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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Zwei Galileo-Satelliten der EU erfolgreich gestartet

Brüssel, 28 März 2015

Seit heute befinden sich zwei weitere Satelliten des Galileo-Satellitennavigationsprogramms der EU in der Umlaufbahn. Der Start erfolgte am 27. März auf dem europäischen Raumfahrtbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana um 22.46 Uhr CET. Die empfangenen Signale bestätigen, dass die beiden Satelliten punktgenau ausgesetzt wurden.

Elżbieta Bieńkowska, für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmen und KMU zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission, hierzu: „Der erfolgreiche Start der beiden Galileo-Satelliten bringt uns ein gutes Stück weiter auf dem Weg zu einem globalen europäischen Satellitennavigationssystem. Heute haben wir erneut gezeigt, dass Europa über das Wissen, die Spitzentechnologie, die Vision und den Willen verfügt, große Vorhaben umzusetzen. Ob Sie sich nun einen Nutzen aus der nächsten Generation von Pkw-Navigationsgeräten erhoffen oder die Gewissheit haben möchten, dass die Küstenwache die Such- und Rettungsfunktion nutzen kann – Galileo wird Ihnen bald enorme Möglichkeiten bieten.“


Der nächste Start von Galileo-Satelliten ist für September 2015 geplant. Ziel der Kommission ist es, dass erste Galileo-Dienste bis 2016 zur Verfügung stehen und die vollständige Betriebsbereitschaft bis 2020 erreicht wird.

Verfügbarkeit und Abdeckung sollen mit den noch ausstehenden Starts weiter verbessert werden und so den Nutzen der Satellitensignale von Galileo für die Bürgerinnen und Bürger Schritt für Schritt erhöhen.

Hintergrund

Satellitennavigationsdienste sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Galileo ist das Programm der Europäischen Union zur Entwicklung eines globalen Satellitennavigationssystems unter europäischer ziviler Kontrolle. Galileo-Signale ermöglichen den Nutzern eine außerordentlich präzise Standortbestimmung.

Galileo wird zwar mit vorhandenen ähnlichen Systemen kompatibel und bei einigen Diensten mit diesen interoperabel sein, aber dennoch autonom bleiben.

Die verbesserten Positions- und Zeitinformationen von Galileo werden vielen Diensten und Nutzern in Europa Vorteile bringen. Produkte wie Pkw-Navigationsgeräte und Mobiltelefone werden von der größeren Genauigkeit, die Galileo bietet, profitieren. Auch kritischen Diensten kommen die Daten der Galileo-Satellitennavigation zugute – etwa der Sicherheit im Straßen- und Eisenbahnverkehr und unserer Einsatzbereitschaft im Notfall.

Mit Merkmalen wie der globalen Such- und Rettungsfunktion wird es weltweit erstmals möglich sein, die quasi Echtzeit-Ortung von Notrufen zu integrieren. Damit können Leben gerettet und die Risiken für die Einsatzkräfte gemindert werden.

Bereits jetzt werden die Vorteile der Europäischen Erweiterung des geostationären Navigationssystems (EGNOS) genutzt, um die Leistungsfähigkeit globaler Satellitennavigationssysteme zu verbessern.

Mit dem Aufbau und Betrieb von Galileo investiert die Europäische Union in einen äußerst wichtigen Sektor der europäischen Wirtschaft. Galileo wirkt als Katalysator für Forschung und Entwicklung im Hochtechnologiesektor und fördert die Schaffung hoch qualifizierter Arbeitsplätze. Mit der Branche der Satellitennavigation sind in Europa inzwischen 50 000 hochqualifizierte Arbeitsplätze verbunden und über 300 europäische Unternehmen beschäftigen sich mit der Entwicklung entsprechender Anwendungen – beispielsweise für den Verkehrssektor, für hochgenaue Vermessungen, Ortungsdienste, Landwirtschaft oder Notfalldienste. 


Mit dem Start weiterer Satelliten werden noch mehr Menschen die von Galileo bereitgestellten Dienste nutzen können. Das gesamte Netz von 30 Satelliten und ihrer Bodenstationen wird bis 2020 fertiggestellt sein.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

MEMO/15/4711 Häufig gestellte Fragen zu Galileo, dem Satellitennavigationsprogramm der EU

Galileo auf Europa


Contact : Lucia CAUDET +32 460 756 182

 





 

IP/15/4717

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