Eminenz Kardinal Reinhard MARX, Erzbischof von München und Freising, Präsident der COMECE

Seine Eminenz Metropolit JOSEPH, Rumänisch-orthodoxe Metropolie für West- und Südeuropa

Herr Ali Sayed RAZAWI, Ko-Generalsekretär der Organisation Majlis e Ulama e Shia Europe

Frau Irmgard SCHWAETZER, Präses der Synode der Evangelischen Kirche Deutschland

Frau Maria VOCE, Präsidentin der Fokolar-Bewegung

Frau Catherine KARKALA-ZORBA, Orthodoxe Akademie des Ökumenischen Patriarchats, Griechenland


IP/15/5179

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