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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Annahme von weiteren 24 Entwicklungsprogrammen für den ländlichen Raum zur Dynamisierung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums in der EU

Brüssel, 26 Mai 2015

Die Europäische Kommission hat heute weitere 24 Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum (EPLR) angenommen, mit denen im Zeitraum bis 2020 die Wettbewerbsfähigkeit des Agrarsektors der EU verbessert, Landschaft und Klima geschützt und das wirtschaftliche und soziale Gefüge ländlicher Gemeinschaften gestärkt werden sollen. Mit den heute angenommenen Programmen werden voraussichtlich mehr als 40 000 Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten und etwa 700 000 Ausbildungsplätze zur Förderung von Innovationen, Wissenstransfer, nachhaltigeren landwirtschaftlichen Verfahren und stärkeren Unternehmen im ländlichen Raum geschaffen. Aus dem EU-Haushalt werden Finanzierungsmittel in Höhe von 27 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt, die durch weitere öffentliche Gelder auf nationaler/regionaler Ebene und/oder Mittel aus der Privatwirtschaft ergänzt werden.

Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe, Unterstützung für Junglandwirte, nachhaltige Bodenbewirtschaftung und verbesserte Breitbandinfrastrukturen zählen zu den prioritären Maßnahmen der angenommenen regionalen und nationalen Programme. Die betroffenen Mitgliedstaaten sind Bulgarien, Kroatien, die Tschechische Republik, Deutschland, Irland, Italien, Rumänien, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich.

Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, begrüßte die heutigen Beschlüsse und erklärte: „Eine der großen Stärken unseres Konzepts für die Entwicklung des ländlichen Raums besteht darin, dass wir zwar Kernprioritäten haben, es aber jedem Mitgliedstaat bzw. jeder Region überlassen, ein Programm zu konzipieren, das auf die jeweiligen Probleme und Chancen zugeschnitten ist. Die heute angenommenen Programme bieten Finanzierungsmittel für eine ganze Palette dynamischer Projekte - von Projekten zur Modernisierung der Landwirtschaft und zur Förderung des Generationswechsels in Kroatien und Rumänien über den Breitbandausbau in dünnbesiedelten Gebieten in der Emilia Romagna und Unterstützung für den ökologischen Landbau in Schweden bis zur Förderung einer umweltfreundlichen Bodenbewirtschaftung auf 1 Million Hektar Agrarland in Irland. Ein wichtiger Aspekt der EPLR ist die Stärkung der Wissensbasis unseres Agrarsektors. Ich freue mich, dass fast alle der heute angenommenen Programme Innovationsprojekte im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft unterstützen werden.“


Hintergrund

Die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums ist die so genannte zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik, über die die Mitgliedstaaten EU-Mittel erhalten, die auf nationaler oder regionaler ebene im Rahmen mehrjähriger kofinanzierter Programme verwaltet werden. Insgesamt sind 118 Programme in allen 28 Mitgliedstaaten vorgesehen, für die aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) für den Zeitraum 2014-2020 EU-Mittel in Höhe von 99,6 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt werden. Diese Maßnahmen werden durch zusätzliche nationale, regionale und private Mittel Mittel kofinanziert. Mit den heute angenommenen Programmen erhöht sich die Zahl der genehmigten EPLR auf 51, für die mehr als 62 Mrd. EUR (rund 62,4 % des Budgets) zur Verfügung stehen. Die neue Verordnung über die Entwicklung des ländlichen Raums für den Zeitraum 2014 – 2020 umfasst sechs wirtschaftliche, umweltpolitische und soziale Prioritäten, und in den Programmen ist klat vorgegeben, was erreicht werden soll.Zur besseren Koordinierung der Maßnahmen und zur Maximierung von Synergien mit den anderen Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) wurde darüber hinaus mit jedem Mitgliedstaat eine Partnerschaftsvereinbarung geschlossen, in der die umfassende Strategie für EU-finanzierte Strukturinvestitionen dargelegt ist

 

Die heute genehmigten 24 EPLR – EU-Mittel aus dem ELER* (in Mio. Euro)

Programm

EU-Mittel in Mio. EUR

Anteil an den

ELER-Gesamtmitteln

Bulgarien

2 366,7

2,38 %

Kroatien

2 026,2

2,04 %

Tschechische Republik

2 305,7

2,32 %

Deutschland - Baden-Württemberg

709,6

0,71 %

Deutschland – Berlin + Brandenburg

1 050,7

1,06 %

Deutschland – Niedersachsen + Bremen

1 119,9

1,13 %

Deutschland – Rheinland-Pfalz

299,8

0,30 %

Deutschland – Saarland

33,6

0,03 %

Deutschland – Schleswig-Holstein

419,5

0,42 %

Deutschland – Thüringen

679,7

0,68 %

Irland

2 190,6

2,20 %

Italien – nationales Netzwerk für den ländlichen Raum

59,7

0,06 %

Italien – Bozen

158,0

0,16 %

Italien – Emilia-Romagna

513,0

0,52 %

Italien – Toskana

414,7

0,42 %

Italien – Venetien

510,7

0,51 %

Rumänien

8 128,0

8,18 %

Spanien – Nationales Programm

237,8

0,24 %

Spanien – Aragonien

467,0

0,47 %

Spanien – La Rioja

70,0

0,07 %

Spanien – Baskenland

87,1

0,09 %

Schweden

1 763,6

1,78 %

Vereinigtes Königreich - Schottland

844,7

0,85 %

Vereinigtes Königreich – Wales

655,8

0,66 %

* Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums

IP/15/5025

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