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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Ukraine steigt in das Programm „Horizont 2020“ ein, um mit der EU in Wissenschaft und Forschung zusammenzuarbeiten

Kiev, 20 März 2015

Forscher, Unternehmen und Innovatoren aus der Ukraine können sich von nun an in vollem Umfang und gleichberechtigt mit den EU-Mitgliedstaaten und anderen assoziierten Staaten an dem Förderprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ beteiligen. Möglich wird dies dank des Abkommens über die Assoziierung der Ukraine mit Horizont 2020, das heute von Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, und Serhiy Kvit, Minister für Bildung und Wissenschaft der Ukraine, in Kiew unterzeichnet wurde.

EU-Kommissar Moedas erklärte hierzu: „Ich freue mich sehr, die Ukraine als Teilnehmer unseres EU-Forschungsförderprogramms „Horizont 2020“ begrüßen zu dürfen. Die Ukraine hat sich dafür entschieden, in ihre Wissensbasis und in ihre Bürgerinnen und Bürger zu investieren. Sie hat sich entschieden, zu den gemeinsamen Zielen der weiteren Wissens- und Technologiegemeinschaft beizutragen. Das große Forschungs- und Innovationspotenzial der Ukraine bietet vielversprechende Partnerschaften für Europa. Nunmehr hat die Ukraine Zugang zum gesamten Spektrum der Tätigkeiten, die im Rahmen von Horizont 2020 finanziert werden. Das wird dabei helfen, ihre Wirtschaft anzukurbeln. Ich hoffe, dass die Ukraine diese Chancen optimal ausschöpfen wird.“

Horizont 2020 ist das erste EU-Programm, zu dessen Teilnahme sich die Ukraine seit Beginn der vorläufigen Anwendung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und der Ukraine entschieden hat. Diese Assoziierung mit Horizont 2020 macht deutlich, dass sowohl die EU als auch die Ukraine Forschung und Innovation als entscheidende Faktoren für das wirtschaftliche Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen ansehen.

Das Abkommen eröffnet eine Vielzahl neuer Möglichkeiten für ukrainische Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen in der gesamten Wertschöpfungskette von Forschung und Innovation, von der Grundlagenforschung bis hin zu marktnahen Tätigkeiten. So hat die Ukraine beispielsweise nun die Möglichkeit, Finanzhilfen des Europäischen Forschungsrats (EFR) in Anspruch zu nehmen, finanzielle Unterstützung für innovative KMU zu beantragen, von der Unterstützung für wissenschaftliche Spitzenleistungen und anderen Forschungsstrategien zu profitieren und sich an den Führungsstrukturen des Programms zu beteiligen.

Hintergrund:

Mit einem Budget von nahezu 80 Milliarden EUR für den Zeitraum 2014-2020 ist Horizont 2020 das größte multinationale Programm für Forschung und Innovation. Bei seinem Vorgänger, dem 7. RP, gehörte die Ukraine – mit insgesamt 274 erfolgreichen Beteiligungen an 207 Vorschlägen – zu den zehn am stärksten vertretenen Drittländern. Die wichtigsten fünf Bereiche mit Beteiligung aus der Ukraine waren: Umwelt (einschließlich Klimawandel); Verkehr (einschließlich Luftfahrt); Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Produktionstechnologien; Lebensmittel, Landwirtschaft, Fischerei und Biotechnologie sowie Raumfahrt.

Das heute unterzeichnete Abkommen muss noch vom ukrainischen Parlament ratifiziert werden, bevor es in Kraft tritt, aber bereits jetzt können sich ukrainische juristische Personen an allen Maßnahmen von Horizont 2020, die aus dem Haushalt 2015 finanziert werden, beteiligen, da die Assoziierung für die Jahre 2015-2020 gilt. Die Ukraine hat außerdem die Assoziierung mit dem Euratom-Programm für Forschung und Ausbildung beantragt, doch die Verhandlungen müssen gesondert geführt werden.

Weitere Informationen:

Horizont 2020

Mit Horizont 2020 assoziierte Länder

Forschungs- und Innovationskooperation EU-Ukraine

Kontakt für die Öffentlichkeit:

Europe Direct telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail

IP/15/4640

Kontakt für die Medien

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