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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Präsident Juncker lädt weltweit führende Wissenschaftler ein, erörtert die Bedeutung der Wissenschaft für die Wettbewerbsfähigkeit und kündigt einen neuen Mechanismus für die wissenschaftliche Beratung an

Brüssel, 13 Mai 2015

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, ist heute Gastgeber eines Arbeitsessens für eine Gruppe herausragender Wissenschaftler von internationalem Renommee: Sir Paul Nurse, Jules Hoffmann, Serge Haroche, László Lovász, Jean Tirole und Edvard Ingjald Moser. Ebenfalls an den Erörterungen teilnehmen werden Vizepräsident Jyrki Katainen, zuständig für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit, und EU-Kommissar Moedas, verantwortlich für Forschung, Wissenschaft und Innovation.

 Bei dem Meinungsaustausch wird es darum gehen, wie erreicht werden kann, dass Europa auch in Zukunft ein Kompetenzzentrum für die Wissenschaft ist, wie innovative Ideen auf dem Markt gefördert werden können und wie die beste wissenschaftliche Beratung für die Politik der EU sichergestellt werden kann.

 Präsident Juncker äußerte sich wie folgt: „Seit der Steinzeit ist es der Forschungsdrang des Menschen, der die Gesellschaft vorangebracht hat. Die Welt hat sich verändert. Wenn wir aber wollen, dass unsere Gesellschaft sich weiter entwickelt und die Wirtschaft wächst, müssen wir auch in Zukunft in Bezug auf den Erwerb von Wissen, wissenschaftliche Durchbrüche und Innovationen die höchsten Ansprüche stellen. Dafür reicht ein herausragender Intellekt nicht immer aus. Wir benötigen zusätzliche Finanzierungsquellen und Investitionen in Forschung und Innovation. DerInvestitionsoffensive für Europa kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu. Forschungsinvestitionen sind für Europa eine Priorität. Wir stehen kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und dem Rat über die Einrichtung des Europäischen Fonds für strategische Investitionen. Ich arbeite mit dem Rat und dem Parlament daran sicherzustellen, dass die potenziellen kurzfristigen Auswirkungen auf die Grundlagenforschung – bezüglich derer die Forscher Bedenken geäußert haben – so gering wie möglich bleiben.“

Das Treffen wird auch Gelegenheit bieten, zu erörtern, wie unabhängige wissenschaftliche Beratung in der Europäischen Kommission am besten institutionalisiert werden kann. Nachdem das Mandat des leitenden wissenschaftlichen Beraters abgelaufen und die Amtszeit der vorherigen Kommission zu Ende war, bat Präsident Juncker Kommissionsmitglied Moedas, Möglichkeiten zu prüfen, wie die Kommission sich auf die bestmögliche wissenschaftliche Beratung stützen könne, in Ergänzung zu den kommissionsinternen Diensten und externen Gutachten. Erfahrungen auf internationaler Ebene zeigen, dass es kein einheitliches Modell für eine solche Beratung gibt. Vor allem ist darauf zu achten, dass die Beratung

  • unabhängig von institutionellen und politischen Interessen ist,
  • Ergebnisse und Erkenntnisse verschiedener Disziplinen und Konzepte zusammenführt und
  • transparent ist.

 Im Hinblick auf diese Ziele unterstützte der Präsident heute Vormittag die Empfehlung von Kommissar Moedas, einen Mechanismus für hochwertige, frühzeitige und unabhängige wissenschaftliche Beratung einzuführen. Der neue Mechanismus wird sich auf die große Bandbreite wissenschaftlicher Kompetenz in Europa stützen, indem enge Beziehungen mit den nationalen Akademien und sonstigen Stellen gepflegt werden; die Koordinierung übernimmt eine hochrangige Gruppe unabhängiger Wissenschaftler. Kommissionsmitglied Moedas wurde nun beauftragt, dieses neue Instrument in den kommenden Monaten unter Einbeziehung weiterer Kommissionsmitglieder und der Ausschöpfung der Möglichkeiten einer wirksamen Zusammenarbeit zwischen den Kommissionsdienststellen einzuführen (weitere Informationen im Anhang unten).

EU-Kommissar Moedas erklärte hierzu: „Zusammen mit den geplanten Vorschlägen für eine bessere Rechtsetzung wird der neue Mechanismus für unabhängige wissenschaftliche Beratung zum unveränderten Ziel der Kommission, nämlich bestmöglicher, faktengestützter politischer Entscheidungen, beitragen. Dies wird ein wichtiger Schritt im Sinne einer effektiv arbeitenden Europäischen Kommission sein, die Ergebnisse für ihre Bürgerinnen und Bürger erzielt und die großen gesellschaftlichen Herausforderungen Europas angeht.“

IP/15/4970

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