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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Aufbau der Energieunion: Wichtiger Stromverbund zwischen Frankreich und Spanien fertiggestellt

Brüssel, 20 Februar 2015

An der Einweihung der Stromtrasse zwischen Santa Llogaia und Baixàs nahmen heute das für Klimapolitik und Energie zuständige Mitglied der Europäischen Kommission, Miguel Arias Cañete, der spanische Premier, Mariano Rajoy, der französische Premierminister, Manuel Valls, sowie José Manuel Soria López, der spanische Minister für Industrie, Energie und Tourismus, und Mario Monti, Europäischer Koordinator des Projekts, teil. Die Einweihung findet in Montesquieu-des-Albères auf der französischen Seite und im Castillo de Perelada auf der spanischen Seite statt. Mit dieser Stromtrasse, einem europäischen Projekt von gemeinsamem Interesse, wird die Kapazität des zwischen Frankreich und Spanien bereits bestehenden Stromverbunds von 1400 Megawatt auf 2800 Megawatt verdoppelt. Zudem wird das Stromnetz der iberischen Halbinsel an andere Energiemärkte in Europa angebunden. Das Projekt wurde mit 255 Mio. EUR von der EU im Rahmen des Europäischen Energieprogramms zur Konjunkturbelebung gefördert.

Zur Verwirklichung der Energieunion und einer zukunftsfähigen Klimapolitik – einer der zentralen Schwerpunkte, die Präsident Juncker in seinen politischen Leitlinien für die neue Kommission festgelegt hatte – ist der Stromverbund unerlässlich. Die Fertigstellung dieses Projekts ist Teil der umfassenderen Strategie der Juncker-Kommission, die Energiemärkte Europas zu integrieren. Im Rahmen dieser Strategie wird die Kommission am 25. Februar eine Mitteilung vorlegen, wie sie einen Stromverbund von 10 % in allen Mitgliedstaaten bis 2020 zu erreichen gedenkt. Diese Mitteilung wird Hand in Hand mit der Strategie für die Energieunion gehen, die am selben Tag vorgestellt werden wird. Darüber hinaus wird Präsident Juncker gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Spaniens und Portugals diesem Prozess auf ihrem Gipfeltreffen am 4. März in Madrid noch weitere Impulse geben.

Der Vizepräsident für die Energieunion, Maroš Šefčovič, sagte hierzu: „Ich beglückwünsche Frankreich und Spanien zu diesem Erfolg. Der Verbund zwischen den Mitgliedstaaten und Energiemärkten wird uns stärken. Er verringert unsere Abhängigkeit, erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und erleichtert den Übergang zu einer Wirtschaft mit niedrigem CO2-Ausstoß. Wir brauchen in ganz Europa noch mehr solcher Beispiele“.

Zur Bedeutung dieses Projekts ergänzte Kommissionsmitglied Miguel Arias Cañete: „Nach so vielen Jahren zeigt die Fertigstellung dieses wegweisenden Projekts erneut unsere Entschlossenheit, in Europa einen vollständig integrierten Energiemarkt zu schaffen. Die höhere Verbundkapazität erleichtert die Weiterleitung von aus erneuerbaren Energierträgern erzeugtem Strom auf dem europäischen Markt und stärkt die Zuverlässigkeit des europäischen Stromsystems. Dies steigert zudem den grenzübergreifenden Wettbewerb zwischen den Energieunternehmen und bietet den Verbrauchern größere Wahlmöglichkeiten und niedrigere Energiepreise. Es wird nicht bei einem Einzelprojekt bleiben. Die Juncker-Kommission wird sich weiterhin unermüdlich für die Integration der europäischen Energiemärkte einsetzen, damit unsere Bürger, Haushalte und Unternehmen mit sichererer, sauberer und billigerer Energie versorgt werden können.“ Er fügte hinzu: „Es ist beeindruckend, wie ein paar Kilometer Kabel die EU auf ein neues Integrationsniveau anheben können, von dem alle EU-Bürger profitieren werden.“

Im Oktober 2014 hatte der Europäische Rat alle Mitgliedstaaten aufgefordert, bis 2020 den Verbund von mindestens 10 % ihrer installierten Stromerzeugungskapazität zu erreichen. Dies bedeutet, dass jeder Mitgliedstaat seine Stromleitungen so auslegen sollte, dass mindestens 10 % des in seinen eigenen Kraftwerken erzeugten Stroms grenzüberschreitend in Nachbarländer weitergeleitet werden kann. Bislang deckte die Kapazität des Stromverbunds zwischen Frankreich und Spanien nur 3 % der Nachfragespitzen auf der iberischen Halbinsel. Die extrem niedrige Verbundkapazität war ein entscheidendes Hindernis für die Schaffung eines regionalen Strommarkts im Südwesten Europas und hinderte die Energieunternehmen auf der iberischen Halbinsel daran, sich am EU-Energiebinnenmarkt zu beteiligen.

 

Hintergrund

Die Stromtrasse verbindet die Städte Baixàs in der Region Rosellón (Frankreich) mit Santa Llogaia in Alto Ampurdán (Spanien). Sie erstreckt sich über eine Länge von 64,5 km – 33,5 km davon verlaufen durch Frankreich und 31 km durch Spanien. Für die Querung des Albera-Massivs in den Pyrenäen wurde ein 8,5 km langer Tunnel gebaut. Die übrige Trasse verläuft unterirdisch.

Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 700 Mio. EUR, wovon die EU im Rahmen des Europäischen Energieprogramms zur Konjunkturbelebung 255 Mio. EUR beisteuerte. Die EU unterstützte die technischen Studien, die Auftragsvergabe für das Material sowie die Bauarbeiten für die Leitungen, das Umspannwerk und den Tunnel.

Weitere Informationen zur EU-Energieinfrastruktur

IP/15/4463

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