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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Erasmus+: Neues Darlehenssystem und Alumni-Unterstützung für Masterstudierende

Brüssel, 11 Juni 2015

Ab jetzt stehen im Rahmen der Erasmus+-Bürgschaftsfazilität für Masterstudierende die ersten Darlehen für Hochschulabsolventen zur Verfügung, die im Ausland einen Masterabschluss erwerben möchten. Die entsprechende Vereinbarung, die die Vergabe von Darlehen im Wert von bis zu 30 Mio. EUR ermöglichen wird, für die die Europäische Kommission über ihr Programms Erasmus+ Garantien bereitstellt, wird von der MicroBank und dem Europäischen Investitionsfonds unterzeichnet. Diese erste Vereinbarung wird die finanzielle Unterstützung von Studierenden aus Spanien ermöglichen, die in einem anderen der 33 Erasmus+-Programmländer einen Masterabschluss erwerben wollen, sowie von Studierenden aus diesen Ländern, die ihren Master in Spanien machen möchten.

EU-Kommissar Tibor Navracsics würdigte die Unterzeichnung der Vereinbarung mit folgenden Worten: „Wir sind entschlossen, begabte junge Europäerinnen und Europäer, die ihren Masterabschluss in einem anderen Land erwerben wollen, zu unterstützen. Diese Erasmus+-Darlehen ermöglichen Studierenden in Europa, zu günstigen, erschwinglichen Bedingungen in ihre Ausbildung und ihre Zukunft zu investieren. Wir begrüßen es sehr, dass MicroBank sich als Pionierinstitut engagiert, und freuen uns auf eine künftige Zusammenarbeit mit weiteren Finanzinstituten in der gesamten Union.“

Die Bürgschaftsfazilität für Erasmus+-Masterstudierende wurde Anfang des Jahres von der Europäischen Kommission und dem EIF mit einem an die Banken gerichteten Aufruf zur Beteiligung auf den Weg gebracht. Es werden dafür über 500 Mio. EUR aus dem Erasmus+-Etat zur Verfügung gestellt, womit bis zu 3 Mrd. EUR an Darlehensmitteln für begabte junge Europäer aufgebracht werden können. Mit der Initiative sollen insgesamt 200 000 Studierende unterstützt werden, die im Ausland einen Masterabschluss erwerben wollen.

Studierende, die im Ausland ein vollständiges Masterstudium absolvieren, können bis zu 12 000 EUR für einen einjährigen Masterstudiengang und bis zu 18 000 EUR für einen zweijährigen Masterzyklus erhalten. Die Europäische Kommission hat sichergestellt, dass diese Darlehen zu günstigen Bedingungen gewährt werden. So werden von den Studierenden oder ihren Eltern keine Sicherheiten verlangt, es werden günstige Zinssätze angeboten, und mit der Rückzahlung muss erst einige Zeit nach Studienabschluss begonnen werden. Nähere Informationen über die Darlehen finden Sie auf der Erasmus+-Website Darlehen für Masterstudierende und der Website der MicroBank.

Alle Studierenden, die eine Finanzhilfe, ein Stipendium oder ein Darlehen unter Erasmus+ erhalten, können jetzt auch Unterstützung und Rat der neuen Vereinigung der Erasmus+-Studierenden und Alumni (Erasmus+ Student and Alumni Association – ESAA) in Anspruch nehmen, die am 12. Juni bei einer Veranstaltung in Brüssel aus der Taufe gehoben wird. In dieser neuen Vereinigung, die bis 2020 über 3 Millionen Erasmus+-Studierende vertreten wird, schließen sich vier bestehende Vereinigungen und deren lokale Netzwerke (Erasmus Mundus Students and Alumni Association, Erasmus Student Network, garagErasmus (gE) und OCEANS network) unter einem Dach zusammen.

Hintergrund

 

  • Erasmus+

Eines der zentralen Ziele des Programms Erasmus+, mit dem auch Berufsbildung, Jugend und Sport gefördert werden, ist es, die Modernisierung der europäischen Bildungssysteme zu unterstützen und Qualifikation und Beschäftigungsfähigkeit der Studierenden zu verbessern. Eine von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebene Studie über die Wirkung des Erasmus-Austauschprogramms der Europäischen Union hat die Vorteile der Mobilität von Studierenden bestätigt: Absolventen mit Auslandserfahrung tun sich sehr viel leichter auf dem Arbeitsmarkt, und sie haben häufig stärkere Querschnittskompetenzen, die von den Arbeitgebern besonders geschätzt werden. Das auf sieben Jahre (2014-2020) ausgelegte Programm ist mit 14,7 Mrd. EUR ausgestattet – 40 % mehr als zuvor zur Verfügung stand. Dies zeigt, dass die EU entschlossen ist, in diese Bereiche zu investieren. Erasmus+ wird mehr als vier Millionen Europäerinnen und Europäern die Möglichkeit geben, im Ausland zu studieren, eine Aus- oder Weiterbildung zu absolvieren, Arbeitserfahrung zu sammeln oder Freiwilligendienst zu leisten. Darüber hinaus werden mit dem Programm länderübergreifende Partnerschaften zwischen Hochschul-, Aus- und Weiterbildungs- und Jugendeinrichtungen unterstützt, um so die Zusammenarbeit zu fördern und eine Brücke zwischen der Welt der Bildung und der Arbeitswelt zu schlagen.

 

  • Europäischer Investitionsfonds

Hauptaufgabe des Europäischen Investitionsfonds (EIF) ist es, Europas Kleinstunternehmen sowie seine kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu unterstützen, indem er ihnen den Zugang zu Finanzierungsmitteln erleichtert. Der EIF konzipiert und entwickelt Modelle für Risiko-und Wachstumskapital, Garantien und Mikrofinanzierungsinstrumente, die speziell auf dieses Marktsegment zugeschnitten sind. In dieser Funktion unterstützt der EIF die Ziele der EU in den Bereichen Innovation, Forschung und Entwicklung, Unternehmertum, Wachstum und Beschäftigung.

Weitere Informationen

Programm Erasmus+

Europäischer Investitionsfonds

MicroBank

IP/15/5153

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