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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Die EU und Marokko einigen sich über den Schutz geografischer Angaben

Brüssel, 16 Januar 2015

 

Gemeinsame Pressemitteilung zum Abkommen zwischen der EU und Marokko über geografische Angaben

Die Europäische Union und Marokko haben ihre Verhandlungen über ein Abkommen zum gegenseitigen Schutz geografischer Angaben (g.A.) abgeschlossen. Mit diesem Abkommen gewährleisten die EU und Marokko einen hohen Schutz für ihre geografischen Angaben für Lebensmittel. Das Abkommen zielt zudem darauf ab, den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln aus Marokko und der Europäischen Union zu fördern, und wurde heute von den Chefunterhändlern paraphiert.

Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, stellte fest: „Dieses Abkommen verleiht den Beziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Königreich Marokko neue Impulse. Es stärkt unsere Partnerschaft, ist auf die Förderung und den Schutz von Qualitätserzeugnissen ausgerichtet und nützt den Landwirten und der Verarbeitungsindustrie sowohl in Marokko als auch in der EU. Die Landwirtschaft ist ein wichtiges Kapitel unserer bilateralen Zusammenarbeit, insbesondere im Rahmen des Aktionsplans 2013-2017, der einen Fahrplan für die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren vorgibt. Die Zusammenarbeit im Bereich der geografischen Angaben ist Teil unseres beiderseitigen Engagements für eine hochwertige Landwirtschaft und den Schutz örtlicher Erzeugnisse.“

Cecilia Malmström, EU-Handelskommissarin, erklärte: „Die EU und Marokko sind sehr enge Handelspartner. Die heute abgeschlossenen Verhandlungen sind ein Anreiz für noch mehr Handel und Investitionen. Beim Schutz geografischer Angaben gibt es nur Gewinner. Die Verbraucher erfahren, woher die Erzeugnisse stammen, und können damit eine bewusste Wahl treffen. Die Qualität der Erzeugnisse steigt, und die Landwirte erzielen zusätzliches Einkommen. Zudem sollte die heutige Vereinbarung sowohl die EU als auch Marokko ermutigen, ihre Verhandlungen über ein vertieftes und umfassendes Freihandelsabkommen fortzusetzen.“

„Dieses Abkommen ist eine echte Chance für unsere Landwirtschaft und insbesondere die kleineren Betriebe, die über authentisches Erzeugerwissen verfügen. Sie können nun bessere Preise für ihre Erzeugnisse erzielen“, erklärte Aziz Akhannouch, der Landwirtschaftsminister Marokkos.

Marokko ist das erste der südlichen Nachbarländer der EU, das diesen wichtigen Schritt macht, um die Qualität der landwirtschaftlichen Produktion zu fördern und zu schützen. Ziel des in Rede stehenden Abkommens ist es, Verbraucher besser vor Irreführung bezüglich des tatsächlichen Ursprungs und der tatsächlichen Qualität eines Erzeugnisses zu schützen.

Zudem stellt das Abkommen eine Antwort auf den Wunsch der EU-Mitgliedstaaten dar, den Schutz geografischer Angaben auf internationaler Ebene fördern, und spiegelt die konvergierenden Positionen der EU und Marokkos in Fragen der Qualitätspolitik, des Verbraucherschutzes und des geistigen Eigentums wider.

Das Abkommen sollte als dynamisches Instrument für eine Steigerung der Qualität der Erzeugnisse dienen, die zwischen der Europäischen Union und Marokko gehandelt werden. Es sieht einen Mechanismus für Aktualisierungen und regelmäßige Konsultationen vor, der die Aufnahme neuer Erzeugnisse in das Verzeichnis der geografischen Angaben erleichtern wird.

Das Abkommen wird nun dem Rat und dem Europäischen Parlament sowie den gesetzgebenden Gremien in Marokko vorgelegt. Von diesen muss es angenommen werden, ehe es endgültig in Kraft treten kann.

Näheres unter:

IP/15/3440

Kontakt für die Öffentlichkeit:


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