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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Europäische Kommission und Europäische Investitionsbank erleichtern Kreditzugang für Landwirte

Brüssel, 23 März 2015

       


Die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben heute ein Garantiemodell für die Landwirtschaft vorgestellt. Dies ist das erste Produkt, das auf der Grundlage ihrer im Juli 2014 unterzeichneten Absichtserklärung für die Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung in der EU neu entwickelt wurde.

Mit Hilfe dieses Garantiemodells sollen Landwirte und andere Unternehmen im ländlichen Raum leichter Zugang zu Finanzierungsmitteln erhalten. Die Mitgliedstaaten und Regionen können das Modell anpassen und nutzen, um Finanzierungsinstrumente einzurichten, die im Rahmen ihrer Programmen zur Entwicklung des ländlichen Raums aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert werden und der Besicherung von Investitionskrediten zur Förderung der Leistungsfähigkeit von landwirtschaftlichen Betrieben, der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, von Unternehmensgründungen und vielen anderen Bereiche dienen.

Das Garantieinstrument ist mit einem ebenfalls heute vorgestellten Arbeitsprogramm verknüpft, in dem die näheren Einzelheiten der Zusammenarbeit von Kommission und EIB im Rahmen der Absichtserklärung darlegt sind. Zusätzlich dazu berät die EIB Mitgliedstaaten und Regionen, damit diese die Finanzierungsinstrumente besser verstehen und gezielter einsetzen können.

Phil Hogan, das für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige Kommissionsmitglied, erklärte in Brüssel auf einer Veranstaltung zur Information der Mitgliedstaaten und Regionen über die Zusammenarbeit:

„Finanzierungsinstrumente bieten uns die Möglichkeit, den Nutzen der Politik für die Entwicklung des ländlichen Raums – der zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) – noch weiter zu steigern. Durch die Erleichterung des Zugangs zu Finanzierungsmitteln kann ein Euro öffentlicher Mittel für besicherte Darlehen im Wert von zwei, drei oder mehr Euro genutzt werden, um unsere Landwirte, insbesondere junge Landwirte, und andere Unternehmer im ländlichen Raum zu unterstützen, damit sie Wachstum und Arbeitsplätze schaffen können. Die Zusammenarbeit der Kommission und der EIB, zu der wir heute nähere Informationen geben, ist ein Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel.“

EIB-Vizepräsident Wilhelm Molterer erklärte:

„In der ländlichen Wirtschaft der EU besteht ein riesiger Investitionsbedarf, doch die öffentliche Hand kann nur begrenzte Unterstützung leisten, weil die öffentlichen Mittel knapp sind. Deshalb müssen wir die öffentlichen Mittel geschickt einsetzen, um private Investoren zu gewinnen und Investitionen zu mobilisieren. Die Unterstützung durch Finanzierungsinstrumente aus dem ELER ist ein echter Paradigmenwechsel. Der Einsatz dieser Instrumente liegt ganz im Interesse der Empfänger von ELER-Mitteln, da sie mehr Möglichkeiten erschließen als einfache Zuschüsse.“


Hintergrund

Nach den ELER-Vorschriften können Mitgliedstaaten und Regionen Finanzierungsinstrumente (z. B. Garantiefonds, revolvierende Fonds und Beteiligungsfonds) in ihre sieben Jahre laufenden Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums aufnehmen, wenn vorab nachgewiesen wird, dass dies sinnvoll ist. Von dieser Möglichkeit wurde jedoch in den bisher von den nationalen und regionalen Behörden vorgelegten Entwicklungsprogrammen kaum Gebrauch gemacht, was zum Teil auf eine mangelnde Vertrautheit mit solchen Instrumenten zurückzuführen ist.

Ein Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums, das nicht von Anfang an Finanzierungsinstrumente enthält, kann zu einem späteren Zeitpunkt geändert werden, wenn der Mitgliedstaat bzw. die Region zu der Überzeugung gelangt ist, dass diese Instrumente die Wirksamkeit des Programms erhöhen.

Das im Rahmen der Absichtserklärung erstellte Arbeitsprogramm deckt auch die Forschung der Kommission zu Themen aus der Landwirtschaft, der Nahrungsmittelerzeugung und der Forstwirtschaft ab sowie die normale Kreditvergabe der EIB für Projekte zur Förderung der Landwirtschaft oder des ländlichen Raums.

IP/15/4647

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