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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Die Kommission verhilft Europas besten Innovationen zur Marktreife

Brüssel, 05 Februar 2015

Mit Hilfe der „Proof of Concept Grants“ des Europäischen Forschungsrats (ERC) erhalten 59 in Europa tätige Forscher jetzt die Möglichkeit, ihre Erfindungen, mit denen sie neue Wege beschreiten, zur Marktreife zu bringen. Bei diesen Innovationen handelt es sich beispielsweise um einen einfachen Bluttest für die Brustkrebsdiagnose, ein Gerät zur Rückverfolgung von Tropenholz und zur Vermeidung illegaler Abholzung sowie um künstliche Venen aus Meeresschwämmen. Die Finanzhilfen in Höhe von bis zu 150 000 EUR ermöglichen es ausgewählten Empfängern von ERC-Mitteln, Unternehmen zu gründen, sich die Rechte am geistigen Eigentum ihrer Erfindungen zu sichern oder andere Wege zu erkunden, um die Marktfähigkeit ihrer Ideen zu testen.

Dazu Carlos Moedas, der für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige EU-Kommissar: „Europa verfügt über ein reiches Potenzial an Forschung von Weltrang – doch noch zu wenige Forschungsergebnisse erreichen das Stadium marktreifer und wegweisender Produkte und Dienstleistungen. Die ‚Proof of Concept Grants‘ werden einige unserer Spitzenforscher in die Lage versetzen, sich mit den weltweit besten innovativen Köpfen zu messen. Dies stärkt unsere Fähigkeit, Innovationen zu vermarkten, erhöht unsere Wettbewerbsfähigkeit und trägt zu der in Europa notwendigen Ankurbelung von Beschäftigung und Wachstum bei.“

Die heute angekündigten 59 Finanzhilfen sind Teil der zweiten Runde des „Proof-of-Concept“-Wettbewerbs des ERC. Für die gesamte Aufforderung stehen Fördermittel von 18 Mio. EUR bereit. Insgesamt gingen 442 Bewerbungen für diese Aufforderung ein – ein Anstieg um 51 % im Vergleich zum vorherigen Wettbewerb.

Bei dieser zweiten Vergaberunde werden Wissenschaftler im gesamten Europäischen Forschungsraum, konkret in den folgenden 15 Ländern gefördert: Niederlande (11), Vereinigtes Königreich (9), Spanien (8), Frankreich (6), Israel (6), Deutschland (4), Italien (4), Schweiz (3), Irland (2), Belgien (1), Finnland (1), Griechenland (1), Norwegen (1), Schweden (1) und Türkei (1).

Hintergrund

 

Der 2007 von der EU eingerichtete Europäische Forschungsrat ist die erste europäische Organisation zur Finanzierung von Exzellenz in der Pionierforschung. Der ERC wählt jedes Jahr – unabhängig von Nationalität und Alter – die besten und kreativsten Wissenschaftler aus, um ihnen die Durchführung von auf fünf Jahre angelegten Projekten in Europa zu ermöglichen. Darüber hinaus bemüht sich der ERC, für Spitzenforscher aus aller Welt Anreize zu schaffen, nach Europa zu kommen. Bisher hat der ERC über 4 500 Spitzenforscher in verschiedenen Phasen ihrer Karrieren gefördert. Im Zuge des neuen EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ wurde der ERC mit über 13 Mrd. EUR ausgestattet und verfügt damit über einen erheblich aufgestockten Haushalt.

Die „Proof-of-Concept“-Förderung wurde 2011 als Zusatzförderung für Empfänger von ERC-Mitteln eingeführt, um die Innovation zu unterstützen. Eine einzige Finanzhilfe kann bis zu 150 000 EUR betragen. Diese Aufforderung ist allen Forschern vorbehalten, die bereits von einer laufenden ERC-Förderung profitieren oder deren ERC-Förderung jüngst ausgelaufen ist. Die Laufzeit der Finanzhilfen beträgt bis zu 18 Monate je Projekt. Die Förderrunden für die nächste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen – „Proof of Concept 2015“ – sind derzeit eröffnet. Schlusstermine sind der 5. Februar, 28. Mai und 1. Oktober 2015. Gemäß den neuen Vorschriften können sich ERC-Stipendiaten nur in einer der drei Runden für diese Aufforderung bewerben.

Weitere Informationen

Projektbeispiele aus dieser ERC-Proof-of-Concept-Runde

Liste (zweite Runde) der 59 ausgewählten Forscher nach Land der Gastinstitution

Liste (gesamte Aufforderung) der ausgewählten Forscher nach Land der Gastinstitution

ERC-Website:

Website Horizont 2020

 

IP/15/4084

Kontakt für die Medien

Mirna BRATOZ (+32 2 298 72 78)
Lucia CAUDET (+32 2 295 61 82)

Kontakt für die Öffentlichkeit:

Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail

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