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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Kommission legt Infrastrukturprioritäten und Investitionsbedarf für das Transeuropäische Verkehrsnetz bis 2030 fest

Brüssel, 15 Januar 2015

Die Europäische Kommission hat neun Studien zum Stand und Entwicklungsbedarf der Korridore des TEN-V-Kernnetzes veröffentlicht, in denen der Infrastrukturinvestitionsbedarf bis 2030 auf rund 700 Mrd. EUR veranschlagt wird. Die Studien machen deutlich, wie wichtig die optimale Nutzung der Infrastruktur entlang der Korridore ist, insbesondere durch intelligente Verkehrssysteme, effiziente Verwaltung und die Förderung zukunftsorientierter umweltfreundlicher Verkehrslösungen. Erstmals wurden zehntausende Kilometer von Schiene, Straße, Binnenwasserstraßen, Häfen, Flughäfen und anderen Verkehrsterminals umfassend und anhand einer gemeinsamen Methodik untersucht.

Dazu die für Verkehr zuständige EU-Kommissarin Violeta Bulc:„Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, um bis 2030 ein voll einsatzfähiges Kernnetz und reibungslose Verkehrsströme für Fahrgäste und Güter in der gesamten EU zu gewährleisten. Nun ist es an der Zeit, in TEN-V-Projekte zu investieren und den Nutzen der Fazilität „Connecting Europe“ sowie des Investitionsplans der Kommission in Höhe von 315 Mrd. EUR zu maximieren. Das Transeuropäische Verkehrsnetz ist von entscheidender Bedeutung für eine Union, die nach mehr Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit strebt. Europa lässt nun allmählich die Wirtschaftskrise hinter sich, daher brauchen wir eine gut vernetzte Union ohne Hindernisse, damit unser Binnenmarkt sich erfolgreich weiterentwickeln kann.“

Für jeden Transeuropäischen Verkehrskorridor, für den jeweils ein Europäischer Koordinator zuständig ist, hat ein Team externer Sachverständiger eine umfassende Studie durchgeführt, um den derzeitigen Stand der Infrastruktur zu analysieren sowie zu ermitteln, durch welche Probleme die Personen- und Güterverkehrverkehrsströme beeinträchtigt werden und welche Maßnahmen bis 2030 ergriffen werden sollten. Die Ergebnisse dieser Studien sind hier verfügbar.Dazu zählen auch vorläufige Listen von Vorhaben, die der Schließung grenzüberschreitender und anderer Lücken, der Beseitigung von Engpässen sowie der verbesserten Vernetzung der Verkehrsträger und Interoperabilität – insbesondere im Schienenverkehr – dienen.

Die nächsten Schritte:Die Ergebnisse dieser Studien werden bei der Entscheidung über die Zuweisung von EU-Mitteln für den Zeitraum 2014-2020 im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ berücksichtigt.Vor allem der aus diesen Korridor-Studien resultierende „Projektbestand“ kommt für den mit 315 Mrd. EUR ausgestatteten Europäischen Investitionsplan in Betracht, den die Kommission im November 2014 veröffentlicht hat. In diesem Zusammenhang hat die Kommission außerdem den ehemaligen Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Henning Christophersen, sowie die Europäischen Koordinatoren Kurt Bodewig und Carlo Secchi damit beauftragt, konkrete TEN-V-Vorhaben zu ermitteln, die für den neuen Investitionsplan geeignet sind. Sie haben einen Zwischenbericht veröffentlicht und ihr Konzept bei der Tagung des Rates „Verkehr“ am 3. Dezember 2014 den EU-Verkehrsministern vorgelegt.

Im Frühjahr 2015 werden alle Europäischen Koordinatoren für ihren jeweiligen Korridor dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission einen Korridorarbeitsplan unterbreiten. Diese Arbeitspläne werden als Richtschnur für die künftige Korridorentwicklung dienen. Sie bauen auf den heute veröffentlichten Studien auf und bedürfen der Genehmigung durch die unmittelbar beteiligten Mitgliedstaaten.

Die Christophersen–Bodewig–Secchi-Gruppe wird ihren Schlussbericht ebenfalls im Frühjahr 2015 vorlegen.

Hintergrund:

Das Kernnetz

  1. bindet 94 wichtige europäische Häfen an das Eisenbahn- und Straßenverkehrsnetz an,
  2. verbindet 38 Großflughäfen im Schienenverkehr mit Ballungsgebieten,
  3. verknüpft 15 000 km für den Hochgeschwindigkeitsverkehr ausgelegte Bahnstrecken, und
  4. verwirklicht 35 grenzüberschreitende Vorhaben, mit denen Engpässe abgebaut werden.

Diese Verkehrsinfrastruktur wird die wirtschaftliche Lebensader des Binnenmarkts bilden und die ungehinderte Bewegung von Personen und Gütern in der gesamten Europäischen Union ermöglichen.

Eine Karte des Kernnetzes des TEN-V (Transeuropäisches Verkehrsnetz) und der neun Hauptkorridore ist im Anhang beigefügt.

Weitere Informationen:

Website der Generaldirektion Mobilität und Verkehr

Kommissarin Violeta Bulc auf Twitter

Annex

Map of the Trans-European Transport Network

IP/15/3341

Kontakt für die Medien

Joshua SALSBY (+ 32 2 297 24 59)
Jakub ADAMOWICZ (+32 2 295 05 95)

Kontakt für die Öffentlichkeit:

Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail

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