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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Eurobarometer: Breite Unterstützung der Europäer für EU-Katastrophenschutzpolitik

Brüssel, 07 Mai 2015

Unter den Bürgerinnen und Bürgern der Europäischen Union herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass der Katastrophenschutz EU-weit koordiniert werden sollte. Die Europäer sind ferner der Ansicht, dass Länder im Katastrophenfall die Möglichkeit haben sollten, andere um Hilfe zu ersuchen.

Fast neun von zehn EU-Bürgern (88 %) unterstützen angesichts des grenzüberschreitenden Charakters vieler Katastrophen die EU-weite Katastrophenschutzpolitik. Beinahe ebenso viele (87 %) befürworten, dass die EU weltweit anderen von einer Katastrophe betroffenen Ländern hilft. Eine überwältigende Mehrheit (90 %) hat ferner erklärt, sie würde Hilfe von anderen EU-Ländern erwarten, wenn sich im eigenen Land eine Katastrophe ereignet.

"Die europäischen Bürgerinnen und Bürger teilen die Auffassung, dass eine koordinierte EU-Katastrophenhilfe wirksamer ist als Einzelmaßnahmen eines Landes zur Bewältigung von Katastrophen. Beim Katastrophenschutz geht es darum, die Bürger im Katastrophenfall zu unterstützen und zu schützen. Die Auswirkungen einer Katastrophe sind häufig in mehreren Ländern gleichzeitig spürbar. Wir sind entschlossen, auch künftig zusammenzuarbeiten, um Prävention und Vorsorge weiter zu verbessern“, erklärte der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides anlässlich des Europäischen Forums für den Katastrophenschutz in Brüssel.

Lediglich 37 % der Befragten sind der Ansicht, dass ihr Land über ausreichende Mittel verfügt, um schwere Katastrophen allein zu bewältigen; 80 % finden koordinierte Maßnahmen auf EU-Ebene wirksamer als Maßnahmen der einzelnen Länder.

Weit verbreitet (77 %) ist unter den EU-Bürgern die Besorgnis in Bezug auf mögliche wirtschaftliche Auswirkungen von Naturkatastrophen und vom Menschen verursachten Katastrophen in ihrer jeweiligen Region.

In Bezug auf Katastrophenrisiken sind die Bürgerinnen und Bürger nur wenig sensibilisiert und informiert: Nur 55 % der Befragten gaben an, sie wüssten über diese Risiken Bescheid.

 

Hintergrund

Das EU-Katastrophenschutzverfahren ermöglicht die Zusammenarbeit von 32 europäischen Staaten (den 28 EU-Mitgliedstaaten und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Island, Norwegen und Montenegro) bei der Katastrophenbewältigung, -vorsorge und -prävention. Mit Unterstützung der Kommission bündeln die an dem Verfahren teilnehmenden Staaten die verfügbaren Ressourcen für Einsätze in von Katastrophen heimgesuchten Ländern auf der ganzen Welt. Bei Aktivierung des Verfahrens werden die Hilfseinsätze koordiniert.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren bietet gemeinsame Schulungen und Übungen,den Austausch von Experten, Projekte zur Katastrophenvorsorge und -prävention, die direkte Kommunikation zwischen den für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden während der Notfalleinsätze, Informationsaustausch, koordinierte EU-Hilfseinsätze sowie die Kofinanzierung des Transports.

 

Weitere Informationen

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/thematic/civil_protection_en.pdf

http://ec.europa.eu/echo/publications-events/publications/eurobarometer_en

IP/15/4930

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