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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Expo Milano 2015: Den Planeten ernähren – Europäische Kommission eröffnet wissenschaftliche Debatte

Brüssel, 13 April 2015

Die Europäische Kommission hat eine Online-Konsultation zur Frage gestartet, wie Wissenschaft und Innovation der EU dabei helfen können, die weltweite Versorgung mit genügend sicheren, nahrhaften und nachhaltigen Nahrungsmitteln zu gewährleisten.

Diese Debatte steht im Zusammenhang mit dem Thema der diesjährigen Weltausstellung (Expo Milano 2015) „Den Planeten ernähren, Energie für das Leben“, das über kulturelle Aktivitäten hinausweisen und eine echte politische Debatte über die weltweite sichere und nachhaltige Versorgung mit Nahrungsmitteln einleiten soll.

Ein entsprechendes Diskussionspapier haben EU-Kommissar Tibor Navracsics, zuständig für Bildung, Kultur, Jugend und Sport sowie für die Gemeinsame Forschungsstelle, und Franz Fischler, Vorsitzender des wissenschaftlichen Lenkungsausschusses der EU für die Expo 2015, heute in Brüssel vorgestellt.

Kommissar Navracsics sagte hierzu: „Die Europäische Union hat eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Sicherheit und Nachhaltigkeit von Nahrungsmitteln und Ernährung. Die Expo 2015 bietet uns eine gute Gelegenheit zu zeigen, was die EU bereits auf diesem Gebiet unternimmt. Meine Hoffnung ist, dass die Expo unseren Anstrengungen neuen Schwung verleihen und die internationale Zusammenarbeit weiter stärken wird. Ich begrüße die Arbeit der Gemeinsamen Forschungsstelle und freue mich darauf, in diesen Fragen eng mit meinen Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten, insbesondere mit den Kommissaren für Landwirtschaft, Gesundheit, Forschung, Umwelt und Entwicklung.“

Und Franz Fischler meinte:„Ich glaube, dass Wissenschaft und Innovation eminent wichtig sind, wenn wir allen Menschen Zugang zu sicheren, nahrhaften und nachhaltig erzeugten Nahrungsmitteln gewährleisten wollen. Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, dass die Expo 2015 eine starke wissenschaftliche Komponente erhält. Ich hoffe, dass die Konsultation und das Diskussionspapier für die globale Debatte wegweisend sein werden.“

 

Die Konsultation wird die Diskussionen über eine künftige Forschungsagenda untermauern, die zur Bewältigung der globalen Herausforderungen in den Bereichen Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit beitragen soll. Sie wird sich auf Felder konzentrieren, auf denen die Forschungsanstrengungen der EU besonders viel bewirken können, wie bessere Gesundheit durch Ernährung, sicherere und höherwertige Nahrungsmittel, weniger Verluste und Verschwendung von Lebensmitteln, Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft durch eine nachhaltige Intensivierung der Erzeugung, neue Erkenntnisse über die Funktionsweise von Nahrungsmittelmärkten, besserer Zugang zu Nahrungsmitteln für Menschen weltweit.

An der Online-Konsultationkönnen sich bis zum 1. September alle Interessenten beteiligen. Die Ergebnisse der Konsultation werden am 15. Oktober vor dem Welternährungstag veröffentlicht und den Beitrag der EU für die Expo 2015 mitgestalten. Sie werden das wissenschaftliche Programm ergänzen, das im EU-Pavillon auf der Expo geplant ist und Fachleute und Entscheider aus der ganzen Welt zusammenbringen soll.

Hintergrund

Die Weltausstellung 2015 findet vom 1. Mai bis zum 31. Oktober in Mailand, Italien, statt. Es werden über 145 Länder und internationale Organisationen teilnehmen und rund 20 Millionen Besucher erwartet. Für ihren Beitrag wird die EU auf das in den Institutionen vorhandene breitgefächerte Fachwissen zurückgreifen können. Die Koordinierung übernimmt die Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission.

Die EU ist auf verschiedenen mit der Expo verbundenen Gebieten ein wichtiger Akteur: Sie ist der weltweit größte Exporteur und der zweitgrößte Importeur von Lebensmitteln und zugleich der größte Geber von humanitärer und Entwicklungshilfe. Die Expo fällt außerdem zusammen mit dem Übergang von den Milleniums-Entwicklungszielen auf die „Nachhaltigen Entwicklungsziele“, mit dem Europäischen Jahr für Entwicklung und mit dem Internationalen Jahr der Böden; dadurch bietet sie der EU die Chance, einen bedeutenden Schritt voranzukommen.

Forschung und Entwicklung im Agrarbereich sind eines der effektivsten Instrumente, um die landwirtschaftliche Produktion substanziell und nachhaltig zu steigern. Aus dem für den Zeitraum 2014-2020 mit 80 Mrd. EUR dotierten EU-Forschungsprogramm „Horizont 2020“ werden über 3,8 Mrd. EUR für Forschungs- und Innovationsmaßnahmen bereitgestellt, die einige unserer größten gesellschaftlichen Herausforderungen betreffen, etwa die Nahrungsmittelsicherheit, eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, die marine, maritime und limnologische Forschung sowie die Biowirtschaft.

Im Bereich von Gesundheit und Ernährung hat die EU die weltweit strengsten Lebensmittelstandards, die auf soliden wissenschaftlichen Untersuchungen und Risikobewertungen beruhen. Da die Ernährung ein wichtiger Gesundheitsfaktor ist, hat sich die Europäische Kommission die Förderung einer gesunden Ernährungsweise zum Ziel gesetzt.

Die Gemeinsame Forschungsstelle, die die Beteiligung der EU an der Expo organisiert, ist der hauseigene wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission. Sie verfügt über langjährige Forschungserfahrungen in den Bereichen Lebensmittel- und Ernährungssicherheit (einschließlich der Umweltaspekte).

Links

Online-Konsultation

Diskussionspapier „The role of research in global food and nutrition security

Factsheet zur EU auf der EXPO 2015

Website„The EU at Expo“

Twitter: #EUExpo2015

IP/15/4761

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